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In einigen Jahren: Elon Musk erwartet Rechenzentren im All mit 1 Terawatt

Elon Musk macht große Ankündigungen zu Weltraumrechenzentren. Bald seien diese günstiger als auf der Erde – und bräuchten viele Starship -Starts.
/ Johannes Hiltscher
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Elon Musk demonstriert, wie ein Massentreiber auf dem Mond KI-Satelliten ins All schießt: shooom, shooom! (Bild: Cheeky Pint Podcast)
Elon Musk demonstriert, wie ein Massentreiber auf dem Mond KI-Satelliten ins All schießt: shooom, shooom! Bild: Cheeky Pint Podcast
Inhalt
  1. In einigen Jahren: Elon Musk erwartet Rechenzentren im All mit 1 Terawatt
  2. Der Autor meint: Musks Träume sind abgehoben, Rechenzentren bleiben am Boden

Elon Musk hat im Podcast Cheeky Pint über seine Erwartungen bezüglich KI-Rechenzentren im All gesprochen(öffnet im neuen Fenster) . In weniger als drei Jahren, so Musk, werde es günstiger sein, dort ein Rechenzentrum zu bauen als auf der Erde. In fünf Jahren rechnet er mit einem Zubau von mehreren Hundert Gigawatt jährlich, dafür seien rund 10.000 Starts des Starship erforderlich. Bis zu 1 Terawatt pro Jahr hält Musk für machbar, dann werde es schwierig, Treibstoff zu bekommen.

Die Hosts Dwarkesh Patel und Stripe-Mitgründer John Collison fragten hier kritisch nach. Auf Patels Frage, wo denn die Chips herkommen sollen, die sich mit so viel Energie betreiben ließen, antwortete Musk: "Ich denke, wir werden einige sehr große Halbleiterfabriken brauchen" . Wer die bauen soll, wird nicht ganz klar, Musk scheint sie aber grundsätzlich selbst bauen zu wollen, wie bereits einmal erwähnt .

Er sagte, dass das auch ohne einen Partner wie TSMC funktionieren könne. Wichtiger seien die Maschinen, den Rest werde man schon austüfteln. Er glaube nicht, dass es dafür einen Doktorgrad brauche. Patel und Collison hätten schließlich auch keinen und dennoch einiges geschafft.

Auf der Erde dauert alles zu lange

Musks Kernargument und das anderer Befürworter von Rechenzentren im All ist, dass dort die Energieversorgung einfacher und günstiger sei. Musk betonte das mehrmals, durch ein Verlassen der Erde lasse sich zudem mehr Sonnenenergie nutzen als auf der Erde allein.

Auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn(öffnet im neuen Fenster) können Satelliten permanent durch Solarzellen mit Strom versorgt werden, mit höherer Ausbeute als auf der Erde und ohne Bedarf für Stromspeicher. Laut Musk lässt sich auf der Erde nicht so viel Energie bereitstellen, wie er an Rechenzentrumskapazität plant. Gasturbinen seien auf Jahre ausverkauft .

Auf Patels Nachfrage, warum die Solarzellen nicht einfach auf der Erde installiert werden können, nannte Musk Donald Trumps "gigantische" Zölle als Problem. Die würden den Import von Modulen aus China verteuern. Musk sprach aber noch einen anderen Punkt an: Der Bauprozess auf der Erde dauere ihm schlicht zu lang. Im All hingegen müsse weder Land gekauft noch eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Doch Musks Prognose beruht auf optimistischen Angaben.


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