Illegales Filesharing: Oberlandesgericht legt 200 Euro Schadensersatz pro Song fest

Für das Anbieten von illegalen Musikkopien werden pro Titel 200 Euro fällig, wenn der Filesharer verurteilt wird. Dieser Preis soll sich an üblichen Entgeltsätzen der Gema für legale Downloadangebote und anderen Urteilen orientieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Das bekannte Video der GVU
Das bekannte Video der GVU (Bild: GVU-Video)

Das Anbieten von illegalen Musikkopien über Tauschbörsen kostet im Fall einer Verurteilung in Deutschland pro Titel 200 Euro. Die Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein weist am 12. September 2014 auf ein Urteil (Aktenzeichen 11 U 115/13) des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hin, das bereits im Juli gesprochen wurde. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Stellenmarkt
  1. Teamleiter IT - SAP Basis (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, Pfronten
  2. System Administrator Infrastructure (m/f/d)
    CETITEC GmbH, Pforzheim
Detailsuche

Das Oberlandesgericht verwarf damit die Summe von 150 Euro, die das Landgericht in erster Instanz als Lizenzschaden festgestellt hatte, blieb aber unter den Forderungen des klagenden Rechteinhabers, der 400 Euro pro Song gefordert hatte. Bei der Summe handele es sich um den fiktiven Lizenzschaden, also den Betrag, den der Urheber für eine reguläre Nutzungslizenz des Downloads verlangt hätte.

Da es keine unmittelbar für Filesharing-Fälle anwendbaren Tarife gäbe, werde in anderen Urteilen auf verschiedene Tarife der GEMA verwiesen, oder dieser Ansatz auch gänzlich abgelehnt. In der Rechtsprechung werde jedoch mehrfach ein Betrag von 200 Euro für einen in die Tauschbörse eingestellten Titel als angemessen gesehen. Dieser Bewertung schloss sich das Oberlandesgericht an und verwies auf verkehrsübliche Entgeltsätze für legale Downloadangebote im Internet.

Für Rechteinhaber wird es jedoch immer komplizierter, ihre Forderungen durchzusetzen. Wenn ein Internetanschlussinhaber in einem Filesharing-Verfahren angeben kann, dass Dritte Zugriff auf den Zugang hatten oder der Anschluss nicht hinreichend gesichert war, gilt die Störerhaftung nicht. Der Bundesgerichtshof hatte am 8. Januar 2014 das Urteil gefällt, nach dem ein Familienvater nicht für die Rechtsverletzung durch seinen volljährigen Stiefsohn haftet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


KritikerKritiker 14. Okt 2014

Ich habe es aufugegeben mich an dieser Konversation zu beteiligen.

GodsBoss 15. Sep 2014

Eine Abmahnung schicken ist tatsächlich sehr leicht, aber ob man auch was davon hat, ist...

tibrob 15. Sep 2014

Eine nicht vorhandene Kreditkarte ist ein ziemlich blödes Argument, denn so ziemlich...

Dorsai! 15. Sep 2014

Genau das ist doch eben leider nicht mehr der Fall. Also auf Studiomonitoren wird...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /