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In-App-Verkäufe: Eltern erheben Sammelklage gegen Google

Nachdem Apple seine Sammelklage wegen der Umsätze mit Minderjährigen bereits beilegen konnte, ist in den USA jetzt eine ähnliche Klage gegen Google eingereicht worden.
/ Harald Weiss
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Bild: Screenshot Golem.de

Vor dem Distriktgericht in Nordkalifornien haben zwei Anwaltskanzleien eine Sammelklage gegen Google eingereicht. Sie vertritt Eltern, deren Kinder unautorisierte Einkäufe innerhalb von Apps getätigt haben, die von der Google-Play-Plattform heruntergeladen wurden. Dabei handelt es sich überwiegend um Spiele, die kostenlos oder äußerst billig sind, deren Nutzung aber teuer ist, da für den Betrieb Munition oder anderes virtuelles Versorgungsmaterial angeschafft werden muss. "Viele Spiele sind so beschaffen, dass sie absichtlich süchtig machen und sie zielen damit vor allem auf Kinder und Jugendliche", heißt es in der Klageschrift(öffnet im neuen Fenster). Viele der getätigten Ausgaben waren über 100 Dollar.

Zwar verlangt Google bei jedem Einkauf innerhalb einer App erneut die Eingabe des Passwortes, doch diese Autorisierung bleibt für 30 Minuten bestehen – genug Zeit also, in der die Kinder ihre Einkäufe erledigen können.

"Google erreicht damit Millionen-Umsätze", so die Anwälte. Hierfür fordern sie jetzt eine Entschädigung in einer noch nicht genannten Höhe.

Apple: Mindestens 32,5 Millionen Dollar Erstattung

Der Fall folgt einer ähnlichen Sammelklage gegen Apple, bei der sich das Unternehmen im Februar 2013 mit den Klägern vergleichen konnte. Damals versprach Apple, alle Betroffenen voll zu entschädigen – sofern sie sich bei Apple melden. Der US-Handelsaufsicht FTC reichte dieser Vergleich aber nicht und ordnete im Januar an(öffnet im neuen Fenster), dass Apple auf jeden Fall 32,5 Millionen Dollar zahlen muss. Sollten also die angemeldeten Rückforderungen seitens der User insgesamt weniger als 32,5 Millionen ausmachen, so geht der Restbetrag in Form einer Bußgeldzahlung an die Staatskasse.


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