Abo
  • Services:
Anzeige
IMHO: Die Vorratsdatenspeicherung ist veraltet
(Bild: Stop Watching Us)

IMHO: Die Vorratsdatenspeicherung ist veraltet

IMHO: Die Vorratsdatenspeicherung ist veraltet
(Bild: Stop Watching Us)

Die Vorratsdatenspeicherung erregt seit Jahren die Gemüter. Dabei hat der digitale Fortschritt die Debatte längst überholt. Polizeibehörden haben mit Data Mining und Predictive Policing effektivere Werkzeuge zur Verbrechensbekämpfung gefunden.
Von Stephan Humer

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen die Vorratsdatenspeicherung (VDS) hat die Diskussion keinesfalls abgekühlt oder gar beendet. Während die einen ein baldiges Update nach den neu gezogenen Grenzen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) herbeisehnen, sehen die anderen mit dem europäischen Urteil die konzertierte Datensammlung endgültig am Ende, so beispielsweise Bundesjustizminister Heiko Maas. In der Sache gibt es seit Jahren keine Fortschritte. Das ist bedauerlich, denn wenn sich beide Seiten nicht aufeinander zubewegen, wird eine pragmatische Lösung ohne Emotion und Ideologie sehr viel schwieriger, obwohl sie in diesem Falle besonders vielversprechend sein dürfte.

Dass die Polizei plausible, datenschutzgerechte und einfach zu handhabende Möglichkeiten braucht, digitale Daten nutzen zu können, die bei der Verhinderung oder Aufklärung von Straftaten helfen könnten, dürfte im Kern unbestritten sein. Es geht also nicht darum, ob solche Datenanalysen durchführbar sein sollten, sondern wie. Das führt wiederum zu der Frage, ob die VDS in ihrer bisher bekannten und stark umstrittenen Form im Sinne dieser Zielstellung überhaupt ein taugliches Instrument sein kann.

Anzeige

Welche Datenbestände sind vorhanden?

Aufgrund der weiter zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft kann die Antwort aus internetsoziologischer Sicht nur lauten: nein. Das hat nun auch die deutsche Polizei erkannt: Der Behördenspiegel berichtete vor kurzem über Dieter Schürmann, Landeskriminaldirektor im Ministerium für Inneres NRW, welcher im Rahmen der Polizeitage 2014 die Frage stellte, welche digitalen Datenbestände heute schon vorhanden und rechtlich entsprechend nutzbar seien. Damit brachte er sich in der Diskussion ganz weit nach vorne - und löste sich gleichzeitig von der VDS.

Es liegen wahrscheinlich längst mehr als genug Daten in digitaler - und damit auswertbarer - Form vor, die polizeilich genutzt werden können, und das rechtlich wie sozial verträglich. Der Grund ist eben die Digitalisierung unserer Gesellschaft, die Randbereiche unseres Lebens ebenso betrifft wie unser Innerstes, unsere Identität. Zahlreiche Paradigmenwechsel zugunsten der Digitalisierung fanden und finden noch statt: Während man noch vor gut 15 Jahren Erreichbarkeit erst herstellen musste, indem man zu Hause und am Festnetztelefon war, ist man heute eigentlich immer erreichbar.

Nichterreichbarkeit ist somit nicht mehr die Norm, sondern die Ausnahme geworden. Technische Erreichbarkeit wird heute nahezu ausschließlich digital hergestellt. Und das ist ein eher triviales Beispiel im Vergleich zu dem, was derzeit entwickelt und in naher Zukunft unser Leben prägen wird. In der digitalen Forschung werden längst viel weiter reichende Möglichkeiten diskutiert, wie drei Beispiele zeigen sollen.

Datenquellen gibt es überall 

eye home zur Startseite
irrelevant 13. Aug 2014

Bei der Formulierung "Wer sein Smartphone zum Tatort mitnimmt, darf sich nicht...

Nerd_vom_Dienst 12. Aug 2014

Dann erklär mal wie man an einen Emailaccount kommt, dessen Existenz und Nutzung...

saddy 12. Aug 2014

Sagt mal habt ihr alle was verpennt oder ich? Ich dachte die Bestandsdatenauskunft wäre...

Zwangsangemeldet 12. Aug 2014

Wenn Predictive Policing grundrechtskonform umgesetzt werden soll, heißt das ja, sich...

__destruct() 11. Aug 2014

Da fehlt ein Komma in der Schrift im Bild.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. CGM LAB Deutschland GmbH, Koblenz
  2. Dataport - Anstalt des öffentlichen Rechts, Altenholz / Kiel
  3. Landeshauptstadt Potsdam, Potsdam
  4. Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Gigabyte GTX 1060 Windforce OC 3G 199,90€, GTX 1060 6G 299,00€)
  2. (u. a. Core i7-7700K 299,00€, Asus Strix Z270F Gaming 159,90€)
  3. (u. a. Ballistix 16 GB DDR4-2666 124,90€, G.Skill 16 GB DDR4-3200 179,90€)

Folgen Sie uns
       


  1. Umweltbundesamt

    Software-Updates für Diesel reichen nicht

  2. Acer Nitro 5 Spin

    Auf dem Gaming-Convertible spielen und zeichnen

  3. Galaxy Note 8 im Hands on

    Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  4. Microsoft

    Git-Umzug von Windows-Team abgeschlossen

  5. Play Store

    Google entfernt 500 Android-Apps mit 100 Millionen Downloads

  6. DreamHost

    US-Regierung will nun doch keine Daten von Trump-Gegnern

  7. Project Brainwave

    Microsoft beschleunigt KI-Technik mit Cloud-FPGAs

  8. Microsoft

    Im Windows Store gibt es viele illegale Streaming-Apps

  9. Alpha-One

    Lamborghini-Smartphone für über 2.000 Euro vorgestellt

  10. Wireless-AC 9560

    Intel packt WLAN in den Prozessor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fujitsu Lifebook U937 im Test: 976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
Fujitsu Lifebook U937 im Test
976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
  1. DLU Fujitsu entwickelt Deep-Learning-Chips

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
Schifffahrt
Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  1. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  2. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße
  3. Yara Birkeland Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren

  1. Re: Oh the irony....

    dschu | 21:34

  2. Re: Keine Sorge liebe Rechteinhaber...

    blaub4r | 21:33

  3. Re: Warum 45 km/h mit Führerschein

    Event Horizon | 21:33

  4. Ähhh Kindergarten oder...

    phinotv | 21:33

  5. Re: Sind 1000 Euro nicht zu teuer?

    razer | 21:32


  1. 17:51

  2. 17:08

  3. 17:00

  4. 16:55

  5. 16:38

  6. 16:08

  7. 15:54

  8. 14:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel