In-App-Käufe: Amazon will Kunden ungewollte Kosten zurückzahlen
Amazon(öffnet im neuen Fenster) hat sich mit der US-Verbraucherschutzbehörde FTC (Federal Trade Commission) auf eine Rückerstattung von durch Kinder verursachte In-App-Käufe geeinigt. Vorausgegangen ist ein zweieinhalbjähriger Rechtsstreit, der durch die Einigung beendet wird. Die Einigung gilt für die USA.
Über 70 Millionen US-Dollar erstattungsfähig
Insgesamt geht es um mögliche Rückerstattungskosten von über 70 Millionen US-Dollar, die durch Zusatzkäufe in Apps verursacht wurden. Amazon hatte es versäumt, bei über seinen eigenen Appstore vertriebenen Anwendungen auf mögliche Zusatzkosten hinzuweisen. Dadurch passierte es häufig, dass Kinder in Spielen auf Zusatzinhalte klickten und nicht merkten, dass Kosten entstanden.
Diese Kosten wurden den Eltern erst später klar, eine Rückerstattung war bisher nicht möglich. Ein Gericht in den USA hatte im April 2016 entschieden, dass Amazon die Kosten zurückerstatten muss, das Unternehmen hatte allerdings Berufung eingelegt.
Auch die FTC hatte das Urteil angefochten, da darin nicht festgehalten wurde, dass Amazon künftig derartige In-App-Käufe unterbinden solle. Mit der jetzt erfolgten außergerichtlichen Einigung ziehen beide Parteien ihre Berufungen zurück. Das Rückerstattungsprogramm wird durch Amazon durchgeführt, Informationen diesbezüglich sollen in Kürze veröffentlicht werden. Erstattungsfähig sind Kosten, die im Zeitraum zwischen November 2011 und Mai 2016 entstanden sind.
Auch Google und Apple mussten In-App-Käufe erstatten
Vor Amazon haben bereits Google und Apple einer Rückerstattung von In-App-Käufen zugestimmt. Google hatte sich im September 2014 bereiterklärt, insgesamt 19 Millionen US-Dollar zurückzuzahlen. Apple sollte 32,5 Millionen US-Dollar erstatten.
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