IMHO: Valve, so geht es nicht weiter!

Massenvergewaltigung als Spielinhalt auf Steam? Klingt unglaublich, hat Valve aber lange nicht weiter gestört. Es wird Zeit, dass das Unternehmen lernt, die Gefühle seiner Kunden ernst zu nehmen!

Artikel von veröffentlicht am
Rape Day auf Steam
Rape Day auf Steam (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)

Seit 2003 gibt es Steam. Ich hätte erwartet, dass Valve in all den Jahren lernen würde, wie man eine Downloadplattform für Computerspiele seriös und unfallfrei betreibt. Dazu gehört, dass man den Kunden faire Preise und guten Service bietet, dass man die Technik im Griff hat und dass man seine Plattform nicht für die Verharmlosung von Fantasien über Massenvergewaltigungen missbrauchen lässt.

Genau das hat Valve aber zugelassen. Kurzzusammenfassung: Ein Entwickler hat seit Monaten auf Steam mit Bildern und Details ein Billigspiel namens Rape Day für April 2019 beworben, in dem Spieler Menschen töten und Frauen vergewaltigen müssen, wenn sie in der Handlung weiterkommen möchten. Das Ding will keine Kunst sein, Ironie ist nicht im Ansatz erkennbar und auch sonst gibt es selbst mit Anstrengung keine Möglichkeit, das irgendwie zu entschuldigen.

Rape Day war bis zuletzt einfach zu finden, es braucht nur wenige Klicks, um den Jugendschutz zu deaktivieren. Inzwischen taucht das Spiel zumindest in den deutschen Suchergebnissen von Steam nicht mehr auf. "Dieses Produkt steht in Ihrem Land derzeit nicht zur Verfügung", heißt es nun auf dem Portal. Valve hat sich in der Sache bislang nicht weiter öffentlich geäußert. Es ist unklar, ob es in den Massen an Billigspielen auf Steam noch ähnliche Machwerke gibt - überprüfen kann das letztlich nur Valve.

Ich finde Rape Day aus vielen Gründen verstörend. Zwei will ich hier nennen: Mich ärgert, dass Valve als ein in der Öffentlichkeit stehendes Unternehmen furchtbar fahrlässig mit einem derart sensiblen Thema umgeht - und so die gesamte Spieleszene in ein unverdient schlechtes Licht rückt.

Der andere und sehr viel wichtigere Grund ist, dass Valve genauso fahrlässig mit den Gefühlen von Gamern umgeht. Unter anderem auf Twitter finden sich ohne lange Suche viele Äußerungen von Spielern und Spielerinnen, die zutiefst entsetzt oder fassungslos darauf reagieren, dass selbst ein Unternehmen wie Valve sie vor derlei Gewaltfantasien nicht systematisch schützt. Ich wünsche mir, dass Valve möglichst rasch die Sensibilität entwickelt, auf normale menschliche Empfindungen die nötige Rücksicht zu nehmen!

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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Hut+Burger 04. Jun 2019

Die Sätze sind anders gemeint. Ob du sie absichtlich oder versehntlich falsch verstanden...

Clown 18. Mär 2019

"Zellen entsprechender Kreise"? wtf?

Clown 18. Mär 2019

Und was ist das "erträgliche Maß" und wer legt das fest? Und inwiefern berücksichtigen...

Anonymer Nutzer 14. Mär 2019

Welche Gesetze bricht dieses Spiel bitte!? Irgendwelche Paragrafen? Was für ein...



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