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In-App-Käufe: Amazon muss Eltern entschädigen

Amazon muss etliche Eltern für von ihren Kindern getätigte In-App-Käufe entschädigen. Das entschied ein Gericht und lehnte eine Auszahlung in Form von Gutscheinen ausdrücklich ab.

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Amazons In-App-Bestellung war nicht genug abgesichert.
Amazons In-App-Bestellung war nicht genug abgesichert. (Bild: Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images)

Ein langjähriges Beschwerdeverfahren geht zu Ende. Amazon muss Eltern entschädigen, weil es viele Jahre nicht möglich war, In-App-Käufe von Kindern zu unterbinden. Dies entschied ein Gericht im US-Bundesstaat Washington in Seattle, am Stammsitz von Amazon, berichtet Reuters. Die Federal Trade Commission hatte Amazon im Juli 2014 verkagt, weil das Unternehmen keinen ausreichenden Schutz in ihrem App-Shop implementiert hatte, um In-App-Käufe durch Kinder zu verhindern. Damit soll Amazon 86 Millionen US-Dollar eingenommen haben.

Versehentliche Einkäufe waren ein Problem

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In der Klage ging es um den Zeitraum von 2011 bis 2014. In dieser Zeit konnten Kinder viel zu leicht kostenpflichtige In-App-Käufer tätigen, ohne zuvor die Genehmigung der Eltern einzuholen. Für In-App-Käufe gab es keine Sicherheitsabfrage, erst seit 2014 gab es dann eine Option, alle In-App-Käufe zu blockieren, damit Kinder keine versehentlichen Käufe mehr tätigen können. Nun haben betroffene Eltern die Möglichkeit, entstandene Bezahlungen von Amazon zurückzuverlangen.

Dabei hat der zuständige Richter das Ansinnen von Amazon zurückgewiesen, die Entschädigungszahlungen in Form von Amazon-Gutscheinen auszuzahlen. Als Grund nannte er, dass Amazon damit die Entschädigungszahlungen wieder zu Einnahmen machen würde, weil die Eltern die Gutscheine bei Amazon verwenden müssten. Amazon muss mit den Erstattungen im Januar 2017 beginnen. Betroffene Kunden können diese dann bis Ende Dezember 2017 einfordern.

Auch Apple und Google waren dran

Bei der Klage ging es um Fire-Tablets und Amazons eigenen App-Shop, der auf den Geräten läuft. Die Fire-Tablets sind an sich Android-kompatibel, aber Googles Play Store ist nicht vorinstalliert, so dass der Bezug von Apps nur über Amazons eigenes Ökosystem möglich ist.

Auch Apple und Google wurden wegen zu leichter Buchung von In-App-Käufen verfolgt. Google musste Entschädigungen in Höhe von mindestens 19 Millionen US-Dollar zahlen, bei Apple waren es mindestens 32,5 Millionen US-Dollar. Seitdem haben alle drei Unternehmen ihre Modalitäten bei In-App-Käufen geändert, so dass solche Käufe nicht mehr ohne Weiteres möglich sind. Nutzer müssen dann auf jeden Fall das betreffende Kennwort eingeben, um einen Kauf durchzuführen.



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robinx999 14. Nov 2016

Wo habe ich denn Pauschalisiert? Und das meiste ist hier ja sogar schon reguliert. Wobei...

Anonymer Nutzer 14. Nov 2016

Also wenn man sich die Preise anschaut dann ist Abzocke noch ein freundliches Wort. Vor...

Prinzeumel 14. Nov 2016

Aufsichtspflicht heist nicht seinem kind 24/7 zu widmen. Ganz im Gegenteil damit würde...

My1 13. Nov 2016

die eine "Kindersicherung" im appstore haben? ich dachte das das auch schon vor 2k14 der...


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