In eigener Sache: Experimentelle Autorenplattform mit Aussicht auf Erfolg

Blogger und andere Autoren könnten ihre Inhalte auf Golem.de veröffentlichen, schrieben wir vor wenigen Monaten. Es sollte ein Experiment werden. Es ist immer noch eins, aber schon jetzt erfolgreicher als erwartet.

Artikel veröffentlicht am ,
In eigener Sache: Experimentelle Autorenplattform mit Aussicht auf Erfolg
(Bild: Golem.de)

Als wir vor knapp drei Monaten ankündigten, Golem.de als Plattform für Blogger und freie Autoren zu öffnen, waren wir überrascht über die große Resonanz. Einige Medien freuten sich über unseren Mut, ein zeitgemäßes Modell des Publizierens auszuprobieren, andere kritisierten unser Honorarmodell, nach dem Autoren am Erfolg ihres Beitrages ebenso wie am Risiko beteiligt werden. Durch eine Bezahlung nach Klickzahlen würden nur noch besonders populäre Themen behandelt, war die Befürchtung.

Inhalt:
  1. In eigener Sache: Experimentelle Autorenplattform mit Aussicht auf Erfolg
  2. Transparenz

Das hat sich nicht bewahrheitet. Seit der Ankündigung haben uns Blogger und freie Autoren fast 200 Texte und Artikelvorschläge zugesandt, von denen sich nur wenige mit populären Themen beschäftigten. Sie lieferten vielmehr Einsichten, die wir ohne externe Autoren unseren Lesern nicht hätten bieten können, und waren deshalb interessant für Golem.de.

Ein Beispiel ist der Artikel von Michael Hengst mit dem Titel Habe eine Idee und brauche 2 Millionen Euro. Er beschreibt, wie es Spieleentwicklern gelingen kann, ihre Produkte zu vermarkten. In der ersten Veröffentlichungswoche wurde der Beitrag mehr als 110.000-mal abgerufen - ein überdurchschnittlich gut gelesener Artikel zu einem sehr speziellen Thema. Noch besser gelesen wurde der Hintergrundtext Verschlüsselung: Was noch sicher ist von Hanno Böck, der als erster und bisher einziger freier Autor auf Golem.de ein vierstelliges Honorar erhalten konnte: In der ersten Woche erreichte der Text mehr als 600.000 Artikelabrufe.

Auch der Artikel Wie wir die Gefahr aus dem All bannen können des Astronomen und Bloggers Florian Freistetter hatte vier Wochen nach seiner Veröffentlichung mehrere zehntausend Abrufe. Darin beschreibt der Autor, mit welchen Mitteln drohende Asteroideneinschläge abgewendet werden können.

Nicht alle Artikel können veröffentlicht werden

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Viele Artikel, die uns zugesandt wurden, konnten wir nicht publizieren. Es tat uns besonders leid, wenn sich Blogger die Mühe gemacht hatten, schon einen Text auszuformulieren und wir diesen trotzdem ablehnen mussten. In manchen ging es um Themen, die wir selbst bereits ausreichend abdecken, andere behandelten Themen, die in das Spektrum von Golem.de, das sich an IT-Profis richtet, nicht passten. Wieder andere waren zu oberflächlich aufgeschrieben oder genügten unseren journalistischen Ansprüchen nicht. Einige Texte waren es uns aber auch wert, viel Aufwand hineinzustecken und sie gemeinsam mit dem Autor für Golem.de tauglich zu machen.

Wie zum Beispiel der Artikel Kein Jailbreak für iOS 7? von Wolfgang Plank. Der Beitrag wurde vor der Veröffentlichung mehrmals überarbeitet, bis der Autor und wir mit dem Text einverstanden waren. Es hat sich gelohnt. Der Beitrag wurde mehr als 80.000-mal abgerufen. Der Autor erhielt das Dreifache des vereinbarten Mindesthonorars.

Kein Autor geht leer aus

Kein Autor arbeitet umsonst. Die Kritik an unserem Modell, Texte würden nur nach Klickzahlen honoriert, ist nicht gerechtfertigt. Wir vereinbaren mit dem Autor ein Grundhonorar. Dabei orientieren wir uns an den von uns erwarteten Abrufzahlen, dem Rechercheaufwand des Autors, der Textlänge und der von uns investierten Redigierarbeit. Durch unsere 16-jährige Erfahrung mit Beiträgen auf Golem.de können wir einschätzen, wie gut der Beitrag gelesen wird. Gleichzeitig schlagen wir dem Autor eine alternative Vergütung, abhängig vom Erfolg seines Artikels, vor.

Aufgrund der verschiedenen Faktoren, die das Honorar beeinflussen, ist das Modell nicht immer einfach zu vermitteln. Sogar innerhalb der Redaktion gab es manchmal Missverständnisse. Aber je mehr wir damit arbeiten, desto eindeutiger zeichnet sich ab, in welche Richtung das Modell geht: ein Mindesthonorar, das wir individuell mit dem Autor aushandeln, und ein alternatives Honorar nach Abrufzahlen, bei dessen Höhe die erwarteten Abrufzahlen, aber auch der von uns geleistete Aufwand eine Rolle spielen.

Wir haben bisher mit jedem Blogger und freien Autor eine passende Regelung gefunden. Das wollen wir beibehalten, auch wenn es aufwendiger ist, als dem Verfasser ein Fixhonorar anzubieten. Denn am Ende waren beide Seiten mit dem Modell zufrieden. Das ist uns wichtig, denn wir möchten ja, dass gute Autoren gerne weiter für uns schreiben und nicht von einem niedrigen Honorar abgeschreckt werden.

Ist der Text fertig bearbeitet und vom Verfasser freigegeben worden, wird der Artikel bei uns veröffentlicht. Eine Woche lang beobachten wir die Abrufzahlen. Auch der Autor kann selbst die Abrufzahlen verfolgen.

Transparenz 
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  3.  


Anonymer Nutzer 26. Sep 2013

Stimme ich zu, mir gefällt die Idee. Oder auch Kontaktmöglichkeit zu Autoren, wenn ein...

JackReaper 25. Sep 2013

Im Titel steht es ja schon, dass ich die Aufrufzahlen als weniger präzise betrachte als...

Delphino 25. Sep 2013

Das ist doch mal eine Aussage :) Da bin ich mal gespannt, vielen Dank :)

Anonymer Nutzer 25. Sep 2013

Nicht von mir! :-)

Anonymer Nutzer 24. Sep 2013

Hallo, Ich fände es interessant zu sehen welche Artikel nicht veröffentlich wurden...



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