IMHO: Juhu, DirectX 12 gibt's auch für Windows-7-Besitzer

Gehören Sie zu den Spielern, die Windows 7 besitzen, weil Sie - wie ich - ungern das Betriebssystem wechseln? Microsoft verspricht uns, dass wir DirectX 12 nutzen können, wenn wir kostenlos auf Windows 10 upgraden. Hinzu kommt Hickhack bei der Grafik-Hardware.

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DX12 bietet viele Vorteile.
DX12 bietet viele Vorteile. (Bild: Nvidia)

Ja, ich habe unfreiwillig Windows Vista wegen DirectX 10 genutzt und war dann lange Zeit mit Windows 7 sehr zufrieden. Seit der Developer Preview habe ich über Windows 8 und dessen umständliche Bedienung geflucht, mir aber eine Version gekauft, weil das Betriebssystem im Herbst 2012 so günstig zu haben war. Auf meinem Rechner landete es erst mit dem 8.1-Update (Desktop-Option! Startmenü!) im Oktober 2013, passend zum Release von Battlefield 4, das Direct3D 11.1 unter Windows 8 für mehr Bilder pro Sekunde unterstützt.

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Wie viele andere Spieler in meinem Bekanntenkreis wechsle ich das Betriebssystem ungern, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ein Umstieg kostet Zeit und Geld. Microsoft allerdings zwingt Gamern spätestens seit Vista ein neues Windows auf, wenn wir das neueste DirectX einsetzen möchten. Das ist mit DirectX 12 nicht anders: Microsoft bestätigte Rock Paper Shotgun, dass DX12 exklusiv für Windows 10 veröffentlicht wird.

Doch nun kommt der Clou: Selbst Windows-7-Besitzern steht die API-Sammlung zur Verfügung. Glauben Sie nicht? Achten Sie auf die Formulierung, ich spreche bewusst von Besitzern. Die dürfen innerhalb eines Jahres kostenlos auf Windows 10 upgraden und erhalten somit DirectX 12. Wie genau das kostenlose Update klappt, was ein späterer Umstieg kostet? Wahrscheinlich nichts, aber das hat Microsoft bisher nicht verraten. So gut ich diese Option finde, so sehr ärgert mich, dass bis heute ebenfalls nicht ganz geklärt ist, welche Hardware welche Teile von Direct3D 12 überhaupt unterstützt, da Microsoft auch hier eine intransparente Salami-Taktik fährt.

Für Spieler entscheidend ist die 3D-Schnittstelle von DirectX 12 - also Direct3D 12, kurz D3D12. Eine Unterstützung bieten alle Nvidia-Karten mit Fermi-, Kepler- und Maxwell-Architektur, sprich Geforce GTX 400 oder neuer. Bei AMD ist der Graphics Core Next das Minimum, also mindestens eine Radeon HD 7000. Intel bietet D3D12 ab Haswell. Wie bei früheren D3D-Versionen gibt es aber dummerweise auch bei Direct3D 12 sogenannte Feature Levels: Die oben genannten Grafikkarten-Architekturen unterstützen den Low-Level-Aspekt von D3D12. Wie bei Mantle verringert die Schnittstelle den Treiber-Overhead und setzt so mehr CPU-Leistung frei. Alternativ benötigt das System bei gleicher Leistung viel weniger Energie - gut für Notebooks.

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Direct3D 12 bringt aber auch neue Rendering Features, von denen Microsoft bisher nur vier angekündigt hat. Nvidia tönte, DX12 voll zu unterstützen - nannte aber selbst für Maxwell GM2xx einzig die bekannten Rendering Features. Es bleibt unklar, ob die Architektur auch die beherrscht, die noch nicht final spezifiziert sind. Eines der angekündigten Features, Tiled Resources, erschien schon mit D3D11.2 als optionales. AMDs GCN-Technik und damit die aktuellen Konsolen unterstützen Tiled Resources als Partially Resident Textures schon seit Jahren. In Software verwendet beispielsweise Wolfenstein diese Idee unter dem Marketing-Begriff Megatexture.

Egal, ob das kostenlose Update von Windows 7 auf Windows 10 oder der Eiertanz mit Direct3D 12: Microsoft geht zwar den richtigen Weg, kommuniziert diesen aber nicht gescheit - wirklich schade.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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theTechLord 31. Okt 2015

Vielen Dank an alle Kommentar-Schreiber, die mich verstehen :·)

theTechLord 31. Okt 2015

Genau so ist es. Das habe ich in meinem Kommentar auch erwähnt.

theTechLord 29. Okt 2015

Ich habe mir einen Account erstellt um folgendes zu sagen: Der Titel sagt ja &#8222...

Pluto1010 26. Jan 2015

Es kommt darauf an welche Kapabilities eure GPU supported. Das is schon länger so. Ein...



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