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Impostor-Syndrom:
Hochstapler wider Willen

Menschen mit Impostor-Syndrom sind von ihrer eigenen Unfähigkeit überzeugt. Auswirkungen auf die Gesundheit und die Karriere sind vorprogrammiert – auch in der IT.
/ Andreas Schulte
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Zwei von fünf erfolgreichen Menschen stufen sich selbst als Hochstapler ein. (Bild: Juliane Gunardono/Golem.de)
Zwei von fünf erfolgreichen Menschen stufen sich selbst als Hochstapler ein. Bild: Juliane Gunardono/Golem.de

Erst Bluthochdruck, dann Magengeschwür, schließlich Burnout. Bis es dazu kam, hatte Michael Hegemann (Name von der Redaktion geändert) jahrelang jeden Morgen Angst, zur Arbeit zu gehen. "Ich dachte immer, ich kann nichts in meinem Job, und war sicher, dass man mich eines Tages als Scharlatan entlarven würde" , erzählt er von seiner Zeit als Webdesigner und Redakteur eines Internetportals.

Am regelmäßigen Lob seiner Teamleiter bezweifelte der Österreicher die Aufrichtigkeit. Persönliche Erfolge tat der 51-Jährige als glücklichen Zufall ab. Ständig lebte er in Furcht vor harscher Kritik an seinen – aus seiner Sicht – schlechten Leistungen. Mit Fleiß versuchte er, seine vermeintliche Unfähigkeit zu kaschieren. Ein paar Jahre lang wurschtelte er auf diese Weise im Job so vor sich hin, bis ihn im Jahr 2011 ein Burnout erwischte.

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