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Illegale Spielkopien: Neue AGB geben Nintendo das Recht zum Sperren der Switch

Nintendo hat kurz vorm Launch der Switch 2 noch einmal klargemacht, wie hart der Konzern durchgreifen kann – erst einmal in den USA.
/ Oliver Nickel
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Nintendo hat viel Kontrolle über seine Spielkonsole. (Bild: Pixabay.com)
Nintendo hat viel Kontrolle über seine Spielkonsole. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Es ist kein Geheimnis, dass Nintendo stark gegen Personen und Institutionen vorgeht, die aus Sicht des Konzerns Nintendo-Spiele und -Marken gefährden könnten. Das stellt Nintendo seit Anfang Mai in einer überarbeiten Version(öffnet im neuen Fenster) der US-AGB klar. Der Konzern nimmt sich mittlerweile sogar das Recht heraus, Nintendo-Konsolen zu sperren und so unbenutzbar zu machen – vorausgesetzt, darauf werden etwa illegale Kopien oder ROMs gefunden. In den deutschen AGB ist eine solche Klausel bisher nicht zu finden(öffnet im neuen Fenster) .

Insbesondere gilt das, wenn User den Nintendo-Account-Dienst in irgendeiner Weise umgehen oder ihn abändern möchten. "Sie erklären sich uneingeschränkt damit einverstanden, dass Sie keinen Teil der Nintendo-Account-Dienste veröffentlichen, kopieren, modifizieren, Reverse-engineeren, vermieten, dekompilieren, disassemblieren, verteilen, zum Verkauf anbieten oder abgeleitete Werke davon erstellen dürfen" , schreibt Nintendo(öffnet im neuen Fenster) in den aktualisierten AGB.

Nintendo-Account sperren

Das Unternehmen stellt in der neuen Version auch klar, welche Konsequenzen bei einem Verstoß gezogen werden können: "Wenn Sie die vorstehenden Einschränkungen nicht einhalten, kann Nintendo die Nintendo-Account-Dienste und/oder das entsprechende Nintendo-Gerät ganz oder teilweise dauerhaft unbrauchbar machen."

Nintendo Switch Lite – Test
Nintendo Switch Lite – Test (02:19)

Zu Nintendo-Account-Diensten zählt Nintendo auch Games, die mit einem Nintendo-Account verknüpft sind. Das gilt etwa für alle Spiele, die über den E-Shop heruntergeladen und digital erworben wurden, nicht aber unbedingt für Spiele auf Spielkassetten.

Nintendo gibt zusätzlich in Sektion 13 an, dass der Zugriff auf Nintendo-Accounts auch bei einem "begründeten Verdacht" gesperrt werden kann. Möglicherweise kann das Unternehmen so präventiv Nintendo-Accounts sperren und den Zugriff darauf verhindern. Es scheint allerdings: So lange User die Nintendo Switch oder die kommende Nintendo Switch 2 offline und ohne Account verwenden, gelten diese AGB, die sich auf die Account-Dienste beziehen, nicht.


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