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In Saison 1: Blizzard reagiert auf Kritik an Diablo 4

Im Livestream geht das Diablo-4 -Team auf Fragen und Ängste aus der Community ein. Allerdings gibt es nicht nur gute Nachrichten.
/ Oliver Nickel
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In Diablo 4 spielen wir als eine von fünf Klassen. (Bild: Blizzard/Screenshot: Golem.de)
In Diablo 4 spielen wir als eine von fünf Klassen. Bild: Blizzard/Screenshot: Golem.de

In einem relativ spontanen Entwickler-Livestream(öffnet im neuen Fenster) hat das Team von Blizzard einige Fragen rund um Diablo 4 (Test) beantwortet. Mit dabei waren Diablo-Franchise-Chef Rod Fergusson, Associate Production Lead Tiffany Wat, Game Director Joe Shelly und Community Lead Adam Fletcher. Im Campfire Chat ging es vor allem um die kommende Saison, das Erspielen von Ansehen und diverse Balancing-Fragen.

Die von der Community wohl am heißesten diskutierte Frage(öffnet im neuen Fenster) : Müssen Fans innerhalb der Saison ihr Ansehen erneut erspielen? Schließlich bekommen Charaktere dadurch wichtige Skillpunkte, Tränke und Paragonpunkte. Ursprünglich hatte Blizzard den Plan, dass saisonale Charaktere alle Ansehenspunkte verlieren und der Fortschritt komplett zurückgesetzt wird.

Der Kompromiss: Ansehen für Altäre von Lilith und das Aufdecken der Weltkarte werden auch für Saisons übernommen. Neue Charaktere sehen dann also die Karte, bekommen die Attributspunkte der Altäre geschenkt (sofern schon von anderen Charakteren freigeschaltet) und die entsprechenden Ansehenspunkte für maximal zwei der fünf Ansehensstufen. 75 Prozent des Ansehens muss allerdings erneut erspielt werden.

Dabei sei gesagt: Saisonale Charaktere werden wohl auf einem saisonalen Serverrealm erstellt. Die bisherigen Charaktere werden auf das Eternal Realm transferiert, das nicht von Rücksetzungen betroffen ist. Wahrscheinlich werden aber nur saisonale Charaktere auch Features für den Season Pass freischalten können, ähnlich wie es auch bei Diablo 3 (dort ohne Season Pass) der Fall war.

Albtraum-Dungeons werden besser

Blizzard schaut sich zudem das Level-Balancing an. Bisher ist es am effizientesten, normale Dungeons für Erfahrungspunkte in Gruppen zu farmen und sie anschließend wieder zurückzusetzen. Eigentlich sollten aber die durch Siegel verbesserten und wesentlich schwereren Albtraumdungeons die beste Erfahrungsquelle für Stufenaufstiege sein. Durch die langen Reitwege von den Städten zu den Dungeoneingängen ist das aber weniger effizient. Deshalb sollen Charaktere nach dem Einsatz eines Albtraumsiegels direkt zum Dungeon teleportiert werden. Außerdem will Blizzard die dort erhaltene Erfahrung erhöhen.

Diablo 4 – 20 Minuten Gameplay im Endgame-Dungeon
Diablo 4 – 20 Minuten Gameplay im Endgame-Dungeon (19:39)

Gerade Endgame-Charaktere, die auf dem Welt-Tier 4 schon lange bis auf Stufe 100 spielen, sollen zudem ein paar Buffs erhalten. Unter anderem sollen Widerstände gegen Magieschaden effizienter werden. Aktuell ist mehr Rüstung das beste Mittel gegen alle Schadensarten im Spiel. Kaum ein hochstufiger Charakter verwendet andere Resistenzen.

Edelsteine als Ressource

Blizzard wird zudem Edelsteine künftig als Ressource behandeln. Sie werden also nicht mehr im Charakterinventar einen Platz für andere Gegenstände wegnehmen, sondern wie Kristalle, Eisen, Kräuter und Co. in der Ressourcenübersicht zu finden sein. Das heißt: Mehr Platz für Ausrüstung, ohne auf Edelsteine verzichten zu müssen. Nebenbei soll die maximale Anzahl für Ressourcen von aktuell 10.000 angehoben werden.

Außerdem schaut Blizzard auf bessere soziale Funktionen, beispielsweise einen im Spiel integrierten Gruppensucher. Dazu kommen neue kosmetische Anpassungen für Charaktere. Nebenbei will das Team auf die Monsterdichte schauen. Die ist ein weiterer oft angebrachter Kritikpunkt seitens der Community.

Die erste Saison von Diablo 4 ist aktuell für Juli 2023 geplant. Bis dahin gibt es auch noch keinen Season Pass oder saisonale Charaktere mit zurückgesetztem Ansehen.


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