Lumberyard: Amazon krempelt den Spielemarkt um

Jetzt bietet auch Amazon eine Engine an: Lumberyard basiert auf der Cryengine und ist bis auf eine Pflichtanbindung an Amazon Web Services kostenlos - das dürfte Folgen für die Spielebranche haben.

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Grafik aus Lumberyard
Grafik aus Lumberyard (Bild: Amazon)

Einer hat es richtig gemacht: John Carmack, früher der Engine-Guru schlechthin, hat sich vor Jahren aus dem Geschäft mit den Laufzeitumgebungen verabschiedet und arbeitet stattdessen an Oculus Rift. Das Marktsegment der Engines ist noch immer lukrativ - aber von alten Glanzzeiten sind die Macher weit entfernt. Sowohl die Unreal Engine 4 als auch Unity und Cryengine sind für interessierte Privatanwender, für kleine Studios und für Startups beim Prototyping längst mehr oder weniger kostenlos nutzbar.

Und jetzt steigt auch noch Amazon in den Markt ein! Allerdings hat die Lumberyard-Engine gegenüber den etablierten Technologien einen großen Vorteil. Das Geschäftsmodell mit der Mischung aus kostenloser Verfügbarkeit für viele Einsatzzwecke plus Pflichtanbindung an die hauseigene Cloud für Onlineoptionen klingt langfristig überzeugend. Derzeit ist es ein Alleinstellungsmerkmal: Weder Unity noch die Unreal Engine 4 verfügen über eine vergleichbare Erlösquelle - sie sind darauf angewiesen, Spielentwickler auf andere Art zur Kasse zu bitten.

Hoffentlich geht dieser über die Kosten ausgetragene Konkurrenzdruck langfristig nicht zulasten des technischen Fortschritts. Firmen wie Epic Games und Unity haben zwar riesige Teams für die Pflege ihrer Technologien. Die sind aber vor allem damit beschäftigt, die Unterstützung von neuen Plattformen zu gewährleisten und die Codebasis aktuell zu halten. Innovationen haben sie in den vergangenen Jahren kaum noch hervorgebracht - auch Lumberyard bietet nach aktuellem Wissensstand keine echten Neuerungen. Stattdessen feiert die Branche jedes eigentlich selbstverständliche Virtual-Reality-Tool.

Interessant wird vor allem, wie Crytek mit der Cryengine weitermacht, die ja Basis für Lumberyard ist. Die Frankfurter haben viele ihrer guten Leute an andere Firmen verloren, etwa an die Niederlassung von Cloud Imperium Games in Frankfurt. Wenn sie keine neue technische Sensation in der Hinterhand haben - womit kaum zu rechnen ist -, dürfte es sehr schwierig werden, auf absehbare Zeit neue Lizenznehmer für die Cryengine zu finden.

Die können nun schließlich einfach zur quasi kostenlosen Alternative von Amazon greifen. Kein Wunder, dass sich Crytek in letzter Zeit offenbar verstärkt auf die Produktion von Spielen wie The Climb konzentriert.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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Trollversteher 16. Feb 2016

Ich denke, dass ihr alle komplett daneben liegt - amazon ist in erster Linie daran...

pseudo 14. Feb 2016

Nein, er/sie hat keinen Blödsinn bezüglich der Technologie geschrieben.

Dwalinn 11. Feb 2016

Weil es hier schlaue Forenmitglieder gibt :) Lese teilweise mehr Kommentare als Artikel

Trollversteher 10. Feb 2016

Exakt so sieht es aus.



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