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IMSI Privacy:
5G macht IMSI-Catcher wertlos

Weil die IMSI-Nummer verschlüsselt wird, kann künftig nur noch der Netzbetreiber wissen, wer gerade im Netz eingeloggt ist. Das wird Folgen haben für umstrittene Ermittlungsmethoden wie den IMSI-Catcher.
/ Hauke Gierow
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Ein IMSI-Catcher (Bild: 1971markus@wikipedia.de)
Ein IMSI-Catcher Bild: 1971markus@wikipedia.de / CC-BY-SA 4.0

IMSI-Catcher sind bei der Polizei ein beliebtes Ermittlungsinstrument. Mit Hilfe gefälschter Basisstationen, die in den USA meist als Stingray bezeichnet werden, können Telefongespräche oder SMS mitgelesen werden oder alle Anschlussinhaber ermittelt werden. Entsprechende Geräte werden zum Beispiel bei Demonstrationen immer wieder eingesetzt, um Teilnehmer festzustellen. Über die Abfrage der IMSI-Nummer (International Mobile Subscriber Identity) - einer auf der Sim-Karte gespeicherten Nummer zur Identifikation der Nutzer beim Mobilfunkanbieter - kann so ermittelt werden, wer sich auf der Demonstration aufhält. Mit 5G wird das nicht mehr funktionieren.

Die Details zur neuen Mobilfunktechnologie 5G befinden sich gerade in der Endabstimmung zwischen Herstellern und Mobilfunkbetreibern. Auch im Bereich Security wird es zahlreiche Neuigkeiten geben, über die Golem.de am Rande der Sicherheitskonferenz Troopers in Heidelberg mit Stefan Schröder von der Deutschen Telekom sprach. Schröder sitzt für das Unternehmen in den Arbeitsgruppen des Standardisierungsgremiums 3GPP und ist auch für den Bereich Security verantwortlich.

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