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Fliegen ja, landen ... nein!

Doch ich beiße mich irgendwie durch und entkomme dem Gängewirrwarr. Ächz! Doch zu früh gefreut: Die nun folgende Doppeldecker-Actionsequenz beginnt zwar mit dem witzigen Vater-Sohn-Gespräch des Films ("I didn't know you could fly a plane, Junior" - "Fly yes. Land no."). Die Zifferntastensteuerung ist allerdings wie schon beim Boxen ein Krampf, und ich werde allzu schnell von feindlichen Fliegern abgeschossen. Diesmal endet das Ganze glücklicherweise nicht tödlich.

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Ich finde ein Auto, mit dem das Jones-Duo Richtung Iskenderun düsen kann. Bis ich am Ziel angekommen bin, muss ich allerdings noch einige Kontrollstationen nebst schlecht gelauntem Wachposten erdulden, wobei mir ein Gegenstand im Inventar ungemein hilft - ein vom Führer beim Berlin-Besuch höchstpersönlich unterschriebener Passierschein.

"Junior, you dit it!"

Die abschließenden Prüfungen im Gralstempel von Iskenderun sind mehr oder identisch mit denen des Films. Dass ich ihn gerade erst gesehen habe, hilft mir tatsächlich weiter. Ich sterbe zwar ein paarmal, komme insgesamt aber ohne große Schwierigkeiten voran. Witzig: Genau wie in den Momenten, wenn sich Indy umzieht und zu einem anderen Outfit wechselt, sind die Sterbesequenzen im Gralstempel mit einem dicken "Censored"-Stempel versehen, der den Helden komplett überdeckt.

Siehe da: Nach gut vier Stunden Spielzeit - die sich ohne Lösung sicherlich um einiges verlängert hätte - bin ich am Ziel angelangt und stoße auf den 700 Jahre alten Ritter, der den Heiligen Gral bewacht. Jetzt muss ich nur noch den richtigen Kelch aussuchen und mit dem Heiligen Wasser füllen, damit Indy die Echtheit des Gefäßes beweist. Zum Glück habe ich mir in den Katakomben von Venedig die entsprechenden Inschriften notiert, die einen Hinweis auf den richtigen Gral gaben. Ich werfe einen außerdem einen Blick ins Gralstagebuch-PDF, bis ich sicher bin, dass ich den echten vor mir habe.

  • Gleich in den ersten Spielminuten kommt das neue Multiple-Choice-Dialogsystem zum Einsatz. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Filmgetreu: Indiana Jones sucht in der verwüsteten Wohnung seines verschollenen Vaters nach Hinweisen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die auf einer Weltkarte eingezeichnete Reiseroute kennt man ebenfalls aus dem ersten Indiana-Jones-Streifen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • In Venedig trifft Indy auf Dr. Elsa Schneider. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die pixelgenaue Suche nach Gegenständen kostet bisweilen viel Zeit und Nerven. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Spieler kann die Spielumgebung mit Gegenständen aus seinem Inventar manipulieren, um Rätsel zu lösen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Indy rätselt sich durch die liebevoll gezeichneten Pixelhöhlen der Katakomben von Venedig. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Das Graltagebuch von Dr. Jones Senior gibt dem Spieler immer wieder wichtige Hinweise. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Spieler hat die Wahl, ob er sich prügelt oder sich durch die Auswahl von Dialogoptionen um einen Kampf drückt. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Boxkämpfe gehören zu den nervigsten Elementen des Spiels, denn die Steuerung via Nummerntasten ist wenig eingängig. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Scheitert der Spieler bei einem Boxkampf oder bei den Gralsprüfungen, muss er seinen hoffentlich kurz zuvor angelegten Spielstand neu laden. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kunstsammlung in Schloss Brunwald hat so einige Easter Eggs zu bieten ... (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Indy muss seinen Vater in Schloss Brunwald aus den Fängen der Nazis befreien. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Hier kann Indy zwischen dem Doppeldecker oder einem Zeppelin als Reisemöglichkeit wählen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • An Bord eines Zeppelins gilt es, per Mausklick vor den Wachen zu fliehen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • In einer kurzem Actionsequenz müssen Indy und sein Vater im Doppeldecker feindlichem Beschuss ausweichen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Flugzeug-Crash ist allerdings unvermeidlich ... (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die erste Prüfung im Gralstempel beschert uns witzige Animationen nebst hinterherfliegendem Helden-Schlapphut. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Vorteil für Indy-Fans: Wer den Film gesehen hat, weiß, was an dieser Stelle zu tun ist. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Wir sind fast am Ziel angekommen. Doch welcher Kelch ist der echte Heilige Gral? (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
In einer kurzem Actionsequenz müssen Indy und sein Vater im Doppeldecker feindlichem Beschuss ausweichen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)

Geschafft? Fast! Es gilt noch, eine letzte Entscheidung zu treffen - was mir allerdings erst klar wird, als sich Elsa Schneider getreu dem Filmende den Heiligen Gral schnappt und in den auseinanderklaffenden Boden stürzt. Hätte ich schneller geschaltet und vorher den Gral aufgenommen, wäre sie, so verrät mir meine Komplettlösung, noch am Leben. Sei's drum, so ist es wenigstens authentisch. Ich nutze ein letztes Mal Indys Peitsche, um den in einer Felspalte festhängenden Kelch zu packen, und gebe ihm dem Ritter zurück.

Es folgt ein finaler Dialog zwischen Indiana Jones, seinem Vater und Marcus Brody, und der Abspann mit "The End"-Schriftzug und der berühmten Titelmelodie aus der Feder von John Williams setzt ein. Außerdem nennt mir das Spiel noch meinen IQ, was in diesem Fall für "Indy-Quotient" steht. Wenig überraschend: Dank der Komplettlösung habe ich sehr gut abgeschnitten.

Fazit

Das erneute Durchspielen von Indiana Jones and the Last Crusade war für mich ein spannendes Experiment und hat mir viel Spaß gemacht. Die liebevolle Pixelgrafik kann sich - zumindest in der VGA-Version - nach all den Jahren immer noch sehen lassen, die Atmosphäre und die Schauplätze des Films sind sehr gut eingefangen worden und der typische Indy-Humor lässt mich oft schmunzelnd vor dem Rechner sitzen.

Auch die sparsam eingesetzte, aber stimmungsvolle Musik (damals für Adlib-Soundkarten komponiert) passt wunderbar zum Spiel und erzeugt viel Filmflair. Wenn ich Indys Peitsche benutze und dazu die legendäre Fanfarenmelodie ertönt, ist das ganz großes Nostalgiekino. Außerdem bin ich beeindruckt, wie viel Mut zur Innovation die Macher seinerzeit bewiesen haben. Die verschiedenen Lösungsansätze waren ebenso ein Novum wie die Möglichkeit, dass der Held jederzeit sterben kann.

Letzteres kann allerdings auch ganz schön frustrieren. So richtig Spaß hatte ich dann auch nur, weil ich jederzeit in einer Komplettlösung spicken konnte. Manche Rätsel sind wirklich äußerst knackig und die pixelgenaue Suche nach winzigen Gegenständen kann zum Geduldsspiel ausarten.

Überhaupt kommt man ohne stählerne Nerven nicht weit: In den verzwickten Labyrinthen kann man sich hoffnungslos verlaufen, die Boxkämpfe sowie die Doppeldecker-Actionsequenz sind ein Graus und wenn ich mal vergesse, ein wichtiges Objekt einzusammeln, hat das im späteren Spielverlauf womöglich üble Konsequenzen. Dennoch ist das Adventure immer noch ein tolles Stück Software mit hohem Kultfaktor. Es ist aber nicht ganz so gut gealtert, wie ich mir erhofft hatte.

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 Chipstüte statt Boxkampf
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Truster 11. Jul 2019

Huch? Der ging wohl an mir vorbei... Spiele ich vielleicht mal eines Tages... :)

CSCmdr 10. Jul 2019

Da wirft dir deine Erinnerung aber einiges wild durcheinander: 1. Um die Pudel zu...

BlindSeer 10. Jul 2019

Alternate Reality war eine "RPG Serie" für 8 Bit. Eigentlich sollten X Teile mit extrmen...

theFiend 10. Jul 2019

An die PowerPlay erinnere ich mich hauptsächlich wegen der "Gurke des Monats". Bis heute...

Truster 10. Jul 2019

ich auch nicht, aber bei Siedler 2, ich glaube level 6 war es, wird man förmlich vom...


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