Licht aus im Game Haus?

Von dieser Euphorie ist heute wenig übrig. Die Webseite war monatelang nicht erreichbar, über die Kanäle in den sozialen Medien kommt seit Beginn der Pandemie nichts mehr und auf mehrfache Presseanfragen gibt es von Betreiber Johannes Brauckmann keine Antwort. Viele der einst ansässigen Studios haben das von der Stadt Köln mitfinanzierte Projekt mittlerweile verlassen. Dabei fanden einige der Beteiligten das Projekt toll.

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"Der fachliche Austausch war sehr hilfreich", sagt etwa Utz Stauder. Der Mitgründer von Ludopium ist einer der Entwickler, die mittlerweile nicht mehr im Cologne Game Haus arbeiten. Mit Beginn der Pandemie hat Ludopium den Mietvertrag gekündigt. "Corona war der Impuls, aber Gründe haben sich auch vorher schon angehäuft", so Stauder. Die hohe Monatsmiete von 1.300 Euro für zwei Räume sei ein Grund gewesen - aber auch ein aus seiner Sicht ungenügendes Management. "Sagen wir einfach, dass wir irgendwann als Mieter einfach die Schnauze voll hatten."

"Das macht man nicht mal eben nebenbei"

Ein Selbstläufer war auch der Erfolg des Berliner Saftladens nicht. Riad Djemili und Maschinen-Mensch-Mitgründer Johannes Kristmann verfolgten die Idee über ein Jahr. "Wir sind damals verzweifelt, weil das nicht so richtig geklappt hat", erinnert sich Djemili an die Anfänge des Saftladens. "Wir hatten da mehrere Male eine Location, aber in letzter Sekunde sind immer wieder Leute abgesprungen."

Die beiden seien schon bereit gewesen, die Idee aufzugeben - bis sie mit Studio Fizbin in Kontakt kamen. Fizbins Geschäftsführer Alexander Pieper übernimmt mittlerweile die Verwaltung des Saftladens. "Das macht man nicht mal eben nebenbei", sagt Djemili. "Man muss immer wieder gucken, dass man die Mitglieder irgendwie motiviert, indem man Events macht, indem man das Büro so gestaltet, dass es da Flächen gibt, auf denen man sich treffen kann, und so weiter." Das kostet Zeit, Energie und Geld.

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Der Anspruch des Saftladens sei nie gewesen, einen kommerziell erfolgreichen Coworking Space zu gründen. "Wir haben das immer zum Selbstkostenpreis gemacht oder sogar Geld damit verloren", sagt Djemili. "Es steht kein Geschäftskonzept dahinter. Wir machen das quasi zum Spaß und weil wir denken, dass es für uns und alle anderen hilfreich ist."

Basisdemokratisches Kollektiv statt anonymer Coworking Space

Laut seiner Selbstbezeichnung ist der Saftladen deshalb ein Kollektiv. "Das ist unser Selbstverständnis in Bezug darauf, wie transparent wir sind, wie wir die Kosten aufteilen", erklärt Djemili. "Es ist nicht einfach nur ein Ort, wo man anonym rein und raus geht und pro Stunde einen Tisch mietet."

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Man setze stattdessen auf dauerhafte Verträge und langfristige Mitgliedschaften. "Und wir trinken dann auch mal abends ein Kaltgetränk oder spielen unsere Spiele zusammen."

  • Der Saftladen von außen ... (Bild: Saftladen)
  • ... und von innen. (Bild: Saftladen)
  • Während der Lockdowns sahen die Büros so aus, mittlerweile füllen sie sich langsam wieder. (Bild: Saftladen)
Der Saftladen von außen ... (Bild: Saftladen)

Auch wenn letztendlich Maschinen-Mensch und Studio Fizbin als Hauptmieter das letzte Wort hätten, würden viele Entscheidungen basisdemokratisch getroffen. "Das heißt, wir haben Mitgliederversammlungen, wo wir zum Beispiel über Anschaffungen abstimmen", sagt Djemili.

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 Indiegames-Entwicklung: Was dieser Saftladen besser macht als andereNicht zu viel und nicht zu wenig ''Spieleentwickler-WG'' 
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Steffo 15. Jun 2021

Nunja, guck dir mal an wie Linux und andere Projekte entstanden sind. Das war am Anfang...

gadthrawn 15. Jun 2021

Naja. Inhalt des Artikels ist, dass ein Berliner Unternehmen eine Berliner Einrichtung...



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