Imagen Tech: KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Künstliche Intelligenz (KI) hilft Handchirurgen künftig bei der Diagnose: Die Food and Drug Administration (FDA), die für die Einführung medizinischer Neuentwicklungen zuständige US-Behörde, hat eine Software zugelassen, die auf Röntgenaufnahmen einen bestimmten Knochenbruch erkennt.
Osteodetect heißt die Software, die das New Yorker Unternehmen Imagen Tech(öffnet im neuen Fenster) entwickelt hat, sie soll distale Radiusfrakturen(öffnet im neuen Fenster) erkennen. Das ist ein Bruch am unteren Ende der Speiche nahe des Handgelenks und gilt als der häufigste Knochenbruch. Die Software analysiert ein Röntgenbild und markiert die Stelle, an der es Hinweise auf einen Bruch gefunden hat. Das soll dem Arzt die Diagnose erleichtern.
Bei dieser Analyse setzt Osteodetect Maschinenlernen ein. Imagen Tech hat bei der FDA zwei Studien eingereicht. Bei der einen hatte das System 1.000 Röntgenbilder analysiert. Das System sollte einen Bruch der Speiche erkennen und lokalisieren. Zum Vergleich hatte Imagen Tech die Bilder von drei Handchirurgen prüfen lassen. Beide Studien hätten gezeigt, dass die Diagnose durch den Einsatz der Software habe verbessert werden können, resümiert die FDA(öffnet im neuen Fenster) .
"Algorithmen mit künstlicher Intelligenz haben ein großes Potenzial, um Anbietern von Gesundheitsleistungen bei der Diagnose und Behandlung von Beschwerden zu helfen" , sagte Robert Ochs vom Center for Devices and Radiological Health der FDA. "Diese Software kann dem Personal helfen, Handgelenkfrakturen schneller zu erkennen und bei der Diagnose von Frakturen zu helfen."
Osteodetect ist nicht das erste KI-System, das die FDA zulässt. Im April etwa hat die Behörde den Einsatz eines Systems genehmigt, das hilft, Augenleiden zu erkennen(öffnet im neuen Fenster) , die mit Diabetes in Zusammenhang stehen. Ein anderes System hilft, auf Computertomographie-Aufnahmen Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall zu finden(öffnet im neuen Fenster) .



