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Screenshot aus Dark Souls 2
Screenshot aus Dark Souls 2 (Bild: From Software)

Spieltrophäen für den digitalen Selbstwert

Allerdings ist gepflegtes Luschentum inzwischen auch deutlich schwieriger zu verbergen als früher. Dank Rundumvernetzung und Gamerscore bzw. PSN-Trophäen ist es für jeden ein Leichtes, die Aussage des anderen auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. "Halo 4? Ja, klar, das habe ich auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchgespielt!" "Ach ja, wirklich? Und warum hast Du dann nur den Weichei-Erfolg?"

Auch MMORPGs funktionieren nach diesem Prinzip: Hier trägt jeder Spieler sein Kompetenz-Zeugnis deutlich lesbar vor sich hier. Peter ist Barbar der 23. Stufe, Martin nur Krieger auf Level 9. Ein MMO ohne diese Klassen- und Punkte-Sticker ist kaum vorstellbar, denn gerade Multiplayer-Spiele leben vom Wettbewerb.

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Adventures wiederum definieren ihren Schwierigkeitsgrad häufig nicht über ein Menü, sondern über die schiere Menge an freispielbaren Extras: Landratten setzen ihren Kurs bei Assassin's Creed 4 geradeaus aufs Ziel, echte Seebären dagegen graben auch auf der kleinsten Insel noch nach Schätzen und drehen jede Muschel einzeln um.

Aber warum wird unser Spielverhalten eigentlich derart von Erfolgshunger und - pardon - digitalem Penisneid bestimmt? Angeblich ist der Grund tief in unserer Psyche verankert: Menschen definieren ein Gros ihrer Selbstwahrnehmung und ihres Selbstwertgefühls über ihre Kompetenz. Darum sind sie regelrecht darauf versessen, "Messlatten" zu finden und zu er-finden, mit deren Hilfe sie ihre Fähigkeiten einstufen, kategorisieren und etikettieren können. Und nichts eignet sich so gut dafür wie ein Punktestand, der die Kompetenzen entweder indirekt (z. B. per Gamerscore) oder direkt (in einem Multiplayer-Spiel) miteinander vergleicht.

Die meisten Spiele bleiben ungelöst

Doch dieser "Vermessungswunsch" hat auch seine Tücken: Nicht jeder Spieler ist gleich gut - und wer die weniger guten permanent frustriert, der riskiert es, dass sie als Kunden davonlaufen. So hat Sony bereits zu PS2-Zeiten mit viel Aufwand Studien zum Thema Schwierigkeitsgrad und Durchspielverhalten betrieben: mit dem niederschmetternden Ergebnis, dass zumindest damals fast zwei Drittel aller Spiele ungelöst, unverstanden und unergründet geblieben sind. Was viele Spieler heute als Entschärfung und Verweichlichung des Mediums verstehen, das ist eine direkte Folge solcher Studien. Offenbar machen wir wahnsinnig gerne einen auf "dicke Hose" - doch wir möchten uns dafür nicht sonderlich anstrengen müssen.

 IMHO: Nur die Harten kommen in den GartenFrüher war alles schwerer - stimmt das überhaupt? 

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profi-knalltüte 08. Apr 2014

jo hat viel von zelda finde ich auch. also dieses erforschen einer fremden welt, nur das...

profi-knalltüte 08. Apr 2014

man kann es in den optionen so einstellen wie im vorgänger, also weiß nicht was das auf...

diabolo511 07. Apr 2014

mit nem jailbreak hat man die möglichkeit dafür. wollte aber über den terminal meines...

Big L 07. Apr 2014

Ich für meinen Teil sehe gerade in dieser Herausforderung den Reiz. Jeder Gegner...

PapstJL4U 07. Apr 2014

D3 Inferno ist kein gutes Beispiel. Einen sehr sehr schweren Modus zu erschaffen, ihn zu...



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  1. Na dann ist die Antwort darauf doch vermutlich...

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  2. Re: Sie hat völlig recht!

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