Volkswagen mit interessanten Ideen
Als letzten Hersteller haben wir uns Volkswagen und sein vernetztes In-Car-System angesehen. Wie Audi bietet VW bei den drei QNX-basierten Car-Entertainment-Systemen Composition Media, Discover Media und Discover Pro die Kombination aus eigenen Anwendungen sowie Android Auto und Carplay an. Zusätzlich unterstützen diese drei Systeme auch Mirrorlink, einen bereits älteren und ursprünglich von Nokia entwickelten Standard zur Spiegelung von Smartphone-Inhalten auf den Monitor des In-Car-Systems.
Zu den eigenen Diensten, Car Net genannt, zählen Wetter- und Verkehrsinformationen, eine POI-, Tankstellen- und Parkplatzsuche sowie Google Earth und Google Street View. Sind ein Android-Smartphone oder ein iPhone angeschlossen, lassen sich die bekannten Android-Auto- und Carplay-Apps über den Bildschirm des Entertainmentsystems nutzen - also beispielsweise aus dem Streaming-Bereich.
Auch Mirrorlink wird unterstützt
Für Mirrorlink hat VW einige eigene Apps entwickelt: Mit Drive & Track können Fahrer ihre Touren aufzeichnen, My Guide schlägt Ziele in der Umgebung vor. Der ThinkBlue Trainer gibt Hinweise, wie das Fahrzeug effizienter gefahren werden kann. Auch Fremdhersteller bieten Mirrorlink-kompatible Apps an, beispielsweise Glympse.
Wie Daimler nutzt auch Volkswagen mit e-Remote die Möglichkeit, den Wagen aus der Ferne zu bedienen. Hierzu zählen das Öffnen der Türen und Fenster und das Einschalten der Klimaanlage oder Heizung. Auch ist es möglich, technische Daten des Fahrzeugs abzufragen - bei Elektroautos etwa den Batteriestand.
Das schalterlose Auto
Dank der Öffnung gegenüber Android Auto, Carplay und sogar Mirrorlink ist Volkswagens Car-Entertainment-System sehr vielseitig. Noch interessanter sind allerdings die Ideen, die VW für das In-Car-Entertainment in künftigen Modellen hat. Das haben wir uns im Golf R Touch zeigen lassen, einem Prototyp/Show-Wagen, in den die Entwicklungsabteilung Volkswagens alle Ideen einbaut, die sie für zukunftsweisend hält.
Wie der Namenszusatz "Touch" bereits andeutet, setzt VW in seinem Zukunftskonzept auf ein Cockpit mit so wenig Knöpfen und Schaltern wie möglich. Stattdessen werden Eingaben auf einem großen Touchscreen in der Mitte des Cockpits eingegeben, der fast doppelt so groß wie der bisher größte VW-Screen ist. Darunter befindet sich ein weiterer Bildschirm, der kontextabhängig weitere Schaltflächen anzeigt.
Adaptiver Zusatzbildschirm mit haptischem Feedback
Spielt der Fahrer etwa ein Musikstück ab, kann er über den kleineren Zusatzbildschirm direkt die Titel wechseln. Im Hauptmenü lässt sich die Klimaanlage regulieren. Den VW-Technikern ist bewusst, dass das Fehlen von Schaltern zu einem Fehlen von ertastbaren Bedienelementen führt - der Fahrer müsste also auf das Display schauen, wenn er die Einstellungen verändern möchte.
Um dies zu verhindern, verfügt das untere Display über haptisches Feedback: Bewegen wir den Finger über die einzelnen Schaltflächen, spüren wir beim Wechsel ein leichtes Vibrieren; eine Aktion wird durch das Auflegen des Fingers noch nicht ausgelöst. Wollen wir eine Aktion auswählen, drücken wir fester auf den Bildschirm. Auf diese Weise hat VW das Cockpit tatsächlich merklich verschlankt, ohne dass die Funktionalität darunter leidet.
Den Anspruch eines "cleanen" Cockpits hat VW auch beim Hauptbildschirm verwirklicht: Beschriftungen und Bedienelemente sind solange ausgeblendet, bis sich ein Finger dem Bildschirm nähert. Dann erscheinen grundlegende Beschriftungen und Elemente. Bewegen wir den Finger auf diese zu, kommen ab einer gewissen Entfernung weitere Details hinzu.
Fortgeschrittene Gestensteuerung
Neben anderen Spielereien wie einer komplett selbst anpassbaren Cockpit-Beleuchtung hat VW in sein Testauto auch eine Gestensteuerung eingebaut. Diese geht weiter als die von BMW und ermöglicht es unter anderem, per Handbewegungen das Schiebedach und die Fenster zu öffnen. In der Praxis funktioniert das sehr gut.
Bei vielen der im Showcar gezeigten Funktionen ist aktuell noch unklar, wann sie in ein Serienfahrzeug kommen. Die Gestensteuerung allerdings soll bereits in der nächsten Golf-Generation eingebaut werden - im Rahmen welcher Ausstattungsvariante wurde uns nicht gesagt.
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@donadi: Albumcover und weitere Infos werden heute schon angezeigt.
Tja, das waren noch Zeiten, wo man diversen Krempel einfach rauswerfen konnte oder bei...
Trotz der im Prospekt und im Web zugesagten Nutzung des Displays des CDR 600, verweigert...
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