Illegales Streaming: VPN-Anbieter sollen Daten verdächtiger User aufzeichnen

Einige Filmstudios wollen weiter gegen VPNs vorgehen. Diese hätten eine Mitschuld an illegalem Streaming und sollen solche Seiten blocken.

Artikel veröffentlicht am ,
VPN-Anbieter sollen künftig Daten sammeln, meinen Filmstudios.
VPN-Anbieter sollen künftig Daten sammeln, meinen Filmstudios. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Virtual Private Networks werden für das anonyme Ansteuern diverser Webseiten verwendet. Filmstudios sind sich jedoch sicher, dass sie vor allem für illegale Streams und Downloads genutzt werden. Deshalb verklagen einige Studios VPN-Anbieter wie Surfshark, ExpressVPN, Zenmate VPN und VPN Unlimited.

Stellenmarkt
  1. Anwendungsbetreuer (m/w/d) Systemadministration
    KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH, Stuttgart
  2. Leiter*in (m/w/d) Klinische Systeme
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

Das Ziel: Die VPN-Anbieter sollen Nutzerdaten aufzeichnen und bestimmte Webseiten wie etwa The Pirate Bay und Rarbg blocken, die für das Verbreiten von Filmen bekannt sind. Außerdem wollen die betroffenen Filmstudios Schadensersatz erhalten. Die Klage liegt dem Landesgericht im US-Bundesstaat Virginia vor.

Laut dem Magazin Torrentfreak geht es etwa darum, Dienste wie Bittorrent zu blockieren und Menschen aufzuspüren, die illegal Inhalte im Netz verbreiten und diese konsumieren. Die Kläger sind Macher von Filmen wie Hellboy, Rambo V, Angel Has Fallen, Dallas Buyers Club und The Hitman's Bodyguard. Darunter befindet sich die Produktionsfirma Millenium Media.

VPNs seien wichtige Werkzeuge für illegale Streams

"Die Angeklagten bewerben ihre VPN-Dienste als Werkzeug, um geschützte Inhalte illegal zu erwerben, ohne erwischt zu werden", heißt es in der Anklage. Auch seien Werbeinhalte von VPN-Anbietern auf diversen Torrent- und Streamingwebseiten gefunden worden. Ein Beispiel ist das Portal YTS, auf dem Express VPN, eines der angeklagten Unternehmen, mit dem eigenen Dienst und dessen Sicherheit wirbt.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  2. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  3. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
Weitere IT-Trainings

VPNs könnten auch dazu genutzt werden, um regionale Sperren diverser Streamingdienstleister wie Netflix zu umgehen. "Greifen Sie auf US-Netflix zu mit VPN Unlimited", heißt es in einem Werbeslogan. VPN-Anbieter seien also nach Ansicht der Kläger direkt mitverantwortlich für illegales Streaming.

Bisher seien Tausende von Urheberrechtsverletzungen an VPN-Dienstleister weitergeleitet worden. Diese können einzelne Verdächtige aber nicht eindeutig identifizieren, da sich mehrere VPN-User eine öffentliche IP-Adresse teilen und VPNs weitere Informationen verschlüsseln. Das könne umgangen werden, indem VPN-Anbieter diese Informationen von Usern direkt aufzeichnen.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Das widerspräche allerdings dem ursprünglichen Sinn von VPNs: sich möglichst anonym im Internet zu bewegen. Es ist davon auszugehen, dass VPN-Anbieter die Klage anfechten. Bisher ist das aber wohl noch nicht geschehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Garius 02. Sep 2021 / Themenstart

Das geht relativ unkompliziert. Du startest Disney+, kriegst einen Code den du im Gerät...

Garius 02. Sep 2021 / Themenstart

Gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Aber bei Filmen ist eben eine größere Hausnummer als...

gan 01. Sep 2021 / Themenstart

Warum nicht? Ich weiß natürlich, warum das nicht geht, aber ich bin mir sehr sicher...

gan 01. Sep 2021 / Themenstart

Erzähl das bloß nicht meinem Chef, sonst kommt der noch auf Ideen. Bisher glaubt der...

gan 01. Sep 2021 / Themenstart

Nein, dann demonstriert das nur, wie absurd die Forderungen der Filmstudios sind. Es...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

  2. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

  3. Weihnachtsgeschäft: Amazon benötigt wieder 10.000 Saisonkräfte
    Weihnachtsgeschäft
    Amazon benötigt wieder 10.000 Saisonkräfte

    Amazon stellt im Weihnachtsgeschäft wieder viele Befristete ein und zahlt angeblich 12 Euro brutto.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /