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Das Blut Jesu ...

Gleich zu Spielbeginn habe ich die Möglichkeit, in der Gymnastikhalle des Colleges mit einem Sparringspartner die Boxsteuerung zu üben, die vor allem in der zweiten Spielhälfte regelmäßig zum Einsatz kommt. Leider versäume ich dies - was ich noch aufrichtig bereuen werde.

Ah, Venedig

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Die Handlung des Films entspinnt sich schließlich auch im Spiel: Der Millionär Walter Donovan will Indy dazu überreden, sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral zu begeben, der bei der Kreuzigung Jesu dessen Blut aufgefangen haben und ewiges Leben versprechen soll. Der Archäologe lehnt zuerst dankend ab, gilt doch schließlich sein Vater Henry Jones Senior als renommierter Gralsforscher. Doch der ist in Venedig spurlos verschwunden. Also packe ich Peitsche und Schlapphut ein und begebe mich in die italienische Gondelstadt, um der Sache nachzugehen.

Unter Zuhilfenahme des Graltagebuchs seines Vaters macht sich "Junior" auf die Suche nach dem Aufenthaltsort des Heiligen Gefäßes. Die nun folgende Reise führt mich, genau wie im Film, von Venedig nach Schloss Brunwald in Österreich über Nazi-Berlin bis hin zum Gralstempel nahe Iskenderun.

Komme ich zu Beginn in New York noch gut klar und löse simple Rätsel, die mir unter anderem das dringend benötigte Graltagebuch bescheren, stockt der Spielfluss in Venedig zum ersten Mal. Ich weiß noch von früher, dass ich in der Bibliothek wichtige Bücher einsammeln muss, finde diese aber partout nicht. Erst mit pixelgenauem Durchsuchen der Bücherregale habe ich schließlich Erfolg.

  • Gleich in den ersten Spielminuten kommt das neue Multiple-Choice-Dialogsystem zum Einsatz. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Filmgetreu: Indiana Jones sucht in der verwüsteten Wohnung seines verschollenen Vaters nach Hinweisen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die auf einer Weltkarte eingezeichnete Reiseroute kennt man ebenfalls aus dem ersten Indiana-Jones-Streifen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • In Venedig trifft Indy auf Dr. Elsa Schneider. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die pixelgenaue Suche nach Gegenständen kostet bisweilen viel Zeit und Nerven. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Spieler kann die Spielumgebung mit Gegenständen aus seinem Inventar manipulieren, um Rätsel zu lösen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Indy rätselt sich durch die liebevoll gezeichneten Pixelhöhlen der Katakomben von Venedig. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Das Graltagebuch von Dr. Jones Senior gibt dem Spieler immer wieder wichtige Hinweise. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Spieler hat die Wahl, ob er sich prügelt oder sich durch die Auswahl von Dialogoptionen um einen Kampf drückt. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Boxkämpfe gehören zu den nervigsten Elementen des Spiels, denn die Steuerung via Nummerntasten ist wenig eingängig. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Scheitert der Spieler bei einem Boxkampf oder bei den Gralsprüfungen, muss er seinen hoffentlich kurz zuvor angelegten Spielstand neu laden. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kunstsammlung in Schloss Brunwald hat so einige Easter Eggs zu bieten ... (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Indy muss seinen Vater in Schloss Brunwald aus den Fängen der Nazis befreien. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Hier kann Indy zwischen dem Doppeldecker oder einem Zeppelin als Reisemöglichkeit wählen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • An Bord eines Zeppelins gilt es, per Mausklick vor den Wachen zu fliehen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • In einer kurzem Actionsequenz müssen Indy und sein Vater im Doppeldecker feindlichem Beschuss ausweichen. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Flugzeug-Crash ist allerdings unvermeidlich ... (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die erste Prüfung im Gralstempel beschert uns witzige Animationen nebst hinterherfliegendem Helden-Schlapphut. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Vorteil für Indy-Fans: Wer den Film gesehen hat, weiß, was an dieser Stelle zu tun ist. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
  • Wir sind fast am Ziel angekommen. Doch welcher Kelch ist der echte Heilige Gral? (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)
Gleich in den ersten Spielminuten kommt das neue Multiple-Choice-Dialogsystem zum Einsatz. (Bild: Lucasfilm Games/Screenshot: Golem.de)

Anschließend löse ich das Puzzle in dem Raum mit dem bunten Glasfenster. Im Film ist in der Mitte des Bodens ein großes X zu finden, welches Indy und seine Begleiterin Dr. Elsa Schneider schließlich in die Katakomben unterhalb der Bibliothek führt. Doch das X gibt es im Spiel nicht; hier sind stattdessen mehrere Räume mit neun mit römischen Zahlen durchnummerierten Steinplatten zu finden.

Ich finde schließlich die richtige Platte, indem ich durch die Bibliothek trotte und sämtliche Fenster per Look-Befehl anschaue, bis Indy sagt, dass dieses Fenster genau wie das Bild im Graltagebuch aussieht. Nun kann ich mir dank des Hinweises im Tagebuch die richtige Steinplatte vorknöpfen und sie mit einem Metallpfosten zerstören.

Ich tappe im Dunkeln

Endlich in den Katakomben unterhalb der Bibliothek angekommen, wird mein Forscherdrang jäh ausgebremst. Ich kann mich kaum mehr an das Areal erinnern und irre ziellos durch die dunklen Gänge. Und wieder macht mir das anno 1989 noch nicht ganz so ausgereifte Scumm-System Probleme, weil ich in einem Raum einen für ein Rätsel wichtigen Gegenstand übersehe.

Ich stelle fest, dass ich viel zu ungeduldig bin: Offenbar hat der Konsum spielmechanisch simpler Abenteuer wie The Walking Dead oder Life is Strange meine Frusttoleranz ziemlich gesenkt. Irgendwann finde ich das Objekt dann doch - danke, doofes Skelett! - und kämpfe mich weiter durch die Katakomben. Die nun folgenden Puzzles sind allesamt recht logisch und mit etwas Nachdenken sowie Konsultieren des Graltagebuchs gut lösbar. Meine Laune bessert sich, der Spaßfaktor steigt.

Ich schaffe es schließlich bis ans Ende des Gewölbekomplexes. Dort stehe ich in einem Gang vor einer Holztür, die mit einem Mechanismus verschlossen ist: Ich muss auf den Totenköpfen vor der Tür eine bestimmte Melodie spielen, damit sie sich öffnet. Obwohl mir das Graltagebuch einen Hinweis auf die sechs Töne gibt und ich Hobbymusiker bin, finde ich sie aufgrund eines Denkfehlers nicht auf Anhieb heraus. Egal, wozu gibt es Google?

Der (noch folgenschwere) Blick in eine Komplettlösung verrät mir schließlich, wie es weitergeht. Nachdem auch dieses Rätsel gelöst ist und ich mich noch ein paarmal verlaufen habe, finde ich endlich das Grab des toten Ritters und erfahre, dass sich der Heilige Gral in Iskenderun befindet. Nun kann ich die Katakomben hinter mir lassen und nach Österreich reisen, um meinen von den Nazis gefangen gehaltenen Vater zu befreien.

Indy kann sterben

Ab Schloss Brunwald setzt bei mir etwas ein, das ich den Chipstüten-Effekt nenne: Genauso, wie es nicht schaffe, lediglich ein paar der gebackenen Kartoffelscheiben rauszuholen und die Packung dann wegzulegen, sondern am Ende immer die ganze Tüte verputze, ist es mir auch mit dem Spicken bei Indiana Jones and the Last Crusade ergangen: Mit dem erstmaligen Benutzen der Komplettlösung in den Katakomben von Venedig habe ich die Büchse der Pandora geöffnet! Immer öfter erwische ich mich dabei, wie ich nebenher auf meinem Macbook in die Lösung linse. Im internetlosen 1989 musste ich wesentlich ausdauernder sein.

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 Indiana Jones and the last Crusade: Selbstversuch mit SchlapphutChipstüte statt Boxkampf 
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Truster 11. Jul 2019

Huch? Der ging wohl an mir vorbei... Spiele ich vielleicht mal eines Tages... :)

CSCmdr 10. Jul 2019

Da wirft dir deine Erinnerung aber einiges wild durcheinander: 1. Um die Pudel zu...

BlindSeer 10. Jul 2019

Alternate Reality war eine "RPG Serie" für 8 Bit. Eigentlich sollten X Teile mit extrmen...

theFiend 10. Jul 2019

An die PowerPlay erinnere ich mich hauptsächlich wegen der "Gurke des Monats". Bis heute...

Truster 10. Jul 2019

ich auch nicht, aber bei Siedler 2, ich glaube level 6 war es, wird man förmlich vom...


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