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IMHO: Automotive ist das neue Internet of Things

Automotive ist das Schlagwort der Stunde - jede Menge Elektronik im und für das Auto. Der nächste Hype zum Geldverdienen ist da. Doch wie schon zu Beginn der Internet-of-Things-Euphorie bleibt beim Thema Datensicherheit nur abwarten und hoffen.

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Das Display im Huracán im Mixed Mode
Das Display im Huracán im Mixed Mode (Bild: Lamborghini)

Micro-Controller, Displays oder Funkmodule: "Automotive solutions" ist ein neues Hype-Thema - wie auf der Fachmesse Embedded World 2015 in Nürnberg mehr als deutlich wurde. Jeder zweite Stand schien mit dem Begriff zu werben. Verschiedene Hersteller präsentierten tatsächlich Produkte, die auf die Bedürfnisse der Automobilbranche zugeschnitten waren. Andere verstanden es offensichtlich eher als reine Dekovorgabe für ihren Stand. Bei den vielen aufgestellten Armaturentafeln für Fahrzeuge konnte der Besucher denken, er sei bei einer Messe für Automobilzulieferer gelandet.

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Mit moderner Fahrzeugelektronik lässt sich Geld verdienen, so glauben die Messeaussteller es zumindest. Leider stand das Thema Sicherheit nirgends in genauso großer Schrift auf den allgegenwärtigen Bannern. Das erinnert an den Internet-of-Things-Überschwang, bei dem die Industrie auch erst lernen musste, dass Daten besser sicher übertragen werden sollten.

Der Begriff ist schön unscharf, das Feld lukrativ

Das Thema Automotive ist aus mehreren Gründen für eine Vielzahl von Herstellern interessant. Der Begriff selbst ist äußerst unscharf: Die Zündkerzen-Ansteuerung im Motor passt genauso hinein wie das Entertainment-Center für die Mitfahrer, autonomes Fahren und Smart Cities - ein extrem dankbarer Begriff für Marketingabteilungen allerorten.

Viel wichtiger aber ist ein anderer Aspekt: Mit dem Thema lässt sich endlich wieder richtig Geld verdienen. Für das Internet of Things und Wearables - zwei andere Trendthemen - müssen die Chips und Geräte klein und günstig sein. Dazu fordert gerade der Consumer-Markt stets kürzeste Produktzyklen und stete Neuentwicklung. Bei Elektronik im Auto hingegen spielen Gewicht, Größe und Energiebedarf nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist hier das Thema Langzeitverfügbarkeit der Komponenten und hohe Anforderungen an deren Lebensdauer und Qualität.

Gerade die europäischen und amerikanischen Hersteller von Chips und anderen Bauteilen können hier ihre Trümpfe ausspielen - und lassen sich das auch gut bezahlen. Kaum ein chinesischer Produzent wird zum Beispiel derzeit für seinen ARM-Chip eine Lieferbarkeit von mindestens 15 Jahren garantieren und seine Kunden bei den komplexen, langwierigen Zertifizierungsverfahren in der Autoindustrie unterstützen können oder wollen.

So sind die großen bekannten Micro-Controller-Hersteller wie Freescale und Atmel auch ganz vorn dabei beim Thema Automotive mit durchaus durchdachten Konzepten. Neue Micro-Controller-Chips und Steuerungsmodule berücksichtigen nicht nur die erhöhten physischen Anforderungen wie die Temperatur- und Störfestigkeit. Sie enthalten auch Kryptomodule, um Daten zu ver- und entschlüsseln.

Ein sicheres Auto muss nicht nur den Crashtest überstehen

Doch die Verfügbarkeit solcher Lösungen ist nur die halbe Miete. Ihr Einsatz und ihre Interoperabilität sind allein von den Autoherstellern abhängig. Es hilft nicht, wenn die Module verschiedener Autozulieferer ihre Kommunikation zwar verschlüsseln könnten, doch der kleinste gemeinsame Nenner dabei zum Beispiel auf eine unsichere Verschlüsselung wie RC4 hinausläuft.

Spätestens der BMW-Hack sollte allerdings selbst den letzten Autobauer für das Thema Kommunikationssicherheit sensibilisiert und deutlich gemacht haben, dass ein sicheres Auto nicht nur im Crashtest bestehen muss. Doch selbst diesen Willen vorausgesetzt: Die Entwicklungszyklen im klassischen Automobilbau sind lang. Die neuen Micro-Controller werden frühstens in fünf Jahren in neuen Autos zu finden sein. Bis dahin muss der Käufer hoffen, dass der Hersteller seines Fahrzeugs wenigstens an dedizierte Kryptoelektronik in der Bordelektronik gedacht hat.

So dürfte sich unter Umständen bald die paradoxe Situation einstellen, dass Consumer-Geräte mit kurzen Produktzyklen wie das smarte TV-Gerät, die vernetzte Kaffeemaschine und die Wohnzimmerlampe mit WLAN-Steuerung womöglich sicherer unsere Daten verwalten und handhaben als unser neues Auto. Denn bei diesen Geräten ist für Nutzer das Thema Datensicherheit eher fassbar als bei all der versteckten Elektronik im Auto.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)



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d0p3fish 04. Mär 2015

Durch mein nicht ganz so wintertaugliches Kfz, war ich mal einen Winter gezwungen mit den...

thomas001le 03. Mär 2015

Nunja....Wenns regnet und man eben einkaufen muss...auch etwas mehr...dann greift man...

Lasse Bierstrom 28. Feb 2015

Sollte, müsste... An meinem Golf war der Heckklappengriff aus Druckguß Alu, und der...

Dwalinn 28. Feb 2015

Spannender wäre ein guter GPS sender in jeden Fahrzeug der sich nur schwer ausbauen...

capri85 28. Feb 2015

Bis auf die klassische Freisprechanlage, ist doch alles Andere bis dato in Punkto...


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