Inair: Fernsehen 2.0

Das Startup Seespace hat mit Inair einen HDMI-Dongle vorgestellt, der über das eigentliche Fernsehbild inhaltlich passende Webinhalte einblendet. Diese sollen mit dem Smartphone oder per Kinect gesteuert werden können - und bei 3D-Fernsehern zwischen Zuschauer und TV schweben.

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Mit Inair werden dem Nutzer kontextbasierte Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm angezeigt.
Mit Inair werden dem Nutzer kontextbasierte Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm angezeigt. (Bild: Seespace)

Mit Inair hat das US-Startup Seespace einen HDMI-Adapter für den Fernseher entwickelt, der Inhalte aus dem Internet über das Fernsehbild einblenden kann. Diese werden kontextabhängig aus freien Quellen herausgesucht - Inair soll dabei selbstständig den Inhalt des gerade gesehenen Programms erkennen und dementsprechend passende Inhalte wie Hintergrundinformationen und Postings in sozialen Netzwerken anbieten. Die Produktion soll über Kickstarter finanziert werden.

Der Inair-Dongle wird mittels HDMI-Anschlüssen zwischen Fernseher und TV-Empfänger gesteckt. Das Fernsehbild wird auf dem Weg in das TV-Gerät bearbeitet und mit den Informationslayern ausgestattet.

  • Der HDMI-Dongle Inair von Seespace legt kontextbasierte Informationen über das aktuelle Fernsehbild. (Bild: Seespace)
  • Der HDMI-Dongle Inair von Seespace legt kontextbasierte Informationen über das aktuelle Fernsehbild. (Bild: Seespace)
  • Der HDMI-Dongle Inair von Seespace legt kontextbasierte Informationen über das aktuelle Fernsehbild. (Bild: Seespace)
Der HDMI-Dongle Inair von Seespace legt kontextbasierte Informationen über das aktuelle Fernsehbild. (Bild: Seespace)

Diese können vom Nutzer dann während des Fernsehens aufgerufen werden. Inair soll dabei den Inhalt des Programms analysieren und dementsprechend weiterführende Informationen anbieten. Seespace führt als Beispiel unter anderem ein Formel-1-Rennen an, bei dem der Nutzer Informationen zu den Fahrern und Teams aufrufen kann.

Auch zu Filmen sollen Nutzer mit Inair Hintergrundinformationen abrufen können: Seespace führt als Beispiel den letzten Bond-Film Skyfall an. Hier kann sich der Zuschauer Details zu den Schauspielern, aber auch zum im Film verwendeten Jaguar anschauen. Auch Statusmitteilungen sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter zur jeweiligen Sendung können abgerufen werden.

Gestensteuerung in 3D wie bei Minority Report

Die Informationen von Inair werden neben dem eigentlichen Fernsehbild eingeblendet, was dafür etwas verkleinert und in den Hintergrund gerückt wird. Mit einem handelsüblichen 3D-Fernseher sollen Inairs Zusatzinhalte so eingeblendet werden können, dass sie zwischen Zuschauer und TV-Gerät in der Luft zu schweben scheinen.

Gesteuert wird Inair entweder mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets. Passende Apps für Android und iOS sollen dem Nutzer ermöglichen, das Interface mit dem mobilen Gerät als Touchscreen zu steuern. Auch eine Gestensteuerung per Kinect oder Leap Motion soll möglich sein: Verbunden mit der 3D-Ansicht könnte dies zu einem Bedienerlebnis wie im Film Minority Report führen - zumindest laut den Machern von Inair.

Finanzierung über Kickstarter

Inair soll laut Seespace in der zweiten Jahreshälfte 2014 erscheinen. Die Produktion des Geräts soll noch im Januar 2014 über eine Kickstarter-Kampagne finanziert werden, Inair soll 100 US-Dollar kosten. Momentan wird der Dongle auf der Consumer Electronics Show (CES) 2014 in Las Vegas gezeigt.

Hinter Seespace stehen unter anderem der Unternehmer Nam Do, der auch an der Entwicklung der Gedankenkappe Emotiv beteiligt gewesen ist, und der Designer Dale Herigstad. Dieser hat unter anderem die Gestensteuerung im Film Minority Report entworfen.

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JensM 07. Jan 2014

HDCP werden die ja vermutlich nicht unterstützen oder? Hierzulande hat man ja nichtmal...

the_spacewürm 06. Jan 2014

Und ganz sicher will ich nicht bei Filmen, mehr oder weniger ungefragt, irgendwelchen...

Drizzt 06. Jan 2014

Also kann ich mir das, was ich beim PC loszuwerden versuche jetzt am TV jetzt zusätzlich...

dEEkAy 06. Jan 2014

Am Ende muss ich dann noch nen Adblocker für den TV installieren...



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