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IMHO: USB Typ C lieber heute als morgen

Wieder ein neuer USB-Stecker? Von wegen. Es gibt endlich den einen Stecker, der alle anderen ersetzen kann. Aber nur wenn die Anwender fast zwei jahrzehntealte Gewohnheiten hinter sich lassen, kann sich Typ C zum Nutzen aller schnell durchsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Links USB 3.1 Typ C, rechts Standard-A
Links USB 3.1 Typ C, rechts Standard-A (Bild: Intel)

Mein übernächstes Smartphone hat eine USB-Buchse mit dem neuen Typ C. Jede andere Verbindung erscheint jetzt kaum noch sinnvoll. Dass sich der verdrehsichere Stecker nicht schon an meinem nächsten Wischfernseher befindet, liegt nur daran, dass das neue Gerät gerade erst bestellt wurde und das vier Jahre alte Nexus One dringend ersetzen muss.

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Bei ebendiesem Telefon ist mir nach wenigen Tagen das Gerät mitsamt eingestecktem Kabel vom Tisch gefallen, genau auf den Stecker. Seitdem ist die Buchse äußert wacklig - aber sie funktioniert noch immer tadellos. Da haben die HTC-Entwickler, die das Nexus für Google gebaut haben, offenbar etwas sehr richtig konstruiert.

Vor solchen Schäden wird mich Typ C auch nicht bewahren können, aber vor dem Kabelsalat, den man als von Berufs wegen mit viel Technik reisender Mensch mit sich herumschleppen muss. Heute brauche ich für Notebook, Tablet und Smartphone jeweils mindestens ein eigenes Kabel, wenn nicht gar ein Netzteil. Immerhin: Für das Notebook habe ich mir als Zubehör ein Netzteil mit einem zusätzlichen USB Typ A gekauft, worüber auch das Telefon geladen werden kann. Das Tablet besteht aber auf einem proprietären Anschluss und lässt sich nur mit dem mitgelieferten Netzteil betanken. Das wiederum liefert gleich jenseits aller Spezifikationen 15 Watt, so dass ich um mein brühwarm werdendes Smartphone fürchte, wenn ich es damit lade. Am Notebook-Port wiederum ist das Akkufüllen einfach zu langsam, und auch dafür brauche ich noch ein Kabel von Typ A auf Micro-USB. Und daheim lauern noch ältere Geräte, die nach Mini-USB verlangen.

USB Typ C macht all das überflüssig: eine Art von Kabel, das je nach Gerät bis zu 100 Watt übertragen kann - und mit 10 Gigabit/s sogar mehr als mein Netzwerk oder die Flash-Speicher in den mobilen Geräten. Beide Werte werden zwar noch von keinem Produkt unterstützt, doch die Spezifikationen dafür existieren jetzt schon. Sofern das Gremium USB-IF sie endlich einmal strenger überwacht, bleibt alles mit Typ C auf viele Jahre kompatibel. An dieser mangelnden Kontrolle lag es nämlich bisher, dass man den großen Typ A verkehrt herum einstecken konnte: Eigentlich sollten die Stecker ein fühlbares Logo auf der "richtigen" Seite haben, was aber nicht immer der Fall ist. Also existieren einem alten Meme zufolge USB-Stecker noch immer im vierdimensionalen Raum.

Die ersten ein, zwei Jahre der Umstellung auf Typ C werden aber erst einmal mehr Kabelknäuel bedeuten, denn noch sind Adapter notwendig. Erst wenn am Notebook schon zwei Buchsen vom Typ C sitzen und der Rechner darüber auch geladen werden kann, bei gleichzeitigem Durchschleifen der Stromversorgung zum zweiten Port, ist schon mal ein Netzteil eingespart. Wenn dann ein neues Tablet auch noch mitspielt, brauche ich nur noch einen einzigen der Wandlerklötze. Und ohne Ersatzstrippen auch noch zwei Typ-C-Kabel, um Notebook und ein Mobilgerät gleichzeitig zu laden.

Anwender, die nicht nur jetzt bequem sind, sondern auch in ein paar Jahren mehr Komfort haben wollen, sollten also bei der Geräteauswahl auf Typ C achten. Es ist höchste Zeit dafür, denn das, was viele als "den normalen USB-Port" bezeichnen, ist schon vor ganzen 18 Jahren auf den Markt gekommen. USB Typ A, auch heute noch an jedem Computer zu finden, ist tatsächlich schon so alt.

Beim Blick hinter meinen Desktop-PC sehe ich nur noch drei Stecker, die seitdem überlebt haben: das dreipolige Kaltgerätekabel, der analoge Audioausgang und Ethernet. Immerhin Letzteres ist aber in dieser Zeit ohne mechanische Änderung zehnmal so schnell geworden. USB auch, aber "universell", wofür das U in USB steht, ist der Typ A schon lange nicht mehr, weil er für mobile Geräte schlicht zu dick ist und im Inneren zu viel Platz wegnimmt. Die Zeit für einen echten neuen universellen USB-Stecker ist schon lange gekommen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)



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Zazu42 30. Apr 2015

USB-A -> Hab ich im Einsatz (Alles mögliche) USB-B -> Hab ich im Einsatz (USB-Hub) USB-B...

immatoll 14. Aug 2014

Ändert dennoch nichts daran, dass Apple mit den "Thunderbolt"-Anschlüssen (von Intel...

Lala Satalin... 14. Aug 2014

Hast du ein Sony VPCF23Z1E? OO Mein Zenbook UX51VZ mit mehr Leistung hat nur ein 90 Watt...

Lala Satalin... 14. Aug 2014

Es heißt "StandarD"!

Sukram71 14. Aug 2014

Und verglichen mit den damals üblichen DIN, PS/2, parallelen und seriellen...


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