Indiegames: Aufbau gaaanz anders als in Anno 1800

Die Weltwunder in Anno 1800 sind errichtet, alle Produktionsketten freigeschaltet? Hier kommt neues, vor allem aber ganz anderes Material für Aufbauspieler: Golem.de stellt minimalistische, größenwahnsinnige und spätkapitalistische Genrevertreter vor - alle stammen von unabhängigen Entwicklern.

Eine Rezension von Rainer Sigl veröffentlicht am
Artwork aus Islanders
Artwork aus Islanders (Bild: Grizzly Games)

Dass Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulationen zu den Lieblingsgenres der hiesigen Spielerschaft zählen, ist eine Tatsache, die auch der Erfolg des aktuellen Anno-Ablegers unter Beweis stellt. Anno 1800 ist der sich am schnellsten verkaufende Teil der Reihe, wenige Wochen nach der Veröffentlichung konnte Entwickler Ubisoft Blue Byte mehr als 200.000 verkaufte Einheiten feiern.

Inhalt:
  1. Indiegames: Aufbau gaaanz anders als in Anno 1800
  2. Foundation und Rise of Industry
  3. Citybound: Potenzial mit Millionen Spielfiguren

Bei all der Begeisterung fürs virtuelle Industriezeitalter kommt dennoch irgendwann der Punkt der Übersättigung. Dann ist es gut, dass es jede Menge Abwechslung im Genre gibt. Von minimalistisch wie bei Islands bis größenwahnsinnig wie das noch nicht verfügbare Citybound, von verspielt bis knochentrocken: Die folgenden Aufbaustrategiespiele, Wirtschaftssimulationen und Städtebaukästen taugen sowohl als kurze Abwechslung wie auch als vollwertige Ersatzbeschäftigung.

Islanders: Minimalistisch, clever und entspannt

Wenn alles zu viel wird, ist Islanders das perfekte Spiel für Aufbaustrategen, denn hier herrschen Minimalismus und beinahe Zen-mäßige Entspannung. Das Berliner Dreimann-Studio Grizzly Games hat mit seinem Spiel, das während des Studiums entwickelt wurde, ein bemerkenswertes Unikat mit hinreißender Aufmachung geschaffen. Statt sich um Ressourcen, Wirtschaft oder gar Konflikte kümmern zu müssen, ist man bei der möglichst dichten Besiedlung prozedural generierter bunter Inseln hauptsächlich damit beschäftigt, das jeweils optimale Plätzchen zu finden.

Runde für Runde baut man hier mit einem aus zwei jeweils zufällig ausgewählten Bauklötzchensets an seiner Stadt, die nicht nur hübsch ist, sondern auch möglichst viele Punkte abwirft. Wie viele das sind, hängt von der Umgebung ebenso ab wie von der bereits gebauten Nachbarschaft: Villen sind in der Nähe des Stadtzentrums oder bei Parks mehr wert, Industrie profitiert von nahen Ressourcen, verringert aber den Punktwert anderer angrenzender Gebäude und so weiter.

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Wenn eine gewisse Punktzahl erreicht ist, darf man zur nächsten Insel wechseln oder aber endlos weiter am Highscore schrauben bis die jeweils pro Runde vorgegebene Punkteforderung nicht mehr erfüllt werden kann. Ein herrlich entspanntes, bildhübsches Kontrastprogramm zum allzu hektischen Wuseln.

Erhältlich für Windows-PC; rund 5 Euro

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Foundation und Rise of Industry 
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Lanski 13. Jun 2019

Du verstehst das falsch Suozuke, nach der Theorie wäre alles Werbung, und sogar dein...

cubi 05. Jun 2019

grandioses spiel. hab schon über 2000 stunden factorio gezockt. am besten ists mit...

thorben 29. Mai 2019

Richtig. Ständig findet man Sachen zum optimieren ;-) Nur Kampagne ist ja langweilig...

BlindSeer 29. Mai 2019

Ich habe sie nicht getestet, aber es gibt das gute alte Ports of Call für Android. Kostet...



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