Abo
  • Services:
Anzeige
Apple-Chef Tim Cook erschüttert Microsofts Geschäftsmodell.
Apple-Chef Tim Cook erschüttert Microsofts Geschäftsmodell. (Bild: Robert Galbraith/Reuters)

IMHO: Für Software bezahlt bald niemand mehr

Apple hatte am Dienstagabend eine Überraschung parat, die den Markt nachhaltig verändern wird und dazu beiträgt, klassischen Softwareanbietern die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Anzeige

Software wird zur kostenlosen Dreingabe, nicht nur bei Apple, wo Mac OS X 10.9 alias Mavericks und auch die Bürosoftware Pages, Numbers und Keynote kostenlos verteilt werden. Die iLife-Programme gibt es schon lange kostenlos mit jedem neuen Mac. Dieser Trend ist auch bei Microsoft zu beobachten, das sein aktuelles Update auf Windows 8.1 an Nutzer von Windows 8 kostenlos ausliefert. Apple kann allerdings dabei seine große Stärke ausspielen, die lange wie eine Schwäche aussah: Es ist ein integrierter Hard- und Softwarekonzern - etwas, das Microsoft erst werden will und Google bislang nur auf dem Papier ist.

Apple nutzt es geschickt aus, dass seine Kunden bereit sind, für neue Geräte einen höheren Preis zu bezahlen, und verdient sehr gut daran. Die Software ist im Preis enthalten, einschließlich der Updates für einige Jahre.

Das Konzept funktioniert bei iOS und den damit laufenden Produkten seit Jahren, bei Mac OS X hat sich Apple Stück für Stück in diese Richtung bewegt: Neue Versionen des Betriebssystems erschienen häufiger und wurden günstiger, der Vertrieb wurde von physischen Datenträgern auf eine digitale Distribution umgestellt. So spart Apple erheblich Vertriebskosten ein, was es nun ermöglicht, die Software kostenlos zu verteilen. Der Verkauf der Geräte finanziert die Fixkosten der Entwicklung.

So kann Apple sein Betriebssystem kostenlos für alle Rechner anbieten, auf denen es läuft. Neue Versionen von iOS, Android und auch Windows Phone erhalten Käufer schon von Anfang kostenlos, bei Linux wird nur für Service und Support bezahlt, falls dieser überhaupt benötigt wird.

Doch nicht nur beim Betriebssystem findet dieser Paradigmenwechsel statt, der Microsoft und andere klassische Softwarehersteller unter Druck setzt. Auch seine Office-Produkte stellt Apple kostenlos zum Download bereit, sowohl für OS X als auch für iOS. Google bietet seine Office-Suite ebenfalls kostenlos an, berechnet lediglich Unternehmen, die weitergehende Administrationsoptionen nutzen, einen kleinen Betrag von 4 Euro pro Monat und Nutzer. Und Microsofts Office-Paket liegt vielen neuen PCs mit Windows 8.1 in der Version Home & Student kostenlos bei.

Es geht ans Eingemachte

Der große Erfolg von Softwareunternehmen basiert darauf, dass es ihnen - allen voran Microsoft - gelungen ist, eine Kultur für kostenpflichtige Software zu etablieren, es normal erscheinen zu lassen, dass für Betriebssystem und Standardsoftware bezahlt wird. Genau dieses Selbstverständnis aber greifen nach Google nun auch Apple und in Grenzen auch Microsoft selbst an.

Apple setzt dabei auf ein Geschäftsmodell, das Softwarehersteller nur schwer nachahmen können, denn der Weg zum integrierten Hard- und Softwarehersteller, der sich die Softwareentwickler durch den Verkauf von Hardware bezahlen lässt, ist schwierig und lang. Und auch Googles Lösung, sich kostenlose Angebote über Werbung finanzieren zu lassen, funktioniert für klassische Softwareanbieter mangels Marktanteilen bei der Suche nicht gleichermaßen.

Und so sinkt die Bereitschaft der Nutzer, für Software überhaupt etwas zu bezahlen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


eye home zur Startseite
whatTHEfuck 01. Nov 2013

Dich fragt aber keiner! OMG, träum weiter oder beschäftige dich mal ausgiebig mit...

flasherle 28. Okt 2013

Also du scheinst beides nicht richtig benutzt zu haben sonst hättest du gemerkt das sich...

Unreality 24. Okt 2013

Also gleich vorweg... mit Linux wird gut Geld verdient. Aus einem ganz einfachen Grund...

Sarkastius 24. Okt 2013

Natürlich ist das Fakt. Nehmen wir ein parr Beispiele. - Facebook - kostenloses soziales...

nille02 24. Okt 2013

Ich wollte damit nur sagen das nicht immer gleich eine neue verison benötigt wird. Bei...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GOM GmbH, Braunschweig
  2. über Ratbacher GmbH, Raum Gießen (Home-Office möglich)
  3. MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
  4. bintec elmeg GmbH, Nürnberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 49,00€ (zzgl. 4,99€ Versand oder versandkostenfrei bei Abholung im Markt)
  3. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. id Software

    Nächste id Tech setzt massiv auf FP16-Berechnungen

  2. Broadcom-Sicherheitslücken

    Samsung schützt Nutzer nicht vor WLAN-Angriffe

  3. Star Citizen

    Transparenz im All

  4. Hikey 960

    Huawei bringt Entwicklerboard mit Mate-9-Chip

  5. Samsung

    Chip-Sparte bringt Gewinnanstieg

  6. Mario Kart 8 Deluxe im Test

    Ehrenrunde mit Ballon-Knaller, HD Rumble und Super-Turbo

  7. Google Global Cache

    Googles Server für Kuba sind online

  8. Snap Spectacles im Test

    Das Brillen-Spektakel für Snapchat-Fans

  9. Hybridkonsole

    Nintendo verkauft im ersten Monat 2,74 Millionen Switch

  10. Windows 10

    Fehler unterbricht Verteilung des Creators Update teilweise



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
Mobile-Games-Auslese
Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  1. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt
  2. Pay-by-Call Eltern haften nicht für unerlaubte Telefonkäufe der Kinder
  3. Spielebranche Deutscher Gamesmarkt war 2016 stabil

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto VW testet E-Trucks
  2. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro
  3. Elektroauto Volkswagen I.D. Crozz soll als Crossover autonom fahren

Quantencomputer: Alleskönner mit Grenzen
Quantencomputer
Alleskönner mit Grenzen

  1. Re: Dann auch wieder mit offiziellem Linux Support?

    amagol | 16:42

  2. Re: So langsam ists wie mit den Wunderakkus

    Onkel Ho | 16:41

  3. Re: Ich sehe das anders

    opodeldox | 16:41

  4. Re: Stadtautos verbieten

    Teebecher | 16:41

  5. Re: Koop mit Wii U möglich

    TarikVaineTree | 16:39


  1. 16:33

  2. 16:05

  3. 15:45

  4. 15:26

  5. 14:55

  6. 14:00

  7. 12:42

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel