Abo
  • IT-Karriere:

IMHO: Motorola hofft auf das verflixte siebte Jahr

Alle sieben Jahre verschwindet der Marktführer bei Mobiltelefonen, glaubt Motorola-Mobility-Präsident Osterloh - und dann kommt die Chance für Motorola. Nach Nokia und Blackberry müsste demnach Samsung bald abtreten.

Artikel von veröffentlicht am
Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird.
Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird. (Bild: Getty Images Entertainment)

Motorola Mobility hat ein ziemlich erfolgreiches Jahr 2014 hinter sich. Unter Googles Leitung konnte sich das US-Unternehmen umstrukturieren; unter der Leitung des neuen Eigentümers Lenovo erhöhten sich im vierten Quartal 2014 die Smartphone-Verkäufe um 118 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Und 2015 soll es noch besser kommen, hofft Motorola-Mobility-Präsident Rick Osterloh: Folgt man seiner These, dürfte es das Jahr sein, in dem Samsung die Marktführerschaft im Mobilbereich abgibt. Eine sehr steile These.

Stellenmarkt
  1. Stadtverwaltung Kaiserslautern, Kaiserslautern
  2. Porsche Consulting GmbH, Stuttgart, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München

"Alle sieben Jahre ist der Marktführer verschwunden", sagt Osterloh. Zuerst habe es Nokia getroffen, danach Blackberry. Dementsprechend müsste als nächstes Samsung in der Versenkung verschwinden. Und dann ist Motorola am Zug: "Wir sind eine Alternative zu den anderen Premium-Marken bei einem deutlich besseren Gegenwert", argumentiert Osterloh im Gespräch mit Forbes. Doch Samsungs Lage ist mit der von Nokia und Blackberry nicht vergleichbar.

Nokia und Blackberry haben gezögert - Samsung nicht

Nokia wie auch Blackberry haben lange Zeit die aktuellen Entwicklungen im Mobiltelefonmarkt verschlafen: Nokia hat zu lange auf Handys ohne Touchscreen und auf Smartphones mit Symbian gesetzt - das verglichen mit Android zu umständlich war. Ebenso hat Blackberry zu lange gezögert und im entscheidenden Moment zu lange an althergebrachten Konzepten festgehalten. Mittlerweile geht der kanadische Hersteller mit Blackberry 10 einen Mittelweg, der versucht, eigene Konzepte mit einem Sicherungsnetz aus Android-Apps zu verbinden. Eine durchaus gute Lösung, aber sie ist möglicherweise zu spät gekommen.

So unverkennbar Samsungs anhaltende Erfolge aktuell nachlassen, und so sehr der südkoreanische Hersteller den Markt mit äußerst ähnlichen Mittelklasse- und Einsteigergeräten überflutet, kann man ihm eines nicht vorhalten: Trends verschlafen zu haben. Früh hat Samsung auf Android gesetzt und als einer der ersten Hersteller Smartphones mit Android auf den Markt gebracht, die dem iPhone etwas entgegensetzen konnten. Auch anderen Betriebssystemen gegenüber war der Hersteller immer aufgeschlossen.

Samsung verliert Marktanteile, wird aber nicht einbrechen

Den Umstand, dass Samsung im vierten Quartal 2014 nur noch 74,5 statt wie im vierten Quartal 2013 86 Millionen Smartphones abgesetzt hat, als Indiz für ein ähnliches Schicksal wie das von Nokia oder Blackberry zu nehmen, ist gewagt. Grund für den Rückgang der Absätze im letzten Quartal ist zum einen die Konkurrenz aus Asien, wie auch das starke Weihnachtsgeschäft Apples. Im Gesamtjahr 2014 hingegen war Samsung weiterhin der deutlich größte Smartphone-Hersteller.

Sicher, auch Nokia war einmal der weltgrößte Hersteller für Mobiltelefone. Die Entscheidungen, die diesen Status zunichte gemacht haben, sind allerdings nicht auf Samsung zu projizieren. Samsung ist zudem viel breiter aufgestellt, als Nokia oder Blackberry es je gewesen sind: Samsung produziert Prozessoren selber, ebenso Displays und Akkus. Samsung macht bereits sehr viel Geld damit, diese Bauteile an andere Smartphone-Hersteller zu verkaufen. Zudem ist Samsung ein südkoreanischer Mischkonzern, der von Versicherungen und Banken über Rüstung und Werften zahlreiche Geschäftsfelder abdeckt - die eventuelle Misserfolge beim Mobilgeschäft anders abfedern können.

Insbesondere aufgrund der chinesischen Konkurrenz werden Samsungs Marktanteile im Jahr 2015 möglicherweise sinken und Motorola wird weiter Erfolg mit seinen guten und günstigen Smartphones wie dem Moto G oder Moto E haben. Osterloh mag recht haben mit seiner Vermutung, dass Nutzer heute nicht mehr 600 US-Dollar ausgeben wollen, um ein Top-Smartphone zu erhalten. Auf einen krachenden Niedergang Samsungs sollte sich das Unternehmen aber nicht verlassen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)



Anzeige
Top-Angebote
  1. 56€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. 20% auf ausgewählte Monitore)
  3. (u. a. Sennheiser HD 4.50R für 99€)

Klausens 12. Feb 2015

wenn die noch annähernd so schlecht sind wie früher werden die nicht mal Marktführer...

Noro_Eisenheim 11. Feb 2015

Du tust dir Tizen freiwillig an?

Anonymer Nutzer 11. Feb 2015

seine eigenständigen Produkte soll dann die große Lücke füllen. Aha. Oder ist Samsung...

exxo 11. Feb 2015

Dann nimm doch einen der diversen alternativen Launcher aus dem Playstore. Nicht jammern...

kellemann 10. Feb 2015

Super Aussage, dass trifft dann auf 0,002% der Nutzer zu. Ich könnte auch noch mein altes...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

    •  /