Abo
  • Services:

In der Zuliefererkette: Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben

Bei Zuliefererbetrieben in Malaysia sollen nepalesische Arbeiter, die Elektrogeräte für Samsung und Panasonic bauen, um Lohn betrogen und zu langer Arbeit gezwungen worden sein. Auch Todesdrohungen sollen gefallen sein. Die beiden Hersteller haben Untersuchungen gestartet.

Artikel veröffentlicht am ,
Arbeiterin in einer indonesischen Samsung-Fabrik.
Arbeiterin in einer indonesischen Samsung-Fabrik. (Bild: Dimas Ardian/Getty Images)

In Zuliefererbetrieben für Samsung und Panasonic in Malaysia sollen Gastarbeiter aus Nepal systematisch schlecht behandelt worden sein. Dies berichtet die britische Tageszeitung The Guardian, die dazu 30 nepalesische Arbeiter befragt haben. Die Angaben zu den Arbeitsbedingungen decken sich dabei. Die Arbeiter stellten für die Unternehmen unter anderem Mikrowellenöfen her.

Pässe wurden den Arbeitern abgenommen

Stellenmarkt
  1. rocon Rohrbach EDV-Consulting GmbH, Mainz
  2. über experteer GmbH, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München, deutschlandweit

Ein kleiner Teil der Arbeiter arbeitete direkt für Samsung, der Rest war bei lokalen Zeitarbeitsfirmen angestellt. Die Arbeiter berichten davon, dass ihnen nach ihrer Ankunft zunächst die Pässe abgenommen wurden, damit sie nicht vorzeitig nach Hause zurückkehren können. Diese Praxis ist nach malaysischem Recht verboten.

Die Bezahlung lag nach Angabe von Arbeitern, die für Panasonic Geräte herstellten, mit 700 Ringgit nur bei der Hälfte des versprochenen Betrages. Umgerechnet sind das 150 Euro. Bei der Anwerbung in Nepal mussten die Arbeiter umgerechnet bis zu 1.000 Euro Anwerbegebühren zahlen, obwohl nach nepalesischem Recht nur maximal 86 Euro berechnet werden dürfen. Die Arbeiter haben auch nur eine Quittung über den niedrigeren Betrag erhalten.

Arbeitgeber drohte mit Beerdigung

In Malaysia mussten die Arbeiter bis zu 14 Stunden am Tag arbeiten, ohne adäquate Pausen machen zu können. Auch Toilettenpausen soll es zu wenige gegeben haben. Ein Arbeiter bei einem Samsung-Zulieferer berichtet darüber, dass ihm bei vorzeitiger Rückkehr nach Nepal eine Beerdigung in Malaysia angedroht worden sein soll.

Samsung soll dem Guardian zufolge mittlerweile Überprüfungen der Produktionsstätten vor Ort eingeleitet haben. Beim Einstellungsprozess hat der südkoreanische Hersteller einem Sprecher zufolge keine Unregelmäßigkeiten feststellen können.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

DrWatson 23. Nov 2016

Wenn man die Fakten ansieht, dann ist das in den letzten 2 Jahren tatsächlich so wie du...

Delvend 23. Nov 2016

Gelesen an meinen zwei Samsung Monitoren ;)

tg-- 22. Nov 2016

"Gastarbeiter aus Nepal" ist nur ein billiger Euphemismus - diese Menschen sind Sklaven...

cyzz 22. Nov 2016

boah!


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay

Gameplay von den Spielen Monster Hunter World und Monster Hunter Generations Ultimate, das im Splittscreen verglichen wird.

Monster Hunter World vs Generations Ultimate Gameplay Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /