Abo
  • Services:
Anzeige
Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird.
Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird. (Bild: Getty Images Entertainment)

IMHO: Motorola hofft auf das verflixte siebte Jahr

Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird.
Motorola-Präsident Rick Osterloh glaubt, dass Samsung ähnlich wie Nokia und Blackberry vom Smartphone-Thron stürzen wird. (Bild: Getty Images Entertainment)

Alle sieben Jahre verschwindet der Marktführer bei Mobiltelefonen, glaubt Motorola-Mobility-Präsident Osterloh - und dann kommt die Chance für Motorola. Nach Nokia und Blackberry müsste demnach Samsung bald abtreten.
Von Tobias Költzsch

Motorola Mobility hat ein ziemlich erfolgreiches Jahr 2014 hinter sich. Unter Googles Leitung konnte sich das US-Unternehmen umstrukturieren; unter der Leitung des neuen Eigentümers Lenovo erhöhten sich im vierten Quartal 2014 die Smartphone-Verkäufe um 118 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Und 2015 soll es noch besser kommen, hofft Motorola-Mobility-Präsident Rick Osterloh: Folgt man seiner These, dürfte es das Jahr sein, in dem Samsung die Marktführerschaft im Mobilbereich abgibt. Eine sehr steile These.

Anzeige

"Alle sieben Jahre ist der Marktführer verschwunden", sagt Osterloh. Zuerst habe es Nokia getroffen, danach Blackberry. Dementsprechend müsste als nächstes Samsung in der Versenkung verschwinden. Und dann ist Motorola am Zug: "Wir sind eine Alternative zu den anderen Premium-Marken bei einem deutlich besseren Gegenwert", argumentiert Osterloh im Gespräch mit Forbes. Doch Samsungs Lage ist mit der von Nokia und Blackberry nicht vergleichbar.

Nokia und Blackberry haben gezögert - Samsung nicht

Nokia wie auch Blackberry haben lange Zeit die aktuellen Entwicklungen im Mobiltelefonmarkt verschlafen: Nokia hat zu lange auf Handys ohne Touchscreen und auf Smartphones mit Symbian gesetzt - das verglichen mit Android zu umständlich war. Ebenso hat Blackberry zu lange gezögert und im entscheidenden Moment zu lange an althergebrachten Konzepten festgehalten. Mittlerweile geht der kanadische Hersteller mit Blackberry 10 einen Mittelweg, der versucht, eigene Konzepte mit einem Sicherungsnetz aus Android-Apps zu verbinden. Eine durchaus gute Lösung, aber sie ist möglicherweise zu spät gekommen.

So unverkennbar Samsungs anhaltende Erfolge aktuell nachlassen, und so sehr der südkoreanische Hersteller den Markt mit äußerst ähnlichen Mittelklasse- und Einsteigergeräten überflutet, kann man ihm eines nicht vorhalten: Trends verschlafen zu haben. Früh hat Samsung auf Android gesetzt und als einer der ersten Hersteller Smartphones mit Android auf den Markt gebracht, die dem iPhone etwas entgegensetzen konnten. Auch anderen Betriebssystemen gegenüber war der Hersteller immer aufgeschlossen.

Samsung verliert Marktanteile, wird aber nicht einbrechen

Den Umstand, dass Samsung im vierten Quartal 2014 nur noch 74,5 statt wie im vierten Quartal 2013 86 Millionen Smartphones abgesetzt hat, als Indiz für ein ähnliches Schicksal wie das von Nokia oder Blackberry zu nehmen, ist gewagt. Grund für den Rückgang der Absätze im letzten Quartal ist zum einen die Konkurrenz aus Asien, wie auch das starke Weihnachtsgeschäft Apples. Im Gesamtjahr 2014 hingegen war Samsung weiterhin der deutlich größte Smartphone-Hersteller.

Sicher, auch Nokia war einmal der weltgrößte Hersteller für Mobiltelefone. Die Entscheidungen, die diesen Status zunichte gemacht haben, sind allerdings nicht auf Samsung zu projizieren. Samsung ist zudem viel breiter aufgestellt, als Nokia oder Blackberry es je gewesen sind: Samsung produziert Prozessoren selber, ebenso Displays und Akkus. Samsung macht bereits sehr viel Geld damit, diese Bauteile an andere Smartphone-Hersteller zu verkaufen. Zudem ist Samsung ein südkoreanischer Mischkonzern, der von Versicherungen und Banken über Rüstung und Werften zahlreiche Geschäftsfelder abdeckt - die eventuelle Misserfolge beim Mobilgeschäft anders abfedern können.

Insbesondere aufgrund der chinesischen Konkurrenz werden Samsungs Marktanteile im Jahr 2015 möglicherweise sinken und Motorola wird weiter Erfolg mit seinen guten und günstigen Smartphones wie dem Moto G oder Moto E haben. Osterloh mag recht haben mit seiner Vermutung, dass Nutzer heute nicht mehr 600 US-Dollar ausgeben wollen, um ein Top-Smartphone zu erhalten. Auf einen krachenden Niedergang Samsungs sollte sich das Unternehmen aber nicht verlassen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


eye home zur Startseite
Klausens 12. Feb 2015

wenn die noch annähernd so schlecht sind wie früher werden die nicht mal Marktführer...

Noro_Eisenheim 11. Feb 2015

Du tust dir Tizen freiwillig an?

DY 11. Feb 2015

seine eigenständigen Produkte soll dann die große Lücke füllen. Aha. Oder ist Samsung...

exxo 11. Feb 2015

Dann nimm doch einen der diversen alternativen Launcher aus dem Playstore. Nicht jammern...

kellemann 10. Feb 2015

Super Aussage, dass trifft dann auf 0,002% der Nutzer zu. Ich könnte auch noch mein altes...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. über Baumann Unternehmensberatung AG, Ingolstadt, München, Stuttgart
  3. über Mentis International Human Resources GmbH, Nordbayern
  4. über HRM CONSULTING GmbH, Konstanz (Home-Office)


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 543,73€
  2. (u. a. DXRacer OH/RE9/NW für 199,90€ statt 226€ im Preisvergleich)
  3. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       


  1. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  2. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  3. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  4. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  5. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  6. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  7. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  8. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  9. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  10. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
XPS 13 (9365) im Test: Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
XPS 13 (9365) im Test
Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
  1. Prozessor Intel wird Thunderbolt 3 in CPUs integrieren
  2. Schnittstelle Intel pflegt endlich Linux-Treiber für Thunderbolt
  3. Atom C2000 & Kaby Lake Updates beheben Defekt respektive fehlendes HDCP 2.2

Calliope Mini im Test: Neuland lernt programmieren
Calliope Mini im Test
Neuland lernt programmieren
  1. Arduino Cinque RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint
  2. MKRFOX1200 Neues Arduino-Board erscheint mit kostenlosem Datentarif
  3. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

  1. Re: Performance ist mies

    Haxx | 10:37

  2. Re: Volumenbegrenzungen abschaffen

    Tet | 10:35

  3. Re: Siri und diktieren

    rabatz | 10:24

  4. Re: Mal ne dumme Gegenfrage:

    Apfelbrot | 10:13

  5. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    sundown73 | 10:11


  1. 10:35

  2. 12:54

  3. 12:41

  4. 11:44

  5. 11:10

  6. 09:01

  7. 17:40

  8. 16:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel