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"Im besten Netz": Telekom ändert ihre Netzkennung

Netzetag
Für eine Werbeaktion hat die Telekom eine neue Netzkennung. Technisch wurde nichts Wesentliches geändert.
/ Achim Sawall
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Der Werbegag macht die Anzeige unruhig. (Bild: Daniel / Golem.de)
Der Werbegag macht die Anzeige unruhig. Bild: Daniel / Golem.de

Als Netzkennung der Telekom wird in einer Marketingaktion auf Smartphonedisplays "Im besten Netz" statt Telekom.de angezeigt. Das gab die Deutsche Telekom am 22. Januar 2026 bei ihrem Netzetag in Berlin bekannt. Dazu läuft in Werbeclips in sozialen Medien(öffnet im neuen Fenster) der neu produzierte Song "What The World Needs Now Is Love" von Cage.

Technisch wurde nicht die Netzidentität (PLMN-ID) geändert, sondern der Displayname über die SIM-Karte oder die Konfigurationsdaten des Endgeräts manipuliert. Die Telekom kann über ein Over-the-Air (OTA) Update die Datei EF_PNN (PLMN Network Name) ändern. Dabei wird dem Smartphone mitgeteilt: Bei 262 01 zeige im Display nicht Telekom.de, sondern Im besten Netz an.

Bei iPhones und neueren Android-Geräten wird der Name häufig nicht mehr nur von der SIM-Karte gelesen, sondern aus Carrier Bundles des Betriebssystems, das sind Netzbetreiber-Konfigurationsdateien.

Bundesweit hat die Telekom eine 5G-Flächenversorgung von annähernd 90 Prozent, Ende 2025 lag dieser Wert noch bei rund 87 Prozent. In den nächsten vier Jahren will der Netzbetreiber die Flächenversorgung um vier Prozent – oder 16.000 Quadratkilometer Fläche – steigern. Im vergangenen Jahr nahm die Telekom nach eigenen Angaben 1.000 neue Standorte in Betrieb.

Welche Frequenzbereiche nutzt die Telekom?

Bisher habe die Telekom den Bereich bei 800 MHz "eher ländlich genutzt. 700 MHz fängt auch ländlich an und wird dann breiter, weil die Frequenz Inhouse versorgen kann und große Flächen abdeckt. 900 MHz ist überall, weil wir es hauptsächlich für 2G einsetzen, es aber jetzt auch für LTE nutzen. Das sogenannte Mittelband, die 1.800, haben wir als unser LTE-Band genutzt – eher in den Städten, aber tatsächlich überall" , erklärte der damalige Telekom-Technikchef Abdu Mudesir im Februar 2025. Den früheren UMTS-Bereich 2,1 GHz setze man eher in den Städten, aber auch breiter ein. 2,6 GHz werde meist für Inhouse-Versorgung genutzt.

Mit verschiedenen Maßnahmen sollten 90 Prozent der Antennenstandorte bis zum Jahr 2027 eine Downloadkapazität von 1 GBit/s erhalten, hieß es Ende März 2025.

Beim klassischen Ausbauschema der Telekom werden Frequenzen aggregiert, im Coverage Layer im Bereich unter 1 GHz. Den Capacity Layer bildet das Mid-Band bei 1.000 bis 2.000 MHz, das C-Band kommt an Hotspots zum Einsatz. Alle Standorte sollten künftig Low-Band-Frequenzen (700, 800 und 900 MHz) nutzen, erklärte die Telekom . 90 Prozent der Standorte sollen zusätzlich Mid-Band-Frequenzen (1.500, 1.800 und 2.100 MHz) erhalten, an Verkehrsknotenpunkten soll das 3,6-GHz-Band zum Einsatz kommen.


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