Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Indie-Games: Open-Source-Engine Godot 1.0 erschienen

Monate nach der Veröffentlichung als Open Source ist die Spiele-Engine Godot 1.0 stabil erschienen. Die Community lässt das Projekt weiter wachsen, dessen Funktionsumfang mit Unity verglichen wird.
/ Sebastian Grüner
25 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die erste stabile Version von Godot ist erhältlich. (Bild: Godot)
Die erste stabile Version von Godot ist erhältlich. Bild: Godot

Die erste stabile Version der Game-Engine Godot 1.0(öffnet im neuen Fenster) ist erschienen. Vor zehn Monaten hatte das kleine Team des Okam Studios den Code seiner bis dahin intern entwickelten Engine unter der MIT-Lizenz offengelegt(öffnet im neuen Fenster). Dabei verglichen die Entwickler den Funktionsumfang von Godot mit dem der Unity-Engine.

Godot läuft(öffnet im neuen Fenster) unter den 32-Bit- und 64-Bit-Versionen von Windows, Mac OS X und Linux und erlaubt das Erstellen von Spielen für diese drei Desktop-Systeme ebenso wie für Android und iOS. Lizenznehmer von Sony können auch Spiele für die Playstation 3 und PS Vita entwickeln. HTML5, WinRT sowie Chromes Portable Native Client (PNaCL) sollen darüber hinaus in Zukunft noch besser unterstützt werden.

Zur Spieleentwicklung verfügt Godot über eine dedizierte 2D-Engine, die eine eigene Engine für Physikeffekte und Kollisionen hat, welche mit Pixel-Koordinaten arbeitet. Für 3D-Spiele kann Godot Modelle aus Max, Maya oder auch Blender weiterverwenden. Zudem kann die 3D-Engine mit HDR und Anti-Aliasing rendern.

Außerdem enthält Godot die Möglichkeit, UI-Elemente zu gestalten und Objekte durch eine von Python abgeleitete Skriptsprache und C++ zu erweitern. Animationen und Simulationen können ebenfalls erstellt werden. Ein Debugger ist in Godot auch vorhanden. Zur einfacheren Projektzusammenarbeit enthält die Anwendung außerdem Anbindungen an Git, Subversion, Mercurial oder ähnliche Versionskontrollsysteme.

Für die kommende Version 1.1 planen die Entwickler verschiedene Verbesserungen. Den 3D-Renderer will das Team ebenso im kommenden Jahr weiter verbessern. Das Team ruft die Community dazu auf, sich noch stärker an Godot zu beteiligen. In den vergangenen Monaten, seit der Code als Open Source freigegeben worden ist, hat die Community das Projekt bereits sehr stark vorangebracht.

Der Code steht via Github(öffnet im neuen Fenster) bereit.


Relevante Themen