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Wir sind leider auch nur Nerds

Was hier vielleicht gut erkennbar ist, ist auch wieder das Definitionsproblem: Es wird gerne argumentiert, dass man diese Abweisungsfirewalls hat, um nur schon im Voraus kompatible Leute zu ziehen. Vermeintlich könnte man mehr tun, um Leute, die noch nicht kompatibel sind, kompatibler zu machen. Das stimmt, aber wir sind leider auch nur Nerds und daher nicht immer die sozial begabtesten Menschen aller Zeiten.

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Dies wird auch kritisiert, in dem Sinne, dass niemand aktiv auf einen Neuling zugeht und ihn in sein Projekt einbindet - leider ist dies auch meist nicht praktikabel. Die meisten Clubber haben wenige Projekte, die wirklich multitaskbar sind, und öfters gleicht der C4 auch eher einem Coworking-Space: Jeder macht sein Ding, und drumherum sind Leute, die ähnlich ticken, hin und wieder dafür bereitstehen, Ideen an ihnen zu reflektieren und generell für angenehme Atmosphäre sorgen.

Ich kann verstehen, dass kritisiert wird, dass es interne und intransparente Kommunikation gibt. Dennoch gibt es genug Gründe, interne Diskussionen zu führen, die nicht nach außen getragen werden müssen, weil sie halt nicht wirklich relevant sind. Im C4 sind Gäste beim Plenum toleriert, solange es nicht plötzlich um was extrem Sensibles wie Finanzen geht ("weghören bitte!").

Gebrannte Kinder

Das liest sich jetzt wie eine Entschuldigung. Vor allem soll es aber als Erklärung dienen, warum die CCC-nahen Hackspaces sich gerne so nach außen hin vermeintlich "feindlich" geben: Man hat es mit "gebrannten Kindern" zu tun, die schon oft genug mit dem "Feuer" von Fremden gespielt haben.

Teilweise führte das dazu, dass viele Mitglieder im C4 gar nicht mehr an das Telefon gingen, wenn es tagsüber klingelte (und tatsächlich wer da war), da die Wahrscheinlichkeit zu hoch war, dass Leute aus der Problemgruppe am Telefon waren und nicht einer der seltenen, positiven Fälle.

Wir vom C4 sind im letzten Quartal in die Heliosstr. 6a umgezogen und haben das Telefon noch gar nicht angeschlossen, und bisher wurde es auch noch nicht vermisst.

Dass es in Hackspaces, die nicht Teil des CCC sind, ähnlich abgeht, ist nicht weiter verwunderlich - schließlich orientieren sich nicht wenige davon daran, was die CCC-ErfAs vorgemacht haben. Nur leider fehlt dann oft der Hintergrund für Entscheidungen, weswegen die Vorwürfe von Elitarismus sehr leicht aufkommen können.

Was können wir verbessern?

Und hier noch meine Verbesserungsvorschläge, die ich jetzt auch mal in der nächsten Zeit implementieren werde und die andere gerne imitieren dürfen: 1. Eine Besucher-FAQ - "Dos" and "Don'ts" - auf die man als präventiv genervter Nerd erst mal verweisen kann. 2. Selbst versuchen, etwas freundlicher gegenüber potenzieller Kundschaft zu sein. 3. Mehr bei den Nicht-Integrierten nachfragen, welches "Programm" der C4 bieten könnte, um sie zu interessieren.

Der Artikel stammt von Tobias Wolter, Mitglied im Chaos Computer Club Köln. Der Text erschien zuerst in seinem Blog.

 IMHO: Über die Offenheit von Hack(er)spaces
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Endwickler 08. Jun 2012

Also macht BILD guten Journalismus? Der Artikel ist ein Blogtext, der sich eigentlch an...

marsupilami72 08. Jun 2012

Tja...bis eben wusste ich von euch auch nichts - dabei liegt mein Arbeitsplatz gerade...

fratze123 08. Jun 2012

:D

-horn- 08. Jun 2012

moien, das hat bei mir eigentlich recht gut geklappt. ich hatte eine idee, habe das im...

herrbert 07. Jun 2012

Ist halt Teil der Szene, die sich dadurch auszeichnet das es solche "Meta-Beschwerden...


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