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In Ottawa: Microsoft schlägt Lebensmitteltafel als Sehenswürdigkeit vor

Microsoft empfahl Touristen, am besten "mit leerem Magen" zu einer Tafel in Ottawa zu gehen. Der Tipp wurde aber wohl nicht durch eine KI publiziert.
/ Tobias Költzsch
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In Ottawa gibt es geschmackvollere Sehenswürdigkeiten als die örtliche Tafel - das Parlamentsgebäude beispielsweise. (Bild: Pexels)
In Ottawa gibt es geschmackvollere Sehenswürdigkeiten als die örtliche Tafel - das Parlamentsgebäude beispielsweise. Bild: Pexels / Pexels-Lizenz

Microsoft hat mit einem Artikel über die touristischen Sehenswürdigkeiten in der kanadischen Hauptstadt Ottawa für Aufsehen gesorgt. In dem Artikel, der auf MSN.com veröffentlicht und mittlerweile gelöscht wurde, wurde eine Tafel als Ziel empfohlen. Das berichtet unter anderem The Verge(öffnet im neuen Fenster) .

In dem Artikel wurde darüber hinaus empfohlen, dass Touristen am besten "mit leerem Magen" zu der Tafel gehen sollten. Wie in Deutschland und vielen anderen Ländern bieten auch in Kanada die sogenannten Food Banks kostenlose Lebensmittel für Menschen an, die sich eine Grundversorgung nicht oder nur schwer leisten können.

Nachdem der Artikel bekannt wurde, vermuteten Nutzer auf Twitter (X), dass eine KI für die Veröffentlichung verantwortlich sei. Microsoft erklärte allerdings gegenüber The Verge, dass die Veröffentlichung auf einem menschlichen Fehler basiere und der Text nicht von einer "unbeaufsichtigten KI" freigegeben wurde.

Für Text soll Algorithmus verantwortlich sein

Vage bleibt allerdings, wer den Text letztlich geschrieben hat. Der Text sei "durch eine Kombination aus Algorithmentechnologien und menschlicher Prüfung" entstanden, und nicht mit Hilfe einer KI oder eines LLM (Large Language Model). Unklar ist, inwieweit sich die Algorithmen von anderen KI-Anwendungen unterscheiden – die Formulierung deutet an, dass der Text zumindest in Teilen nicht von menschlichen Autoren stammt.

Microsoft entließ 2020 zahlreiche Journalisten bei MSN und setzte künstliche Intelligenz für die Berichterstattung ein. Dies dürfte bei einigen zu der Annahme geführt haben, dass auch im Fall der Tafelempfehlung eine KI Urheber des Artikels sei.


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