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ILRS: Russischer Mondreaktor genehmigt

Für den geplanten Bau eines russischen Atomreaktors für die chinesische Mondbasis gibt es jetzt die offizielle Genehmigung.
/ Patrick Klapetz
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Symbolbild eines russischen Atomkraftwerks auf dem Mond (Bild: Pixabay/Montage: Golem)
Symbolbild eines russischen Atomkraftwerks auf dem Mond Bild: Pixabay/Montage: Golem

Wie die russische Nachrichtenagentur Tass am 1. April 2026 berichtete(öffnet im neuen Fenster) , ist der Bau eines Kraftwerks für die Internationale Mondforschungsstation ILRS genehmigt worden. Das Memorandum zu diesem Mondstationssegment hatten die Raumfahrtbehörden Russlands (Roskosmos) und Chinas (CNSA) bereits im Mai 2025 unterzeichnet.

"Das Projekt zur Internationalen Mondforschungsstation mit China entwickelt sich" , teilt Roskosmos-Chef Dmitri Bakanow dem Föderationsrat bei einer Sitzung im Oberhaus des Parlaments mit. "Die Russische Akademie der Wissenschaften hat das Konzept für die Schaffung ihres russischen Teils genehmigt."

Wann kommt das russische Atomkraftwerk für den Mond?

China plant, die Mondforschungsstation am Südpol des Trabanten zu errichten. Die erste Bauphase soll sich von 2030 bis 2035 erstrecken. Russland soll in diesem Abkommen einen Atomreaktor bis zum Jahr 2036 beisteuern.

Michail Kowalchuk, der Präsident des Nationalen Forschungszentrums des Kurchatow-Instituts, geht davon aus, dass der Reaktor in fünf bis sieben Jahren betriebsbereit ist. Jedoch brauche es drei Raketenstarts bis zur Errichtung des Reaktors, teilt der Generalauftragnehmer des Projekts – das russische Raumfahrtunternehmen NPO Lavochkin – mit.

Im Jahr 2033 soll zunächst ein experimentelles Raumfahrzeug zum Mond gebracht werden, gefolgt von einem Infrastrukturraumfahrzeug im Jahr 2034 und dem eigentlichen Energiemodul im Jahr 2035. Der Prototyp des russischen Selena-Kraftwerks soll 2032 gebaut werden, teilte Kowalchuk(öffnet im neuen Fenster) mit. Das Kernkraftwerk soll eine Leistung von mindestens 5 kW erreichen und ist für einen Betrieb von zehn Jahren ausgelegt.


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