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Videospielcharakter Nathan Drake aus Uncharted
Videospielcharakter Nathan Drake aus Uncharted (Bild: Sony)

IMHO: Spielehelden haben Klischeefressen

Zu große Brüste, zu dünn bekleidet und die falschen Rollen: Seit der letzten E3 wird das Frauenbild in Videospielen hitzig diskutiert. Doch was ist mit den männlichen Spielehelden? Auch sie haben sich zu Stereotypen entwickelt.

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Jetzt, wo sich bei der Gewaltdebatte kein rechter Angriffspunkt mehr finden lässt, wird eine neue aufgemacht: die einseitig geführte Debatte um die Diskriminierung der Frau in Computerspielen. Dabei wird gern vergessen, dass männliche Frontfiguren meist genauso stereotyp und platt sind wie ihre weiblichen Gegenstücke. Das Autoren-Standard-Regelwerk sieht vor, dass die prominentesten Protagonisten einer Geschichte von fünf hervorstechenden Merkmalen beziehungsweise Charaktereigenschaften bestimmt werden. Bei den weniger wichtigen Kollegen sind es nur noch drei.

Heldenfiguren sind naturgemäß detailreicher ausdefiniert als Nebencharaktere - Passanten werden auf nur ein Attribut reduziert. Darum ist ein Commander Shepard auch interessanter als der durchschnittliche Bankhocker auf der Citadel. Doch wenn es um das Aussehen und die Charakter-Attribute des Normandy-Chefs geht, kann man als männlicher Zocker einfach nur eifersüchtig werden: Der Kerl kriegt nicht nur mühelos jedes echte Unterwäschemodel herum - als Persönlichkeit ist er auch noch an genau den richtigen Stellen kantig oder geschliffen. Einfach zum Verrücktwerden.

Oder nehmen wir mal Ezio Auditore, den meuchelmordenden Schwarm italienischer Frauen zur Zeit der Borgia. Als junger Patrizier vergenusswurzelt der Mann jede Frau, die nicht bei drei auf den Bäumen ist, als gestandenes Mannsbild ist er erst recht hochbegehrt, und selbst als alter Knochen gibt er mit großem Erfolg den tragischen Lover. Was soll man so einem Kerl als Otto-Normal-Zocker mit Gummimuskeln und Bauchansatz schon entgegensetzen?

Und bei den Point'n'Click-Spielen? Selbst Typen wie Deponia-Antiheld Rufus scheinen mit dem weiblichen Geschlecht im Hinterkopf entworfen zu sein und sind die schrullig-nerdige Version eines gezeichneten Backstreet-Boys. Kaum verwunderlich übrigens, denn bei vielen männlichen Digital-Promis treffen Damen Designentscheidungen: Der ebenfalls nicht ganz unattraktive Nathan Drake zum Beispiel wurde von Amy Henning geprägt und Mittelalter-Rockstar Ezio Auditore von Rhianna Pratchett. Die hat außerdem die neue Version von Lara Croft mitzuverantworten.

Tatsache ist, dass Helden ganz bewusst als laufende Klischees gezüchtet werden - denn der Mensch denkt nun mal in Klischees. Weil er sie leicht begreifen, speichern und dann wieder abrufen kann. Darum ist der Märchenprinz grundsätzlich gut (aussehend), die Prinzessin hilflos und wunderschön und der sie entführende Troll ganz furchtbar hässlich und dazu abgrundtief böse.

Helden sollen gar nicht vielschichtig sein 

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cluz0r 17. Jul 2014

Da muss ich zustimmen. Finde es übrigens auch toll dass man in Mass Effect die...

femalegamer 16. Jul 2014

Ich weiß echt nicht, ob dieser Artikel ironisch sein soll, immerhin ists nur ein "IMHO...

loox 15. Jul 2014

Es ist tatsächlich schade, dass die Hauptfiguren heute keine große Rolle mehr spielen...

Ork 14. Jul 2014

Das macht aber auch noch keinen Mitläufer, vielleich gefällts demjenigen ja... Mir...

RienSte 10. Jul 2014

Ja, klar, sowas klingt extrem gut! Eben weil es auch 'realistisch' ist! Die Psyche eines...



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