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Indiegame: Hohe Mixtape-Wertungen führen zu Streit in der Community

Computerspieler werfen der Fachpresse vor, das Indiegame Mixtape deutlich zu positiv bewertet zu haben.
/ Peter Steinlechner
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Szene aus Mixtape (Bild: Bild: Annapurna / Screenshot: Golem)
Szene aus Mixtape Bild: Bild: Annapurna / Screenshot: Golem

Das narrative Musikspiel Mixtape erregt nach Veröffentlichung nicht nur wegen seines Soundtracks und der nostalgischen Inszenierung Diskussionen, sondern auch wegen seiner Pressewertungen.

Auf Plattformen wie X verbreiten sich derzeit mehrere Beiträge viral, in denen Nutzer die teils sehr hohen Bewertungen des Spiels kritisieren oder als unverständlich bezeichnen.

Besonders viel Aufmerksamkeit(öffnet im neuen Fenster) bekam ein Beitrag, der sich über die extrem hohen Wertungen einiger Magazine lustig macht und Mixtape sinngemäß als sehr hübsches, aber spielerisch kaum forderndes Erlebnis bezeichnet.

Auslöser dieser und ähnlicher Beiträge sind vor allem Wertungen im oberen Bereich. Mehrere Magazine vergaben sehr hohe Punktzahlen oder lobten Mixtape als emotionales Erlebnis mit starkem Stilgefühl.

Insbesondere der Test von IGN in den USA(öffnet im neuen Fenster) wird oft bemängelt. Das Magazin bezeichnet Mixtape als "Meisterwerk" und vergibt 10 von 10 Punkten – besser geht es nicht.

Kritiker argumentieren dagegen, das Spiel wirke spielerisch zu simpel und profitiere vor allem von seiner Präsentation und dem Soundtrack, der aus Musikklassikern der 70er bis 90er Jahre besteht.

Ganz so eindeutig, wie es die viral gehenden Posts teilweise darstellen, ist die Lage allerdings nicht. Auf Metacritic liegt die Durchschnittswertung(öffnet im neuen Fenster) der Presse mit 85/100 zwar über den Nutzerbewertungen von 6.7/10 – von einem extremen Gegensatz kann dabei aber wohl kaum gesprochen werden.

Mixtape: Plattformen und Preis

Auch die Steam-Rezensionen(öffnet im neuen Fenster) fallen insgesamt eher positiv aus. Dort loben viele Käufer die Atmosphäre, Musik und Coming-of-Age-Stimmung, während Kritik meist das begrenzte Gameplay oder die relativ kurze Spielzeit betrifft.

Die Diskussion erinnert an frühere Debatten um stark narrative Spiele, bei denen sich Teile der Community über hohe Pressewertungen wunderten. Gerade cineastische oder emotional erzählte Titel polarisieren regelmäßig stärker als klassische Action- oder Multiplayer-Spiele.

Mixtape wurde vom australischen Studio Beethoven & Dinosaur entwickelt. Die Spieler begleiten drei Freunde durch ihre letzte gemeinsame Nacht vor dem Erwachsenenleben. Inhaltlich geht es um Erinnerungen, Jugend, Freundschaft und Musik, spielerisch wechseln sich kleine Minispiele, Dialoge und interaktive Szenen ab.

Besonders positiv erwähnt werden oft die stimmungsvollen Fahrabschnitte auf dem Skateboard, die stark auf Musik und Atmosphäre setzen.

Das Abenteuer dauert je nach Spielweise ungefähr drei bis fünf Stunden. Zwar zieht der Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf minimal (!) an und einzelne Passagen verlangen etwas mehr Aufmerksamkeit, insgesamt setzt Mixtape aber klar auf entspanntes Storytelling statt auf echte spielerische Herausforderungen.

Der Titel ist für Nintendo Switch 2, Windows-PC (Steam, Epic Games Store) Playstation 5 und Xbox Series X/S erhältlich, der Preis liegt bei rund 18 Euro. Xbox- und PC-Fassung sind auch über das Spieleabo Game Pass verfügbar.


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