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Indiana Jones 4K: Alle vier Indy-Filme erscheinen jetzt in UHD

So scharf war der gute alte Dr. Jones noch nie: Die vier Indiana-Jones -Filme gibt es erstmals in UHD. Die Box erscheint am 10. Juni.
/ Peter Osteried
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Screenshot aus dem Trailer zur UHD-Box (Bild: Youtube)
Screenshot aus dem Trailer zur UHD-Box Bild: Youtube

Der fünfte Teil der Abenteuer von Indiana Jones wird gerade gedreht(öffnet im neuen Fenster) , da präsentiert Paramount die ersten vier Filme der Reihe erstmals in Ultra High Definition(öffnet im neuen Fenster) – rechtzeitig zum 40. Jubiläum von Der Jäger des verlorenen Schatzes.

Steven Spielberg hat das neue Master der 4K-Scans der originalen Negative des Films selbst abgenommen. Bei der Restauration des Materials ging es auch darum, die visuellen Effekte aufzuhübschen.

Für den Dolby-Atmos-Ton stand Sound Designer Ben Burtt zur Verfügung, der für die Star Wars- und Indiana-Jones-Filme einige der ikonischsten Soundeffekte überhaupt erschaffen hat. Das Bonusmaterial ist umfangreich und auf einer Bonus-Blu-ray enthalten, aber nicht neu. Man kennt es bereits von der alten Blu-ray-Kollektion aus dem Jahr 2012.

Über die Filme selbst muss man im Grunde nicht viele Worte verlieren. Jäger des verlorenen Schatzes ist ein perfekter Abenteuerfilm. Mehr noch: ein perfekter Film. Das Triumvirat Spielberg-Lucas-Ford lieferte damit die Blaupause für zahlreiche Epigonen, aber der Klassiker bleibt unerreicht. Lediglich die eigenen Sequels reichen an ihn heran, übertrumpfen ihn aber auch nicht.

Indiana Jones und der Tempel des Todes(öffnet im neuen Fenster) ist ein deutlich düsterer Film, der das Prinzip der filmischen Achterbahnfahrt buchstäblich umsetzt – in Form der grandiosen Actionsequenz auf den Schienen einer Mine.

Wurde im ersten Teil die Bundeslade gesucht, war man in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug(öffnet im neuen Fenster) hinter dem Heiligen Gral her. Da aber Sean Connery als Indys Vater Henry mit dabei ist, ist der Film weit mehr als ein aufgepepptes Remake des Originals.

Etwas schlechter schneidet der viele Jahre später nachgeschobene Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels(öffnet im neuen Fenster) ab, der die Fans der älteren Filme nicht mehr so recht zu begeistern wusste und auch mit einigen reichlich albernen Szenen daherkam – Stichwort: Kühlschrank.

Ein neuer Ton

Für die Blu-ray hatte man 2012 eine Neusynchronisation von Jäger des verlorenen Schatzes anfertigen lassen. Die deutsche Originaltonspur war damals auf der Blu-ray auch enthalten und findet sich erfreulicherweise bei der UHD ebenfalls wieder.

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Nötig wurde die Neusynchronisation nach Meinung von Paramount, weil es nicht möglich war, die alte Kinotonspur auf Dolby Digital 5.1 aufzumöbeln. Da der deutsche Verleih das aber wollte, hat man Jäger des verlorenen Schatzes neu synchronisieren lassen.

Soweit dies möglich war, wurden die gleichen Sprecher angeheuert, aber der eine oder andere lebt natürlich nicht mehr. Wolfgang Pampel spricht zwar nach wie vor Harrison Ford, allerdings hört man ihm an, dass er deutlich älter geworden ist. Auf den jungen Indiana Jones passt er nicht mehr so richtig.

Lebendige, differenzierte Farben, ein sehr plastisches Bild

Wer den Film mit der originalen Synchronisation kennengelernt hat, sollte auch dabei bleiben. So schön der Dolby-True-HD-Ton bei der neuen UHD-Version auch geworden ist: Jäger des verlorenen Schatzes braucht ihn nicht, um Zuschauer in seinen Bann ziehen zu können. Und wer den Film mit der klassischen Synchronisation kennengelernt hat, will ohnehin keine neue.

Für den ultimativen Ton muss man aber ohnehin auf die englische Tonspur zurückgreifen, die im Tiefbass, aber auch in den Umgebungsgeräuschen – so etwa schon am Anfang im Dschungel – um Welten eindrucksvoller ist. Hier kommen die Vorzüge von Dolby Atmos zum Tragen.

Die Blu-rays sahen damals gut aus, aus heutiger Sicht gibt es jedoch einigen Verbesserungsbedarf. Das haben die neuen UHDs nun nachgeliefert.

Jäger des verlorenen Schatzes sieht prächtig aus. Sehr schön ist auch, dass das leichte, natürliche Filmkorn nicht herausgefiltert wurde (was zu enormen Unschärfen geführt hätte). So präsentiert sich der Film in einer hervorragenden Bildqualität, hat knackige, lebendige und differenzierte Farben zu bieten und weist eine feine Detailschärfe auf.

Der erste Teil ist mit seinen 40 Jahren natürlich der herausforderndste; je jünger die Filme werden, desto beeindruckender ist das Bild. Allen gemein ist, dass das Bild sehr plastisch ist. So gut sahen die Abenteuer von Indiana Jones wirklich noch nie aus.

Eine Bundeslade an Bonusmaterial

Was das Bonusmaterial betrifft, ist dieses von der Blu-ray bekannt, aber ausgesprochen wertig. Wie üblich gibt es keine Audiokommentare von Steven Spielberg, das videobasierte Bonusmaterial macht das jedoch mehr als wett. Auf einer Bonus-Blu-Ray ist das gesamte Material enthalten.

Es gibt ausführliche Making-ofs zu allen vier Filmen mit insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit. Darüber hinaus ist noch ein Making-of aus den frühen 80er Jahren enthalten, das Impressionen von den Dreharbeiten bietet. Die neueren Dokumentationen haben da einen deutlich stärkeren retrospektiven Charakter mit vielen Interviews.

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Außerdem gibt es zwölf Featurettes, die mit ebenfalls knapp zweieinhalb Stunden Laufzeit auf manche Teilbereiche der Produktion vertieft eingehen – etwa die Stunts, den Sound, die Musik oder die Spezialeffekte.

Besonders schön sind Auszüge eines Gesprächs mit Karen Allen, Kate Capshaw und Allison Doody, das 2003 vom American Film Institute ausgerichtet wurde. Einzig schade ist, dass nicht das komplette Gespräch vorhanden ist.


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