Illegaler Onlinehandel: Admin des Darknet-Shops Fraudsters muss hinter Gitter

Im Darknet-Onlineshop Fraudsters konnten Kunden vieles kaufen: Drogen, gefälschte Dokumente oder Daten. Mittendrin war ein 34-jähriger Administrator, der nun wegen vielen Straftaten zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Nach dem Urteil hat der Angeklagte sicherlich blasser ausgesehen. (Symbolbild)
Nach dem Urteil hat der Angeklagte sicherlich blasser ausgesehen. (Symbolbild) (Bild: Pixabay.com)

Ein Administrator der illegalen Internetplattform Fraudsters ist zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Bereits im Dezember 2019 wurde er wohl für zusammengenommen 1.570 Straftaten angeklagt, berichtet die Zeitung FAZ. Das Landgericht Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz befand den 34-Jährigen am Montag der Bildung einer kriminellen Vereinigung und der Beihilfe zu Hunderten auf der Plattform begangenen Straftaten für schuldig. Dazu zählen etwa Geldfälschung, Geldwäsche, Datenhehlerei sowie unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln.

Der Verurteilte habe laut dem Richter Broszukat selbst häufig Drogen konsumiert. Außerdem erwähnt die FAZ, dass er in seiner Freizeit als Gamer aktiv gewesen sei und viele Spiele gespielt habe. Von Fraudsters habe er später das Angebot erhalten, dort Administrator zu werden. Damit sei er direkt in die Geschäfte des Unternehmens verwickelt gewesen.

Erst offline, dann Razzia

Über die Webseite Fraudsters soll es mehrere Jahre lang bis zum Frühjahr 2019 einen regen Austausch über Straftaten im Netz gegeben haben, auch sollen hier illegale Waren wie Drogen oder gefälschte Ausweise gehandelt worden sein. Der Großteil der für die Plattform Verantwortlichen ist nach wie vor unbekannt. Der nun verurteilte 34-Jährige soll kurz nach der Gründung der über das Darknet erreichbaren Plattform im März 2016 dazugestoßen sein. Im April 2019 wurde es recht still um den Shop. Laut FAZ wurde er wohl von einem Konkurrenten attackiert - möglicherweise per DDoS-Angriff.

Als Teil einer Razzia in einem Nato-Bunker im September 2019 wurden letztlich auch Teile der Infrastruktur von Fraudsters - zusammen mit anderen Onlineshops - von der Polizei offline genommen. Der alte Bunker wurde von einem sogenannten Bulletproof-Hoster genutzt, der die sprichwörtliche Bombensicherheit der dort stehenden Server garantiert hat.

Das Urteil gegen den Fraudsters-Administrator ist wohl noch nicht rechtskräftig. Daher besteht die Möglichkeit, dass die Gerichtsentscheidung noch angefochten wird und der Angeklagte doch zumindest dieser Strafe entgeht. Das wird sich in Zukunft zeigen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Hotohori 04. Mär 2020

Ich wette auch das war dabei.

flAming_Ace 03. Mär 2020

@ZeldaFreak Danke für den Blick! Das Strafmaß ist eine Schande :( Ich hoffe du lässt dich...

Auspuffanlage 03. Mär 2020

Pass auf die essen auch Brot ;)

ImBackAlive 03. Mär 2020

Auch das ist so nicht richtig. Wenn ich dir als Sportschützen eine Waffe verkaufe, muss...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego-kompatibel
Klemmbaustein mit Display zeigt künstlichen Horizont

Der kleine, Lego-kompatible Klemmbaustein hat ein kleines Display eingebaut, auf dem ein funktionierender künstlicher Horizont läuft.

Lego-kompatibel: Klemmbaustein mit Display zeigt künstlichen Horizont
Artikel
  1. Games: EA entfernt drei Battlefield-Spiele aus dem Sortiment
    Games
    EA entfernt drei Battlefield-Spiele aus dem Sortiment

    Gerade Bad Company und Bad Company 2 haben das moderne Battlefield maßgeblich mitbeeinflusst. Bald gibt es sie nicht mehr zu kaufen.

  2. E-Fuels: Kommt die elektronische Betankungsüberwachung?
    E-Fuels
    Kommt die elektronische Betankungsüberwachung?

    Offenbar will die EU-Kommission der FDP in Sachen E-Fuels entgegenkommen. Künftig könnten Autos bei falsch getanktem Sprit stehenbleiben.

  3. Metaverse im Eve-Universum: Eve Online bekommt ein Blockchain-Spiel
    Metaverse im Eve-Universum
    Eve Online bekommt ein Blockchain-Spiel

    Mit einer Finanzierung in Höhe von 40 Millionen US-Dollar entwickelt CCP ein Web3-Spiel im Universum von Eve Online.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Heute besonders viele MindStar-Tagesdeals • Gigabyte RTX 4070 Ti 880,56€ • Crucial SSD 2TB (PS5) 162,90€ • Nintendo Switch inkl. Spiel & Goodie 288€ • NBB Black Weeks: Rabatte bis 60% • PS5 + Resident Evil 4 Remake 569€ • LG OLED TV -57% • Amazon Coupon-Party [Werbung]
    •  /