Imagination Technologies: Freier PowerVR-Grafiktreiber bereit für Linux-Hauptzweig

Imagination hat die Kehrtwende erfolgreich geschafft und PowerVR-Grafik kann bald standardmäßig mit dem Linux-Kernel genutzt werden.

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Der PowerVR-Treiber ist auf dem Weg in den Hauptzweig des Linux-Kernels.
Der PowerVR-Treiber ist auf dem Weg in den Hauptzweig des Linux-Kernels. (Bild: Pixabay)

Der freie Linux-Grafiktreiber für die PowerVR-GPUs des Herstellers Imagination Technologies ist auf dem Weg in den Hauptzweig des Linux-Kernels. Wie die Entwickler auf der Mailingliste mitteilen, ist der Code Teil des Zweigs, der zur Aufnahme in die kommende Version 6.8 des Linux-Kernels vorgesehen ist. Zwar muss Chefentwickler Linus Torvalds der Aufnahme in den von ihm betreuten Hauptzweig final zustimmen, das gilt aber als Formsache.

Der Treiber für die PowerVR-GPUs kann damit im kommenden Frühjahr erstmals offiziell als Teil von Linux erscheinen. Das ist eine massive Kehrtwende in Bezug auf die Unterstützung der GPU-Familie im Linux-Kernel. Denn Imgtech weigerte sich lange, freie Treiber für seine GPU-Technik zu erstellen oder auch nur Entwicklern die dafür notwendige Dokumentation zugänglich zu machen. Insbesondere beim Einsatz von Intel-Chips mit PowerVR-Grafik führte das vor Jahren für viele Linux-Nutzer zu erheblichen Problemen.

Diese strikte Abwehrhaltung änderte sich jedoch seit einigen Jahren und der Hersteller kündigte bereits im Sommer 2015 an, künftig freie Treiber zu erstellen.

Langer Weg zum Hauptzweig

Das geschah teilweise auch, etwa für zahlreiche Android-SoCs, die die PowerVR-GPUs integrieren. Der dazugehörige Treiber wird jedoch nicht im Hauptzweig des Linux-Kernels gepflegt, sondern extern durch das Unternehmen als sogenannter Downstream.

Das ändert sich nun aber, was Imgtech einen technischen Vorteil im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen bringt, allen voran ARM. PowerVR stellte die Arbeiten bereits im vergangenen Sommer vor.

Parallel zu dem Kernel-Treiber entsteht ein Vulkan-Treiber für die Userspace-Bibliothek Mesa. Für OpenGL setzt das Team auf Zink. Die Entwicklung des Treibers fokussiert sich bisher zunächst auf das Modell AXE-1-16M.

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