Illumos: Opensolaris-Fork beendet Sparc-Support

Sparc-CPUs sind laut Illumos zu teuer, kaum noch verfügbar und nicht mehr regelmäßig nutzbar. Die freie Sun-Technik geht damit zu Ende.

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Der Sparc-Support in dem Opensolaris-Nachfolger Illumos nähert sich dem Ende.
Der Sparc-Support in dem Opensolaris-Nachfolger Illumos nähert sich dem Ende. (Bild: Christopher Furlong/Getty Images)

Das freie Betriebssystem Illumos wird künftig wohl darauf verzichten, Sparc-CPUs zu unterstützen. Das geht aus einer Readme-Datei hervor, die die Beteiligten als Teil ihre Code-Diskussion auf Github veröffentlicht haben. Begründet wird der Schritt einerseits mit dem bisher schon hohen Pflegeaufwand für die Architektur sowie andererseits mit der schlechten Verfügbarkeit der Sparc-CPUs für das Projekt.

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Illumos ist vor mehr als zehn Jahren als Fork des ursprünglich von Sun gestarteten Opensolaris hervorgegangen, nachdem Oracle Sun übernommen und die freie Verfügbarkeit des Solaris-Codes beendet hat. Auf Illumos basieren wiederum einige spezialisierte Opensolaris-Weierführungen.

"Die neuen Sparc-Maschinen, für die wir einen relativ direkten und vollständigen Support haben, waren zum Zeitpunkt des Forks aktuell. Das ist die UltraSPARC-T2-Serverfamilie, wie z. B. T5120 und T5220. Die letzten dieser Systeme haben zwischen 2011 und 2012 das Ende ihre Nutzungsdauer erreicht", heißt es zum Stand des Sparc-Supports in Illumos.

Kaum verfügbare Sparc-CPUs und technische Probleme

Seitdem sei die Verfügbarkeit von Sparc-CPUs immer schlechter geworden und die Preise würden etwa durch Sammler auf dem Second-Hand-Markt noch oben getrieben. Dazu heißt es bei Illumos: "Infolgedessen ist der Pool an Maschinen, die zum Erstellen der Software zur Verfügung stehen, äußerst begrenzt. Das Projekt hat derzeit keinen Zugriff auf eine permanente offizielle Sparc-Build-Maschine".

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Illumos habe sich deshalb überlegt, sich mit Qemu zu behelfen. Das sei für moderne Arbeitsanforderungen jedoch wohl nur schlecht geeignet. So könne das Bauen des gesamten Betriebssystems für Sparc in Qemu mehrere Wochen dauern.

Erschwert wird ein möglicher Sparc-Support auch durch moderne Software, die etwa auf eigene Jit-Compiler setzt wie Go oder Node.js, die nicht für Sparc bereitstehen. Ähnlich verhalte es sich auch mit der Sprache Rust, die wohl nur mit großem Aufwand für Sparc und Illumos unterstützt werden könne. Dabei gebe es aber immer mehr Interesse daran, Rust selbst für die Illumos-Entwicklung zu verwenden.

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Das Projekt könne mit dem Ende des Sparc-Supports auch auf die mittlerweile völlig veraltete GCC-Version 4.4 verzichten, die nur noch für Sparc vorgehalten werde. Der vollständige Wechsel auf eine aktuelle GCC-Version könnte dann auch neue Funktionen und Techniken der Sprache C ermöglichen. Neben Sparc unterstützt Illumos noch die 64-Bit-Variante der x86-Architektur.

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