Inbox: Facebook testet bezahlte Nachrichten

Facebook verschickt Nachrichten an seine Mitglieder gegen Bezahlung. Das gab der Betreiber des weltgrößten sozialen Netzwerks im Blog(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens bekannt. "Dieser Test gibt einer kleinen Anzahl von Menschen die Möglichkeit, dafür zu bezahlen, dass Nachrichten (Messages) im Postfach (Inbox) statt im Ordner 'Sonstiges' (Other) ankommen, auch wenn sie mit dem Empfänger nicht verbunden sind."
Der Test richte sich an Menschen, die andere erreichen wollten, die bei Facebook über ein Event geschrieben hätten oder an Personen auf Jobsuche. Mit der Bezahlung könne die Wichtigkeit der Nachricht unterstrichen werden. Die Routing-Funktion für die Inbox werde nur in den USA verfügbar sein und dürfe für eine Zielperson nur einmal pro Woche genutzt werden.
Sogar viele versierte Facebook-Nutzer kennen jedoch den Ordner "Sonstiges" in ihrem Postfach gar nicht und haben noch nie hineingesehen.
Das IT-Branchenmagazin Cnet berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass jede bezahlte Nachricht einen US-Dollar koste. Ein Facebook-Sprecher sagte Cnet, dass dies auch eine Möglichkeit für Meinungsforscher sein könnte, mit Facebook-Mitgliedern in Kontakte zu treten. Markeninhaber hätten diese Funktion bisher noch nicht nutzen können.
Eine Milliarde Menschen nutzten das soziale Netzwerk Facebook aktiv. Das teilte Gründer Mark Zuckerberg in einer Stellungnahme Anfang Oktober 2012 mit. Wenn Facebook von aktiven Nutzern spricht, dann sind damit Mitglieder gemeint, die sich mindestens einmal im Monat mit einem eigenen Account bei dem sozialen Netzwerk anmelden. Bei einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen ist das jeder siebte.