Illegales Streaming: VPN-Anbieter soll für Filmpiraterie geworben haben

Die Rechteinhaber mehrerer Filme gehen gegen den VPN-Anbieter LiquidVPN vor. Damit seien illegale Filmstreams und Torrents verbunden.

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LiquidVPN soll sich nun rechtfertigen.
LiquidVPN soll sich nun rechtfertigen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Die Finanzierungsgruppen mehrerer Filme wollen gerichtlich gegen VPN-Anbieter vorgehen. Betroffen ist das Unternehmen LiquidVPN, das Videopiraterie bewerben und so illegale Machenschaften unterstützen soll, wie das Magazin Torrentfreak berichtet.

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Zu den Klägern gehören Voltage Pictures und Millenium Funding, die Produktionen wie den U-Boot-Film Hunter Killer oder den Science-Fiction-Film Autómata finanziert haben. "Die Angeklagten von LiquidVPN bewerben ihren Dienst für den Zweck des Filmdiebstahl, einschließlich dem Verletzen des Urheberrechts der Ankläger", schreiben die Kläger in ihrer Stellungnahme.

David Cox, Betreiber des VPN-Dienstes, bis dieser 2019 an eine andere Firma verkauft wurde, ist von der Anklage betroffen. Mit ihm zusammen wurden dem Bericht zufolge 100 Menschen erwähnt, die das VPN für das Herunterladen von Filmen aus dem Internet genutzt haben sollen.

Tatsächlich wirbt LiquidVPN mit einer Optimierung für Torrent-Dienste - eine häufige Form der Inhaltsverteilung im Internet, bei der alle Teilnehmer im Torrent-Netzwerk Teile von Dateien sowohl herunterladen als auch für andere Personen wieder hochladen. Vor allem letzteres gilt auch in Deutschland als Verbreiten von Inhalten im Netz - und ist strafbar solange diese Inhalte urheberrechtlich geschützt sind.

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LiquidVPN stellt den eigenen Dienst indirekt auch als sichere Verbindungsmethode zu diversen Kodi-Servern auf der Welt dar. Dort wird nach eigenen Aussagen auch "rechtlich fragwürdiger Inhalt" angeboten.

Zuvor waren auf der Webseite wohl wesentlich offensichtlichere Werbeaussagen zu finden. Das Unternehmen warb laut Torrentfreak etwa mit dem sicheren Streamen auf Popcorn Time - einer kostenlosen Streamingseite und -App für diverse schwarzkopierte Filme und Serien. Diese Aussagen sind auf der Seite nicht mehr zu finden.

Ob das ausreichen wird, um einer Strafe zu entgehen, steht nicht fest. Allerdings könnte sich das Ergebnis des Verfahrens auch auf andere VPN-Anbieter auswirken, die gerade von Rechteinhabern oft kritisiert werden.

In Staaten wie den USA sind VPNs eine Möglichkeit, um dort gern genutzten Drosselungen durch ISPs zu entgehen. Auch können Internetuser in Nationen wie China so auf eigentlich frei verfügbare Dienste wie Youtube und Facebook zugreifen, die in China aber geblockt werden. Generell helfen VPNs dabei, sich anonymer im Internet zu bewegen.

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