Impfzentren: Online-Portal für digitalen Impfnachweis gestartet

In Hamburg kann man sich selbst einen digitalen Impfnachweis ausstellen. Bei den Apotheken gab es am Dienstag stundenlange Ausfälle.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Covpass-App kann digitale Impfzertifikate importieren.
Die Covpass-App kann digitale Impfzertifikate importieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die digitalen Nachweise für Impfungen gegen Covid-19 lassen sich inzwischen auch online erstellen. So lässt sich über das Hamburger Portal Panex-impfzertifikat.de/ auf einfache Weise ein Impfzertifikat generieren. Die in einem Impfzentrum geimpften Personen müssen dazu lediglich ihre Personendaten sowie die Nummer der Impfbestätigung und die Chargenummer eingeben. Anschließend erhalten sie eine PDF-Datei mit dem zertifizierten QR-Code.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte bei der Vorstellung des digitalen Impfnachweises angekündigt, dass dies auch über Online-Portale möglich sein soll. Welche Bundesländer neben Hamburg schon diesen Service anbieten, ist unklar. Mehrere Länder wollen den Geimpften den QR-Code per Post zukommen lassen.

Neben den Impfzentren und Arztpraxen stellen auch Apotheken seit Montag digitale Impfnachweise aus. Dazu muss neben dem gelben Impfpass auch der Personalausweis vorgelegt werden. Allerdings gibt es weiterhin technische Probleme mit dem System. So soll am Dienstag fast den ganzen Tag über der Server des Robert Koch-Instituts (RKI) ausgefallen sein, an den das System der Apotheken angebunden ist.

Dennoch dürften in den ersten beiden Tagen von Apotheken schon Hunderttausende Impfnachweise ausgestellt worden sein. Ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) konnte auf Anfrage von Golem.de aber zunächst keine genaue Zahl der erstellten Nachweise angeben.

Beschwerden über technische Umsetzung

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Auf Twitter beklagte sich die Apothekenmitarbeiterin Samina Mir zudem über die technische Umsetzung des Zertifizierungsprozesses. So müssten beide Impfungen separat eingegeben werden, obwohl nur die zweite relevant sei. Es sei nicht möglich, falsche Angaben zu löschen oder zu korrigieren sowie Daten der zweiten Impfung von der ersten zu übernehmen.

Nach Angaben von Mir lief am Dienstag von 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr der Server des RKI nicht. Das wirke sich zudem auf die Abrechnungsfunktion der Software aus. Denn deren Zähler laufe auch dann weiter, wenn wegen der Serverprobleme kein PDF erstellt werden könne. Das heißt, jeder neue Eingabevorgang werde dadurch abgerechnet.

Dennoch verteidigte sie die Erstattungskosten in Höhe von 18 Euro für jedes erstellte Zertifikat. "Erklärt ihr UMSONST den Leuten wie diese App funktioniert? Wo man überhaupt Apps downloaden kann? 'junge Dame, könnten Sie das mal eben für mich machen?' 'Mein Code funktioniert nicht!' Service umsonst?", fragte Mir.

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Ebenfalls monierte Mir, dass es keine Möglichkeit gebe, die Echtheit der gedruckten Impfbescheinigung, beispielsweise im gelben Impfpass, zu überprüfen. "Uns wurde nichts an die Hand gegeben, woran wir ggf. eine Fälschung erkennen könnten", sagte Mir. Dem widersprach der ABDA-Sprecher auf Nachfrage von Golem.de. Die Apotheken hätten eine entsprechende Anleitung erhalten, um die vorgelegten Dokumente auf Vollständigkeit und Plausibilität zu prüfen. Das könne dazu führen, dass bei dem impfenden Arzt nachgefragt werde, wenn Auffälligkeiten festgestellt würden.

Nach Angaben Mirs ist noch nicht möglich, den Genesenenstatus von Corona-Infizierten zu bestätigen. Allerdings werde bei solchen Personen die erste Impfung als Zweitimpfung eingetragen, da bei diesen nur noch eine einzige Impfung erforderlich sei.

Die wichtigsten Fragen zum digitalen Impfnachweis haben wir in diesem Artikel beantwortet.

  • Mit der App Covpass-Check lassen sich digitale Impfnachweise überprüfen. (Screenshot: Golem.de)
  • Wenn die zweite Impfung weniger als 14 Tage zurückliegt, wird sie noch nicht als gültig akzeptiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Gültigkeit der Impfzertifikate wird ebenfalls überprüft. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur QR-Codes, die zu einem Impfzertifikat gehören, werden erkannt. (Screenshot: Golem.de)
Mit der App Covpass-Check lassen sich digitale Impfnachweise überprüfen. (Screenshot: Golem.de)

Nachtrag vom 16. Juni 2021, 14:51 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Vergütung der Apotheken offenbar senken. Je Zertifikat sollen von Juli an nur noch sechs Euro erstattet werden, sagte der CDU-Politiker nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch bei Beratungen mit seinen Länderkollegen. Die höhere Vergütung zu Beginn sollte demnach dazu dienen, Anlaufkosten etwa für Schulungen, IT-Ausstattung und Registrierungen zu finanzieren und an möglichst vielen Stellen ein Angebot für die Bürger zu schaffen. Die Zahlen der ersten zwei Tage in den Apotheken zeigten, dass dies gelungen sei.

Nachtrag vom 16. Juni 2021, 16:52 Uhr

Ein Sprecher der ABDA bestätigte am Mittwoch die Serverprobleme beim RKI: "Am Dienstag gab es vorübergehend Probleme bei der Zertifikatserstellung. Die massenhaften Anfragen hatten zu einer Überlastung des Zertifikatsservers beim RKI geführt. Inzwischen läuft die Ausstellung der Zertifikate in den Apotheken aber wieder reibungslos."

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PhelphePhirpht 28. Jun 2021

Schon cool aus seinem Elfenbeinturm auf andere herabzublicken, oder?

flasherle 17. Jun 2021

kann ich dir nicht sagen, bei uns muss ein geimpfter nicht mehr in quarantäne. da ist das...

treysis 17. Jun 2021

Jap. QR-Codes lassen sich nicht kopierschützen.

elf 16. Jun 2021

Ihr wart zu früh beim Impfen Ich habe meine Zweitimpfung am 11.6. in einem...

honk 16. Jun 2021

Sorry, aber den Depp nehme ich dem nicht mehr ab. So wie hier einzelne lobbygruppen...



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