Abo
  • Services:
Anzeige
Zielsystem (Symbolbild): Maschinen sollen im Nebel des Krieges besser unterscheiden als Menschen.
Zielsystem (Symbolbild): Maschinen sollen im Nebel des Krieges besser unterscheiden als Menschen. (Bild: Qinetiq)

Roboter haben keine Angst

Es muss sichergestellt werden, dass sie ethisch handeln: dass sie nicht auf Zivilisten schießen und sich dem Kriegsrecht gemäß verhalten. Für Soldaten gibt es Einsatzregeln (Rules of Engagement, RoE), die festlegen, wann Gewalt angewandt werden darf. Dazu gehört, dass Soldaten das Feuer eröffnen dürfen, wenn sie bedroht oder beschossen werden. Solche Regeln ließen sich auch für Roboter festlegen.

Anzeige

Und vor allem: Sie müssen sicher sein. Das heißt, der Hersteller muss dafür sorgen, dass der Gegner den fair programmierten Kampfroboter nicht hacken und dazu bringen kann, wahllos auf Menschen zu schießen.

Gegner argumentieren, wenn ein bewaffneter Roboter feuere, treffe er eine Entscheidung über Leben und Tod eines Menschen. Damit macht er allerdings dasselbe wie ein Mensch. Und im Gegensatz zu ihm ist die Entscheidung in einer bedrohlichen Situation nicht von Stress bestimmt, der das klare Denken trübt.

Roboter handeln überlegt

Menschen machen unter Druck Fehler, schießen auf Nichtkombattanten oder die eigenen Kameraden. Ein Roboter dagegen kennt keinen Stress. Das bedeutet: Er kann die Einsatzregeln vielleicht sogar besser einhalten als ein Mensch. Er kann so programmiert werden, dass er eine Situation emotionslos abschätzt und seine Reaktion entsprechend wählt. Bewacht er beispielsweise eine Straßensperre, der sich ein Auto schnell nähert, könnte er länger abwarten, wie sich die Situation entwickelt, ob der Fahrer doch noch bremst oder versucht, die Sperre zu durchbrechen.

Und Roboter haben keine Gefühle. Das bedeutet ganz zentral: Sie haben auch keine Angst zu sterben. Sie werden nicht panisch, wütend, gestresst, rachsüchtig. Sie werden nicht plündern, vergewaltigen, foltern, wahllos Kriegsgefangene oder Zivilisten erschießen. Zumindest dann nicht, wenn sie auf Einhaltung des geltenden Kriegsrechts programmiert sind. Er sehe keinen Grund dafür, dass Maschinen künftig nicht in der Lage sein sollten, im Nebel des Krieges besser zu unterscheiden als Menschen, sagte Ronald Arkin, Robotiker am Georgia Institute of Technology, vor einiger Zeit dem h+-Magazin.

Software ist nicht unfehlbar

Doch natürlich ist Software nicht unfehlbar. Jeder, der regelmäßig Computer nutzt, kennt das. Es ist also damit zu rechnen, dass auch der Steuerungssoftware eines Kampfroboters früher oder später ein Fehler unterläuft.

Es geht also um Wahrscheinlichkeiten. Ein Beispiel: Ein autonomes Auto ist nicht zu 100 Prozent sicher. Kürzlich hat ein Radfahrer eines der Google-Autos aus dem Konzept gebracht: Er machte an einer Kreuzung einen Track Stand, stand also auf den Pedalen, statt die Füße auf den Boden zu stellen. Damit war die Software des Autos überfordert. Ein Mensch wäre mit dieser speziellen Situation vielleicht souveräner umgegangen.

Aber sagt das etwas über die Sicherheit autonom fahrender Autos aus? Die Google-Autos sind seit 2009 mehr als 1,6 Millionen Kilometer gefahren. Dabei wurden sie auch schon in Unfälle verwickelt. Laut Google wurde jedoch keiner davon von den Roboterautos verursacht.

Wer richtet also mehr Schaden an - Technik oder Mensch?

 IMHO: Roboter plündern nichtEs geht darum, Schaden zu verringern, nicht zu verhindern 

eye home zur Startseite
Llame 14. Sep 2015

Wäre ich auch voll dafür, aber so funktioniert es leider nicht. kwt

theonlyone 11. Sep 2015

Es gibt für Menschen schlichtweg eine "Dauer" die es unmöglich macht zu einer Lösung zu...

Anonymer Nutzer 10. Sep 2015

"Roboter plündern nicht" stimmt, sofern sie nicht darauf programmiert wurden. Jedoch...

Whykinger 09. Sep 2015

Roboter plündern nicht ? Nein sie töten auf Verlangen ! Wer putzende Roboter mag, muss...

ersta 07. Sep 2015

Dann muss es den USA aber seit Jahrzehnten verdammt schlecht gehen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kiel
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  3. über Hays AG, Hamburg
  4. Diehl Aerospace GmbH, Frankfurt / Main


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 3,49€
  2. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  3. 32,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Tele Columbus

    1 GBit würden "gegenwärtig nur die Nerds buchen"

  2. Systemkamera

    Leica CL verbindet Retro-Design mit neuester Technik

  3. Android

    Google bekommt Standortdaten auch ohne GPS-Aktivierung

  4. Kabelnetz

    Primacom darf Kundendaten nicht weitergeben

  5. SX-10 Aurora Tsubasa

    NECs Beschleuniger nutzt sechs HBM2-Stacks

  6. Virtual Reality

    Huawei und TPCast wollen VR mit 5G streamen

  7. Wayland-Desktop

    Nvidia bittet um Mitarbeit an Linux-Speicher-API

  8. Kabelnetz

    Vodafone liefert Kabelradio-Receiver mit Analogabschaltung

  9. Einigung erzielt

    EU verbietet Geoblocking im Online-Handel

  10. Unitymedia

    Discounter Eazy kommt technisch nicht an das TV-Kabelnetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Coffee Lake vs. Ryzen: Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
Coffee Lake vs. Ryzen
Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
  1. Custom Foundry Intel will 10-nm-Smartphone-SoCs ab 2018 produzieren
  2. ARM-Prozessoren Macom verkauft Applied Micro
  3. Apple A11 Bionic KI-Hardware ist so groß wie mehrere CPU-Kerne

Smartphone-Kameras im Test: Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
Smartphone-Kameras im Test
Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  1. Honor 7X Smartphone im 2:1-Format mit verbesserter Dual-Kamera
  2. Mini-Smartphone Jelly im Test Winzig, gewöhnungsbedürftig, nutzbar
  3. Leia RED verrät Details zum Holo-Display seines Smartphones

Xbox One X im Test: Schöner, schwerer Stromfresser
Xbox One X im Test
Schöner, schwerer Stromfresser
  1. Microsoft Xbox-Software und -Services wachsen um 21 Prozent
  2. Microsoft Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker
  3. Microsoft Neue Firmware für Xbox One bietet mehr Übersicht

  1. Re: Verstehe die Aufregung nicht.

    Bautz | 22:43

  2. Re: Wieviel Akku vertrödelt eigentlich GPS permaON?

    Bautz | 22:40

  3. Re: Ich hätte lieber symmetrische 100mbit...

    FreierLukas | 22:39

  4. Re: Nvidia hat keinerlei Respekt

    DASPRiD | 22:38

  5. Ich will auch keine 200MBits von denen, ...

    Schnurrbernd | 22:30


  1. 20:00

  2. 18:28

  3. 18:19

  4. 17:51

  5. 16:55

  6. 16:06

  7. 15:51

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel