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Nein, Hard Reset hat mit Crowdfunding nichts zu tun. Mir gefällt es aber.
Nein, Hard Reset hat mit Crowdfunding nichts zu tun. Mir gefällt es aber. (Bild: Marc Sauter/PCGH)

Die Qual der Wahl

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Den größten Teil des Tages, die Arbeit, überspringe ich an dieser Stelle, denn ich habe 2013 tatsächlich kein Crowfunding-Projekt gefunden, das meinen Arbeitsalltag nennenswert bereichern würde. Allerdings sei erwähnt, dass ich überlege, mir einen Lernstift zuzulegen, da ich meine handschriftlichen Notizen zur Planung für die Unterhaltungselektronikmesse CES zwei Tage nach ihrer Anfertigung kaum noch entziffern kann.

Auf dem Heinweg überlege ich mir, mit welchem Spielesystem ich heute Abend welche Titel zocken soll. Als erstes kommt mir Star Citizen in den Sinn, mehr als das Hangar-Modul gibt es aber trotz mittlerweile rund 35 Millionen US-Dollar noch nicht. So richtig Spaß macht die virtuelle Garage nicht, da heize ich lieber durch die Sneak Peek des Next Car Game. Gute Spiele wie die Adventures Lilly Looking Through und Baphomets Fluch 5 sind bereits fertig, mir ist aber eher nach etwas mehr Action. Rollenspiele wie Deathfire mag ich, aber Episoden finde ich nicht so toll und zudem läuft das Kickstarter-Projekt noch.

Steam als Distributionsplattform hingegen spricht mich an, denn viele interessante Spiele bekommen grünes Licht und werden anschließend verkauft. Manche davon, etwa Interstellar Marines, erhalten eine zweite Chance oder einen Early Access wie Peter Molyneux' Godus. Diese frühen Versionen sind jedoch längst nicht fertig, teilweise nur rudimentär nutzbar - mehr wackelige Alpha denn spielbare Beta. Alleine auf Steam gibt es zudem rund 100 Titel mit Early Access, hier etwas Passendes zu finden, kostet viel Zeit.

Einige Spiele und Projekte wie Wildman sind komplett gescheitert - immerhin hatte Gas Powered Games Glück und Wargaming kaufte das Studio. Während Konsolen wie Ouya oder Gamestick es auf den Markt schafften, floppte das Android-System Esfere.

Der Abend regt zum Nachdenken an

Schlussendlich entscheide ich mich angesichts dieser Plattform- und Alpha-Unübersichtlichkeit für ein traditionell entwickeltes, fertiges PC-Spiel: Anno 1404. Nach einer ruhigen Stunde Spielspaß gehe ich zu Bett und komme ins Grübeln: Das Problem vieler Projekte ist die fehlende Werbung, während gleichzeitig andere Projekte um die Gunst - und damit das Geld - der potenziellen Käufer buhlen. Das Ganze verteilt sich dann auch noch auf die Webseiten der einzelnen Hersteller und diverse Plattformen: Neben Steam, Kickstarter oder Indiegogo gibt es beispielsweise noch Humble Bundle, auf das Croteam für Serious Sam 4 setzt. Hier den Überblick zu behalten, ist schwierig.

Und wenn man sich einmal entschieden hat, vergessen viele, dass per Crowdfunding finanzierte Spiele den Unterstützern zuliebe bereits als Alphaversion zugänglich sind. Damit befinden sich einige Titel in einem Stadium, in dem die Spielestudios ihr Projekt noch nicht einmal einem Publisher zeigen würden, so unfertig ist es. Als Unterstützer muss man sich ergo mit Fehlern abfinden, da bewusst in eine Alphaversion investiert wurde. Andererseits sind auch Millionenproduktionen für 100 Euro Anschaffungspreis wie Battlefield 4 Premium nicht vor Bugs gefeit.

Lösung für relevante Probleme

Während ich an die Decke starre, stelle ich mir folgende Frage: Brauche ich eigentlich irgendein Crowdfunding-Produkt unbedingt und gibt es eines, das mein Leben nachhaltig verändert? Auf Spiele trifft dies - so gerne ich zocke - nicht zu und auch Ideen wie der Schallwellenüberträger Woojer, die Laufplattform Omni oder der Force-Feedback-Anzug Araig sind zwar interessant, in Kombination aber einfach zu teuer.

So bewundernswert die Kreativität ist, die vielen per Crowdfunding realisierten Projekten innewohnt, so selten sind wirkliche Lösungen. Eine, die meinen Alltag tatsächlich verbessert, ist Blink/Steady: Das Fahrradrücklicht nutzt normale AAA-Batterien und sparsame LEDs, schaltet sich bei Dunkelheit automatisch ein, wenn sich das Rad bewegt, und ist mit speziellen Schrauben gesichert - genau das, was ich brauche. Mit 150 US-Dollar inklusive Versand hat das Blink/Steady aber auch seinen Preis. Das heißt: Ja, es gibt Crowdfunding-Produkte, die einen reellen Nutzen bieten. Aber nein, es gibt keine, die ich unbedingt bräuchte.

 Leuchtende Pflanzen und sprechende Mützen

eye home zur Startseite
ldittmar 11. Jun 2014

Letzte Woche ist die Folie endlich bei mir Zuhause angekommen. Jetzt bin ich gespannt wie...

9life-Moderator 02. Jan 2014

Bedingt hast Du recht. Aber: Im Hirn werden sich auch neue Synapsen bilden, die zukünftig...

9life-Moderator 02. Jan 2014

Und nach 500m auf einer deutschen Straße hält einen die "Rennleitung" an und kassiert das...

dabbes 26. Dez 2013

Surft ihr regelmäßig auf Kickstarter und durchstöbert ihr die Angebote ? Wenn nein, dann...

skyynet 25. Dez 2013

Liebe Golem Redaktion, bitte berichtet weiter von interessanten Projekten. Leider ist es...



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