Abo
  • Services:
Anzeige
Terracotta VPN wurde ein unbekannter VPN-Dienst in China genannt. Er soll gekaperte Server für illegale Aktivitäten bereitstellen.
Terracotta VPN wurde ein unbekannter VPN-Dienst in China genannt. Er soll gekaperte Server für illegale Aktivitäten bereitstellen. (Bild: Maros Mraz, CC-BY-SA-2.5)

Illegales Netzwerk: Terracotta VPN nutzt gekaperte Server

Terracotta VPN wurde ein unbekannter VPN-Dienst in China genannt. Er soll gekaperte Server für illegale Aktivitäten bereitstellen.
Terracotta VPN wurde ein unbekannter VPN-Dienst in China genannt. Er soll gekaperte Server für illegale Aktivitäten bereitstellen. (Bild: Maros Mraz, CC-BY-SA-2.5)

Das sogenannte Terracotta VPN bietet seinen Kunden ein international verzweigtes Netzwerk. Es leitet den Datenverkehr aber über gehackte Server - und soll so die Aktivitäten von Cyberkriminellen schützen.

Anzeige

Ein VPN (Virtual Private Network) vermeintlich chinesischen Ursprungs soll die von ihm im Ausland genutzten Server einfach gekapert haben. Das IT-Sicherheitsunternehmen RSA will in dem VPN Aktivitäten bekannter chinesischer Hackergruppen entdeckt haben, darunter auch Deep Panda. RSA hat das VPN Terracotta genannt. Den richtigen Namen des wohl offiziellen Anbieters nennt RSA nicht. Er soll aber in China beheimatet sein. Die gekaperten Server befinden sich unter anderem in den USA, Großbritannien und Südkorea.

Benannt nach der Terrakotta-Armee, die der erste chinesische Kaiser Qin Shi Haung in seinem Grabmahl aufstellen ließ, nutzt der unbekannte VPN-Anbieter angreifbare Windows-Server weltweit für seine Infrastruktur. Sie sollen unter anderem zu einer namhaften Hotelkette, zu Unternehmen, die im Auftrag der US-Regierung arbeiten, sowie Universitäten in Taiwan und Singapur gehören. So spart sich Terracotta-VPN nicht nur Geld, sondern bietet den wohl illegalen Aktivitäten seiner Kunden besonderen Schutz. Denn deren Datenverkehr läuft über vermeintlich legitime Server. Allein in den USA soll Terracotta-VPN 572 Server genutzt haben.

Angriffe über das Windows Management Interface

RSA beschreibt den Angriff auf die Windows-Server folgendermaßen: Zunächst starten sie einen Brute-Force-Angriff, um an das Administrator-Passwort des Servers zu kommen. Der Angriff erfolgt auf das Windows Management Interface (WMI) auf TCP-Port 135. Waren sie erfolgreich, loggen sie sich dort ein und deaktivieren die Windows-eigene Firewall. Dann wird der Telnet-Dienst installiert und aktiviert. Es folgt ein direkter Zugriff auf den Server über die Fernwartung Remote Desktop (RDP). Die Verbindung soll stets von Servern aus passieren, dessen IP-Adressen RSA in Dongguan, einem Vorort der chinesischen Stadt Guangzhou, verortet ist.

Per Remote Desktop wird zunächst das Microsoft-eigene Überwachungswerkzeug Windows Defender deinstalliert. Anschließend werden dort Remote Administration Tools (RAT) wie Gh0st oder Mitozhan installiert. Außerdem legen die Hacker einen Backdoor-Daemon auf dem Server ab, der auf Port 3422 lauscht. Zusätzlich werden oftmals weitere Konten angelegt, sie tragen unter anderem die Namen mssql oder krto. Ein paar Tage später loggen sich die Hacker wieder ein und konfigurieren den Server so, dass er Teil ihres VPNs wird.

Dass solche Angriffe unbemerkt bleiben, führen die Experten bei RSA darauf zurück, dass die gekaperten Server selbst Remote-Zugänge oder VPN-Dienste nutzen. Bemängelt wird, dass die von RSA entdeckten Server allesamt nicht durch eine Hardware-Firewall geschützt waren.


eye home zur Startseite
AlexanderSchäfer 06. Aug 2015

Sobald der Angriff erkannt wird, können doch sämtliche Verbindungen dokumentiert werden...

lala1 06. Aug 2015

Ganz ehrlich Respekt für deine Konsequenz. Das ist dann keine Basis der Zusammenarbeit...

Niantic 06. Aug 2015

seit wann hat windows ssh? also zumindest nicht von haus aus... dann als naechste frage...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Moritz J. Weig GmbH & Co. KG, Mayen
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. OSRAM GmbH, Regensburg
  4. Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, Wiesbaden


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. SUNET

    Forschungsnetz erhält 100 GBit/s und ROADM-Technologie

  2. Cisco

    Kontrollzentrum verwaltet Smartphones im Unternehmen

  3. Datenschutz

    Facebook erhält weiterhin keine Whatsapp-Daten

  4. FTTH

    Telekom will mehr Kooperationen für echte Glasfaser

  5. Open Data

    OKFN will deutsche Wetterdaten befreien

  6. Spectrum Next

    Voll kompatible Neuauflage des ZX Spectrum ist finanziert

  7. OmniOS

    Freier Solaris-Nachfolger steht vor dem Ende

  8. Cybercrime

    Computerkriminalität nimmt statistisch gesehen zu

  9. Red+ Kids

    Vodafone führt Tarif für Kinder unter zehn Jahren ein

  10. Quantencomputer

    Alleskönner mit Grenzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  2. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  3. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro
  2. Elektroauto Volkswagen I.D. Crozz soll als Crossover autonom fahren
  3. Sportback Concept Audis zweiter E-tron ist ein Sportwagen

DLR-Projekt Eden ISS: Das Paradies ist ein Container
DLR-Projekt Eden ISS
Das Paradies ist ein Container
  1. Weltraumschrott "Der neue Aspekt sind die Megakonstellationen"
  2. Transport Der Güterzug der Zukunft ist ein schneller Roboter
  3. "Die Astronautin" Ich habe heute leider keinen Flug ins All für dich

  1. Re: Google, DARPA, Facebook...

    Fotobar | 18:20

  2. mydealz.de

    DY | 18:20

  3. Re: Noch mehr unfreiwilliger Seelen-Striptease!

    Fotobar | 18:17

  4. Re: Niemand hat die Absicht, Ihre Gedanken zu...

    Fotobar | 18:14

  5. Re: In dem Alter brauchen die kein Handy.

    das_mav | 18:12


  1. 18:14

  2. 17:47

  3. 16:19

  4. 16:02

  5. 15:40

  6. 14:51

  7. 14:17

  8. 13:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel