Illegales Streaming: HDFilme und xCine geschlossen und Domains beschlagnahmt

Die ACE, in der Netflix, Amazon und Disney im Vorstand sitzen, hat zwei illegale deutsche Streamingangebote schließen lassen. Gehostet wurde in Vietnam.

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xCine tarnte sich als legales Angebot.
xCine tarnte sich als legales Angebot. (Bild: xCine)

Die deutschsprachigen Angebote HDFilme und xCine sind von der Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) geschlossen worden. Das gab die Organisation der Filmindustrie am 31. August 2022 bekannt. Laut Angaben der ACE sind Plattformen mit illegal kopierten Inhalten von Vietnam aus betrieben wurden.

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"HDFilme, xCine und sieben zugehörige Domains, die seit 2019 in Betrieb waren, boten illegalen Zugriff auf mehr als 23.000 Filme und geschätzte 100.000 Folgen von Fernsehserien; sie zogen monatlich über 16 Millionen Besucher an. Alle mit HDFilme und xCine verbundenen Domains wurden an ACE übertragen", hieß es in der Erklärung.

Dem gingen "rechtliche Schritte in Europa und überregionale Ermittlungsarbeit voraus". Die Operation gegen die illegale Plattform sei "die erste ihrer Art in Vietnam, das sich zu einem wichtigen Exporteur" von illegalen Inhalten und einem Ursprungsland für viele der weltweit größten illegalen Websites entwickelt habe.

ACE: Streamingkonzerne und Filmstudios im Vorstand

Die Alliance for Creativity and Entertainment gilt als weltweit wichtigste Instanz für die Durchsetzung des Urheberrechts der milliardenschweren Filmindustrie. Unlängst erklärte man, sich auf Asien zu konzentrieren. Im ACE-Vorstand sitzen Vertreter der Streaminganbieter Netflix Studios, Amazon, Walt Disney Studios Motion Pictures und Apple TV+. Dazu kommen die etablierten Filmstudios NBCUniversal, Sony Pictures ViacomCBS und Warner Bros. Charles Rivkin ist zugleich Vorsitzender von ACE und der Motion Picture Association.

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Die in Deutschland aktive Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) meldete im Jahr 2020 Insolvenz an, weil der Verband der US-Filmindustrie die Unterstützung eingestellt hatte. Der Verein wurde vor 35 Jahren gegründet und konzentrierte sich auf Ermittlungen gegen gewerbsmäßige Anbieter von Medieninhalten aus illegalen Quellen. Dort waren mehrere ehemalige Polizisten und andere Ermittler beschäftigt, die anonyme Seitenbetreiber identifizierten oder ermittelnde Behörden technisch unterstützten. Zu den Geldgebern gehörten die Film- und Musikindustrie, die Spielebranche, Verlage oder der Pay-TV-Sender Sky Deutschland. Immer wieder gab es Vorwürfe, dass sich die GVU die Rechte staatlicher Ermittlungsbehörden angemaßt habe oder mit ihnen nahezu gemeinsam operierte.

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