BMW setzt auf eigenes System
Was Internetdienste und vernetzte Apps angeht, setzt BMW komplett auf sein eigenes System. Um Apps nutzen zu können, müssen Käufer allerdings die Sonderoption "Connected Drive Services" zusätzlich zu bestimmten Navigationssystemen beziehen. Dann können Apps wie Spotify, Deezer, Audible, Amazon Music oder auch Twitter direkt auf dem Display auf dem Armaturenbrett genutzt werden. Auch die Google-Dienste inklusive der Internetsuche stehen zur Verfügung. Die Verbindung kann über eine fest in das Auto eingebaute SIM-Karte hergestellt werden, dann braucht der Fahrer nicht einmal mehr sein Smartphone zu koppeln.
Zusätzlich gibt es BMW-eigene Apps, wie beispielsweise einen Kalender, eine Nachrichten-App und Office-Anwendungen. Einige Apps wie etwa das Fahrtenbuch kosten zusätzliche Gebühren, die - im Falle des Fahrtenbuches - im Jahr über 100 Euro betragen können. Das Navigationssystem von BMW ist übersichtlich und bietet dank der Internetverbindung Echtzeit-Verkehrsinformationen zu Staus, Sperrungen und Unfällen.
Touch-Bedienung im 7er BMW
Im neuen 7er BMW kann das Navigationssystem per Touch-Gesten direkt auf dem Display, per iDrive-Controller oder mit den Tasten am Lenkrad bedient werden. Das System ist recht verschachtelt aufgebaut, lässt sich aber dennoch zügig bedienen. Die Oberseite des iDrive-Controllers beinhaltet zudem ein Touchpad, über das auch Buchstaben direkt mit dem Finger eingegeben werden können. Bei der Adresseingabe mit automatischer Vervollständigung mag das praktisch sein, für SMS-Texte empfinden wir diese Möglichkeit der Texteingabe als etwas zu langwierig.
Als neue Bedienungsmöglichkeit hat BMW im neuen 7er eine Gestensteuerung verbaut. Über diese lassen sich beispielsweise per Wischbewegungen im mittleren Bereich des Cockpits Anrufe annehmen oder ablehnen, ohne dass eines der herkömmlichen Bedienelemente verwendet werden muss. Auch die Musikwiedergabe lässt sich jetzt mit Gesten steuern: Wischbewegungen wählen den nächsten oder vorherigen Titel an, eine Drehbewegung mit dem Zeigefinger im Uhrzeigersinn erhöht die Lautstärke. Dreht der Fahrer seinen Finger entgegen dem Uhrzeigersinn, wird die Musik leiser.
Diese Gesten funktionieren überraschend zuverlässig, wie wir im neuen 7er feststellen konnten. Dadurch kann der Fahrer bestimmte Funktionen des Autos bedienen, ohne von der Fahrbahn aufschauen zu müssen. Das war bisher durchaus auch mit den Knöpfen am Lenkrad möglich, mittlerweile wirken allerdings viele Lenkräder dermaßen überfrachtet, dass eine Verlagerung auf eine sinnvolle und funktionierende Gestensteuerung durchaus wünschenswert ist.
Insgesamt ist BMWs eigenes Connected-Drive-System verglichen mit den Systemen anderer Hersteller äußerst weit entwickelt, was die Auswahl an Anwendungen und den Bedienungskomfort betrifft. Das muss es allerdings auch sein, offeriert der Hersteller doch keine Möglichkeit, Android Auto oder Carplay zu nutzen. Laut eigener Aussage sieht BMW dazu keine Notwendigkeit, da die eigenen Anwendungen besser seien. Dennoch dürften sowohl Android Auto als auch Carplay auf lange Sicht mehr Auswahl bieten - was natürlich nicht ausschließt, dass auch BMW sein App-Portfolio weiter aufstockt.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Kia wechselt per Knopfdruck zum Smartphone-System | Auswahl bei Audi |










@donadi: Albumcover und weitere Infos werden heute schon angezeigt.
Tja, das waren noch Zeiten, wo man diversen Krempel einfach rauswerfen konnte oder bei...
Trotz der im Prospekt und im Web zugesagten Nutzung des Displays des CDR 600, verweigert...
Ob jemand vom Smartphone oder vom völlig überladenden Infotainmentsystem des Autos...