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Vorklimatisierung per Handy möglich

Das ist gerade an heißen Sommertagen sinnvoll. Beim EX90 ist das über die App möglich, was auf der Fahrt sehr häufig in Anspruch genommen wurde. Zwar bieten auch Verbrenner diese Funktion. Doch bei Mildhybriden ist der kleine Akku schnell leer, und es dürfte eher ineffizient sein, dafür den Motor laufen zu lassen.

Über die Volvo-App ließ sich das Testauto sehr einfach einbinden. Zudem lässt sich schnell ein eigenes Fahrerprofil anlegen. Das Smartphone lässt sich auch als Schlüssel nutzen, was aber ein Ultra-Wideband-Modul (UWB) voraussetzt. Sonst ließ sich das Auto nur mit der Keycard öffnen. Sie muss zudem in der Ladeschale liegen, um losfahren zu können.

Gegenverkehr- statt Reichweitenangst

Für sämtliche Antriebsarten trifft jedoch zu, dass Autos wie das größte Volvo-SUV nicht für die engen italienischen Straßen gebaut sind. Bei einer Breite von 2,11 m mit Außenspiegeln war statt der Reichweitenangst die Gegenverkehrangst ein ständiger Begleiter. Google Maps lotste uns in einem Fall sogar durch eine Straße, die sich auf 1,7 m verengte. Selbst ein Fiat Panda der ersten Generationen hätte nur noch knapp durchschlüpfen können.

Glücklicherweise erleichterte die serienmäßige 360-Grad-Kamera das Ein- und Ausparken oder Rückwärtsfahren mit dem Trumm. Gerade in engen Parkhäusern wäre es praktisch, wenn der EX90 per Handy vor- und zurückfahren könnte. Doch diese Funktion bietet Volvo nicht. Der Park Pilot Assist erkennt zumindest freie Parkplätze und kann selbstständig längs einparken.

Kein Lidar mehr auf dem Dach

Der EX90 ist mit sieben Außenkameras und fünf Außenradaren ausgestattet. Das Upgrade verzichtet auf den Lidar von Luminar, der zu Schäden an Kamerasensoren geführt hatte. Im Innenraum kontrolliert ein Radarsensor in der Dachkonsole, ob Kinder oder Tiere im Fahrzeug unbeabsichtigt zurückgelassen wurden. Infrarotkameras hinter dem Lenkrad überwachen die Aufmerksamkeit des Fahrers.

Volvo setzt beim EX90 weiter auf die vollständige Integration von Google-Diensten. Neben Maps sind der Assistant und der Playstore verfügbar. Anwendungen wie Spotify oder A Better Routeplanner lassen sich darüber einfach installieren.

Verglichen mit einem Test vor vier Jahren ist die Ladeplanung von Google deutlich besser geworden. Das System listet viele Details zu den Ladestationen auf, kennt die aktuelle Belegung und warnt vor Problemen, die andere Nutzer gemeldet haben. Zwar treffen die Angaben nicht immer zu, wie die Ladeleistung von 600 kW bei der erwähnten Jet-Station, doch bewahrte uns eine der Warnungen davor, mit fast leerem Akku eine defekte Station anzufahren.

Nicht sehr komfortabel ist hingegen das Ersetzen von Ladestopps.


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