Abo
  • Services:

In-Car-Entertainment: Mazda schließt drei Jahre alte Sicherheitslücke

Mazda hat eine Sicherheitslücke im eigenen In-Car-Entertainment-System nach drei Jahren geschlossen. Der Autobauer sieht darin kein Problem, Angriffe auf kritische Komponenten seien nicht möglich. Ein vor kurzem erschienenes Update soll das Problem beheben.

Artikel veröffentlicht am ,
Mazdas Entertainment-System hatte Sicherheitslücken.
Mazdas Entertainment-System hatte Sicherheitslücken. (Bild: Mazda)

Der Autohersteller Mazda hat nach mehreren Jahren eine Sicherheitslücke geschlossen, die eine Modifikation des Entertainment-Systems über einen USB-Stick ermöglicht. Ist ein bestimmtes Skript auf dem Stick vorhanden, wird dieses vom Entertainment-System automatisch ausgeführt, nachdem der Stick eingesteckt wird. Bastler hatten unter Ausnutzung der Sicherheitslücke das Tool MZD-AIO-TI (Mazda All In One Tweaks Installer) entwickelt, außerdem lassen sich zahlreiche Unix-Befehle ausführen.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Nach Angaben des Hackers Jay Turla wurden die Probleme bereits im Jahr 2014 entdeckt, ein Firmware-Update von Mazda erfolgte jedoch erst vor kurzem. Turla selbst begann, seinen eigenen Mazda zu untersuchen, und dokumentiert die Ergebnisse seiner Arbeit in einem Github-Verzeichnis.

Mit einem entsprechend präparierten USB-Stick lasse sich fast beliebiger Code ausführen, als Beispiel führt Turla den Befehl uname -a aus, die entsprechende Ausgabe wird auf dem Entertainment-System angezeigt. Es soll ebenfalls möglich sein, den in früheren Firmware-Updates deaktivierten Support für SSH-Verbindungen wieder zu aktivieren. Eine Interaktion des Nutzers ist dabei nicht erforderlich, denkbar wäre also, einer Person einen USB-Stick mitzugeben, auf dem sich vermeintlich Musikdateien für die Autofahrt befinden.

Bastelsystem ist verfügbar

Andere Modder nutzen die Sicherheitslücken aus, um das Mazda-System nach eigenen Vorstellungen anzupassen. Dabei gibt es dann einen Vidoeplayer mit der Möglichkeit, lokale Dateien abzuspielen oder ein Screencapture des Onboard-Entertainment-Systems durchzuführen. Auch ein lokaler SSH-Server mit voreingestelltem, einheitlichem Passwort ist vorhanden. Das modifzierte System basiert auf dem Electron-Framework.

Mazda selbst geht nicht davon aus, dass die Probleme in dem System für bösartige Angriffe ausgenutzt werden können. In einem Statement bei Bleeping Computers teilt das Unternehmen mit: "Mazda Connect kontrolliert eine sehr begrenzte Zahl von Funktionen in Mazda-Fahrzeugen und kann nicht aus der Ferne über das WLAN-Signal erreicht werden." Der Zugriff über den USB-Stick könne also nur geringen Schaden anrichten. Zu den über Connect erreichbaren Funktionen gehört nach Angaben von Mazda Keyless Entry, die auf dem Active-Driving-Display angezeigten Informationen, etwa wenn der Spurwechselassistent aktiv ist, und andere. Ein Zugriff auf die Steuerung, Beschleunigung oder die Bremsen sei nicht möglich.

Das Mazda Connect-System ist in den Fahrzeugen mit den Nummern CX-3, CX-5, CX-7, CX-9, dem Mazda2, Mazda3, Mazda6 und dem Mazda MX-5 vorhanden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

ptepic 17. Jun 2017

Ließt eigentlich niemand die Artikel zu Ende? Beeinträchtigung von Anzeigen eines...

Hanson 16. Jun 2017

Habe es nun endlich auch im neuen Auto und finde das System eigentlich ganz gut. Der...

ArcherV 16. Jun 2017

Nein. Nur weil man ein Cabrio möchte muss man nicht jemand sein der "Fahrspaß" (aka...

Hypfer 16. Jun 2017

Wo genau ist jetzt das Problem? Wieso wurde das geschlossen? Das macht das Auto doch 100x...


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1

Im ersten Teil unseres Livestreams erklären wir alle neuen Mechaniken von Ravnica Allegiance.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1 Video aufrufen
Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

    •  /