Raus aus den Schatten ist die Lösung

Zurück zu den Schleichspielen. Warum haben also ein Hitman: Absolution, ein Deus Ex: Human Revolution und ein Dishonored zumindest bei Presse und Fans so viel besser funktioniert als das neue Thief? Vielleicht deshalb, weil man nicht von ihnen verlangt, dass sie jedes Problem still und aus dem Schatten heraus lösen? Dishonored-Held Corvo Attano zum Beispiel ist ein fast ebenso guter Kämpfer wie Heimlichtuer. Außerdem jongliert er ein stattliches Sammelsurium aus übernatürlichen Fähigkeiten, mit denen sich das Abenteuer dem persönlichen Spielstil anpassen lässt. Adam Jensen aus Deus Ex - das ebenso wie Thief von Eidos Montreal kommt - wiederum ersetzt Corvos Magie durch Hackerfertigkeiten und Augmentierungen.

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Killer 47 schlussendlich darf anders als seine Kollegen unmittelbar mit der Umgebung in Kontakt treten: Er ist nicht dazu verdammt, im Schatten zu verweilen, um unerkannt zu bleiben. Seine Interaktionsmöglichkeiten machen ihn ebenso zum Point-and-Click- wie zum Schleich-Avatar. Dass seine Handlungen dabei ebenfalls streng nach Skript und in einem eng abgesteckten Areal stattfinden - das bemerken wir hier kaum, weil wir viel zu sehr mit Untersuchen und Ausprobieren beschäftigt sind.

Wie undankbar ist dagegen doch die Position von Thief Garrett: Als Begründer des Genres hat er von allen Schleichern das kleinste Werkzeug- und Fertigkeitenrepertoire. Außerdem sind seine Fans ganz besonders pingelig. Die Hexerei eines Corvo Attano würden sie ihm ebenso wenig gönnen wie die Implantate eines Jensen oder die adventurelastige Gangart von IO's Glatzkopf. Also macht er genau das, was er am besten kann: Bogenschießen, Glitzerzeug klauen, klettern und gelegentlich Schraubenzieher und Drahtschneider zücken. Und wenn er mal das kleine Knüppelchen auspackt, um sich seiner Haut zu wehren, dann nimmt man es ihm auch gleich übel.

Wenn so die Reaktion von Fans und Presse aussieht, wenn ein Thief den einzigen für ihn heute noch gangbaren Weg einschlägt, dann sollten er und sein Genre wohl lieber in Frieden ruhen. Denn riesig ist die Zielgruppe ohnehin nicht mehr: Jeweils rund drei Millionen Käufer haben Deus Ex, Hitman und Dishonored bis heute gefunden. Und zumindest Killer 47 lag damit unter den Erwartungen von Publisher Square Enix. Letzterer hat mittlerweile all diese alten Stealth-Haudegen für sich gepachtet und grandios renoviert - doch ein riesiges Geschäft hat er bisher nicht damit gemacht. Leider.

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Aber trösten wir uns: Auch das Heimlichmanöver wird auf die eine oder andere Weise überleben, zum Beispiel indem es wieder einmal in andere Spielesparten hinein aufgelöst wird. Wie bei The Last of Us.

Robert Bannert ist freier Autor und gibt das Magazin Elektrospieler heraus.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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 Garrett wird seine eigene Vergangenheit zum Verhängnis
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s.katze 10. Mär 2014

Ja, wenn das Haus ein faraday'scher Käfig ist, dann ist natürlich Essig mit Empfang. Zum...

Der Held vom... 07. Mär 2014

Fang' um Gotteswillen an! Erwähne mich lobend in den Credits und schick' mir ein...

Mixer 07. Mär 2014

Ich dampfe mal kurz deinen Post ein, bitte nicht böse sein. Der Quest war wirklich...

ThommyWausE 07. Mär 2014

Dann kann man die Marke ja wunderbar neu anmelden! ;) Ok die Gefahr ist groß, dass der...

BuzzWuzz 06. Mär 2014

Hab den ersten Teil gespielt, der zweite ist garnicht für den PC erschien oder?



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